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Horror: Ein unterschätztes Genre

Im Rahmen einer Facebook Gruppenveranstaltung habe ich mir vor ein paar Monaten das Literaturgenre „Horror“ genauer angesehen. Es ist im Bereich Film/Buch neben Mystery und Dystopie mein absoluter Favorit. Weshalb das so ist, dafür hatte ich lange keine Erklärung, immerhin sollte das Gruselige doch abschrecken. Inzwischen weiß ich, was mich daran so fasziniert. Hier nun meine Liebeserklärung zu einem Genre, das oft als zu brutal, zu unrealistisch und zu ekelhaft gilt.

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Horror: Die Definition

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Genredefinitionen sind nie auf einen kleinen Raum beschränkt, denn ihre Grenzen verschwimmen mit jedem Buch, das neu veröffentlicht wird. Sie verändern sich im Laufe der Zeit, bekommen neue Aspekte und müssen immer als komplexer verstanden werden, als das, was sie augenscheinlich sind. Ich denke daher, Definitionen taugen weniger als starre Regeln, sondern sind vielmehr wiederkehrende Muster. Wer lange Fan eines bestimmten Genres ist, erkennt diese eher und kann eindeutiger verstehen, was das Genre ausmacht. Ich beziehe mich hier auf die Definition des Schriftstellers Todorov.

Horror weist demnach ein wesentliches und verbindendes Muster auf. Die Geschichten beginnen mit einem unerklärlichen Ereignis, das sich im Verlauf der Geschehnisse aufklärt. Während im Krimi der Schwerpunkt meist darauf liegt, ein Ereignis aus kriminalistischer Perspektive aufzudecken, geht es im Horror um Ängste und Protagonisten, die in Situationen geraten, die völlig unlogisch erscheinen. Sie verlieren häufig die Kontrolle über ihre Umwelt und müssen sich inneren und äußeren Gefahren stellen. Ob diese Gefahren nun aus der eigenen Psyche erwachsen, durch einen Geist hervorgerufen werden oder in Form eines Psychopathen daherkommen, spielt keine Rolle. Horror ist nicht zimperlich und verstellt sich nicht, er zeigt, wenn gut gemacht, viele Blickwinkel auf ein und dieselbe Sache. Mary Shelleys Frankenstein ist ein Beispiel dafür. Hier wird ein Monster erschaffen, vor dem sich alle fürchten, doch genauer betrachtet, ist nicht das Monster das Schlechte, wie man annehmen könnte, sondern dessen Erschaffer. Es ist ein Kreislauf aus ungerechter Tat -> unglücklicher Person -> Rache -> Gerechtigkeit. Exakt so wie es in vielen Geistergeschichten der Fall ist (siehe weiter unten).

Todorov unterscheidet aus diesem Grund nach der Form der Erklärung für das unerklärliche Ereignis. Unheimlich heißt, es hat einen realen Ursprung. Bspw. Psycho – die Abhängigkeit zu seiner Mutter bringt Norman Bates nach deren Tod dazu, aus Einsamkeit/Verbitterung Menschen zu töten. Übernatürlich heißt, der Ursprung liegt jenseits des real Erlebten. Bspw. The Grudge – ein Geist setzt sich in einem Haus fest und terrorisiert die neuen Bewohner. Fantastisch heißt, die Erklärung bleibt schwammig, sie basiert auf der Fantasie der LeserIn. Bspw.: The Shining – war es nun das Haus, das Jack in den Wahnsinn trieb oder doch seine Psyche?

Vielleicht seid ihr darüber gestolpert, dass Aliens in der Tabelle oben als reale Erklärung gelten. Über diesen Punkt lässt sich wahrlich streiten. Nach Todorov gelten Aliens nicht als übernatürlich, denn sie kommen aus der Natur und sind nur etwas, was wir noch nicht kennen. Sie existieren irgendwo da draußen mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit.

Horror wird also dadurch spannend, dass es im gesamten Buch keine eindeutige Lösung für das Ereignis gibt. Im Kopf der Leser und Leserinnen entstehen unzählige Bilder, die möglich sein könnten. Die Neugierde treibt einen zum Weiterlesen, denn irgendwie will man ja doch wissen, was im dunklen Raum verborgen liegt (Angstlust). Im Fantasy Genre wird die Welt meist eindeutiger erklärt. Alles hat einen Namen, eine feste Gestalt oder Funktion. Das heißt, im Horrorgenre liegt im Ungewissen die Faszination. Die offene Frage, mit der man sich stundenlang beschäftigt und auf die es niemals eine eindeutige Antwort geben kann und soll.

Ist Horror unrealistisch?

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Aus einem ersten Impuls heraus wird jeder sofort sagen: „Ja“. Ich möchte widersprechen. Als eingefleischter Fan möchte ich, dass es die Horrorgeschichte möglichst echt ist. Es geht nicht darum, zu schocken und besonders unrealistisch zu sein, obwohl das Überspitzen von Dingen auch einen ironischen Effekt haben kann. In den allermeisten Fällen verbirgt sich hinter einer Horrorgeschichte etwas Psychologisches. Ich vermute, die Verarbeitung, Darstellung von Ängsten oder Erfahrungen. Die Autoren und Autorinnen haben viel Fantasie, weil sie ihre Ängste kennen und ihnen ein Gesicht geben. In meiner Kurzgeschichten „Zähl bis zum Tod“ schrieb ich über eine Frau, die von ihrem Freier ermordet wird, sie rächt sich in Form eines Geistes. Dahinter steckt, und ja, ich werde hier persönlich, die Angst, plötzlich zu sterben und dass nicht durch einen Unfall oder durch die Natur verursacht, sondern bewusst durch jemand Anderen. In so einem Fall würde vermutlich jeder einen Rachegedanken entwickeln und sich vorstellen, was zu tun wäre, damit man als Tote Frieden finden kann. Deshalb ist Horror nicht unrealistischer als andere Genres wie der Liebesroman, in denen es ja eher um Wünsche und deren Erfüllung geht, als um Ängste. Nur womöglich ist es angenehmer, über das Wünschen zu lesen als über die Furcht?
Zudem zeigt die Realität, dass Bösartigkeit existiert, wenngleich sie niemals nur schwarz ist, sondern facettenreich. Anhand des Falles Marjorie Diehl-Armstrong, deren gruselige Gedankengänge in einer Dokumentation gezeigt werden, sieht man die Komplexität dahinter deutlich. Ich kann natürlich nachvollziehen, wenn man sich aus psychohygienischen Gründen nicht mit solchen Themen beschäftigen will – ich meide aus ähnlichen Gründen politische Diskussionen – aber Horror existiert da draußen. Darüber zu lesen, zu schreiben oder es zu sehen gibt mir ein Gefühl von Kontrolle über etwas, was niemals zu kontrollieren ist.

 

Horror ist nicht Dark Fantasy

In einigen Fällen wird Horror mit Dark Fantasy gleichgesetzt. Davon wusste ich bis vor ein paar Monaten nichts, bis es mir jemand sagte und ich es seitdem überall sehe. In meinen Augen ergibt das wenig Sinn. Ich, als eingefleischter Horrorfan würde an einem Dark Fantasy Roman vorbeigehen, weil ich annehmen würde, ein solches Buch trifft nicht meinen Geschmack. Wieso? Weil Fantasy meistens eine fiktive Welt als Grundlage hat. Horror spielt in der Gegenwart, in der realen Welt. Das ist natürlich nicht immer so, aber in den allermeisten Fällen (siehe The Shining, Frankenstein, Dr. Jekyll and Mr. Hyde, The Ring). Es ist ja gerade spannend, dass in unserer echten Welt etwas passiert, das wir nicht erklären können, wohingegen es bei Fantasy größtenteils darum geht, dass in einer anderen Welt (Ausnahme: Urban Fantasy) Dinge zu finden sind, die sich komplett von unserer unterscheiden (Harry Potter, Herr der Ringe, Erdsee). Mir kommt es so vor, als ob viele den Begriff Dark Fantasy nutzen, weil Horror eine starke Negativkonnotation enthält. Als ob ich als Fan oder Autorin dann irgendwie verrückt sein müsste, weil ich in so einem Genre schreibe … Also lieber „Dark Fantasy“, dann ist der Text düster und fantastisch, aber bloß nicht zu extrem. No way, das wäre ja – VERWERFLICH.

 

Wieso Horror den Literaturmarkt bereichert

In Onlinediskussionen  habe ich ab und an mal die Thesen gelesen, dass Horror Kinder verdirbt, ein falsches Weltbild widerspiegelt, krank ist und daher nicht geschrieben werden dürfte. Das wäre wirklich furchtbar, denn dann gäbe es vielleicht keinen Hulk (der wohl auf Dr. Jekyll und Mr. Hyde basiert?) und keine Pyrokinese oder ja, andere ganz verrückte Sachen, die wir so selbstverständlich in unsere Sprache aufgenommen haben, dass wir darüber nicht mehr groß nachdenken. Hier also ein paar Gründe, weshalb Horror den Literaturmarkt bereichert.

Horror ist fantasievoll – Horror lässt mir als Autorin viel Spielraum für Möglichkeiten. Es lassen sich Wesen erschaffen, Motive für Geister, Verkettungen von merkwürdigen Gegebenheiten. Das Ziel ist, die Realität zu biegen, nicht eine Welt abseits der Realität zu schaffen. Das macht Spaß und fühlt sich an wie Inception.

Horror ist gleichberechtigt – Gerade im Horrorgenre sind die Geschlechterrollen gleichberechtigt, weshalb Horrogeschichten beim Bechdeltest besser abschneiden als Geschichten anderer Genres. Das muss ich natürlich mit einer gewissen Ironie betrachten, denn klar, einem Geist ist es völlig egal, wer du bist, wo du herkommst, wie du aussiehst – wichtig ist, was du getan hast. Bad ass girls sind sehr beliebt.

Psychologischer Horror zeigt Klischees und schädliches Verhalten –  Da Horror ein Negativszenario zeigt, das sich so niemand bei klarem Verstand wirklich wünschen kann, ist es wie die Dystopie eine Art Spiegel für Schlechtigkeiten. Was wäre, wenn Person A unter so schweren Bedingungen aufgewachsen wäre – wäre sie dann nicht wie im Buch geworden und sollte uns das nicht zu denken geben, wie wir alle vernünftiger miteinander umgehen? Mir ist klar, manche Lesen Horror als Entertainment, mich hat das aber immer interessiert. Das Motiv und wie wir als Menschen verhindern können, dass jemand so wütend wird.

1: News, 2: Dies und das

Messebericht Buchberlin: Ein Resümee

Es ist fast zwei Wochen her, seit ich aufbrach, um mit meiner Autorenkollegin Sabine Schulter als Ausstellerin auf der Buchberlin zu sein. Meine erste Messe, meine erste Chance, direkt mit Lesern zu sprechen. Eigentlich wollte ich schon früher davon berichten, aber letzte Woche war ich noch so von den Eindrücken geplättet, dass ich erstmal eine Pause brauchte, um mich zu sortieren. Inzwischen ist das Chaos wieder sortiert und alles läuft in halbwegs geregelten Bahnen. Hier also mein Bericht zur Buchberlin.


Vor der Messe: Organisieren bis zur letzten Minute

Buchmessen sind für mich immer großartig. Auch als Besucherin, tümmle ich mich gern zwischen den Lesebegeisterten und lasse mich von der Stimmung mitreißen. Dieses Mal hatte ich jedoch meinen eigenen Stand und das war neu. Meine einzige Messeerfahrung hinter den Kulissen war 2011, als ich das Deutschlandfest in Japan zu kleinen Teilen mitorganisieren durfte. Damals lag die die Verantwortung auf den Schultern von jemand anderem, dieses Mal bei mir ganz allein. Dementsprechend war ich, wie ihr meinem letzten Beitrag über die Buchberlin entnehmen konntet, reichlich nervös. Mein Patentrezept gegen die Nervosität: Einfach bis zum letzten Tag vor der Messe so viel zu tun haben, dass man vergisst, was vor einem liegt. Ob der Aufbau eines Probestands, das Erstellen einer Inventarliste und Preisliste oder das Zusammenpacken der Kisten, beinahe bis kurz vor der Abfahrt habe ich noch Dinge organisiert und mich gut abgelenkt. Das hat geholfen, meine Aufregung zu kontrollieren.

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So sah unser Stand aus. Wir hatten auch ganz liebe Standnachbarn. Den Arunya Verlag.

Aufbau – Start in den ersten Messetag

Nachdem Sabine, ihr Mann Tobi und ich uns in ein mit Kisten bis oben hin vollgepacktes Auto gequetscht hatten, halbwegs glimpflich den Weg zum Estrel fanden und dort alles lagerten, waren wir alle ein wenig erleichtert. Allerdings startete der erste Messetag mit Chaos. Die Ringbahn in Berlin war gesperrt, was zur Folge hatte, dass ich länger zur Messe brauchte, als geplant. Acht Uhr wollte ich da sein, etwa zwanzig Minuten später kam ich an. Völlig aus der Puste, weil ich trottelig wie ich bin, viel zu früh aus dem Bus gestiegen bin und irgendwo in der Mitte der Sonnenallee rauskam. Ups. Kann schon mal passieren. Das bedeutete: Im Sprint mit Rucksack bepackt die Straße hinunterhasten, um noch halbwegs pünktlich zu kommen. 2 Kilometer habe ich im Schnellschritt geschafft. Fragt mich nicht, wie das ging. Jedenfalls konnte ich noch tolle Berliner Sightseeingspots besichtigen: Döner Laden 1, Döner Laden 2, Döner Laden 3 und nicht zu vergessen der schöne Döner Laden 4. Alle gut besucht.

Am Estrel haben wir dann recht zügig alles aufbauen können. Erst Tischdecke, dann die Buchständer, dann die Bücher und irgendwie alles unter dem Tisch verstauen, wo es niemand sieht. Etwa 9:30 waren wir mit dem Aufbau fertig und mir ist persönlich ein Stein vom Herzen gefallen.

Um zehn öffneten dann die Tore und ich bekam moralische und seelische Unterstützung von meiner guten Fee: Stella Delaney. Sie war extra aus der Schweiz angereist und hat uns sehr geholfen. An sich war sie nur als Besucherin eingetragen, aber im Laufe des Tages stand sie mehrfach hinter dem Stand und hat Sabines und meine Bücher angepriesen. Besser als ich es je gekonnt hätte. Sie ist einfach gut darin!

Zum Auftakt der Buchberlin gab es auch einen Flashmop mit musikalischer Untermalung. Von diesem wussten wir Aussteller bereits, aber leider … haben wir davon nicht viel gemerkt. Wir waren ja doch relativ außen am Zipfel und bekamen nichts davon mit. Schade eigentlich.

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Ähm ja, das bin dann wohl ich …

Ablauf der Messetage

In den ersten Stunden war ich unglaublich nervös. Meine Hände haben gezittert und ich brachte nur irgendwelche merkwürdig gestammelten Sätze heraus, die sonst nicht meine Art sind. Die ersten Leser an unserem Stand haben mich deshalb wohl leider auch etwas merkwürdig erlebt. Entschuldigt! So bin ich in Wirklichkeit gar nicht. Ich-rede-Sätze-ganz! So-echt-so! Irgendwann hatte sich das jedoch gelegt und dann hatte ich wirklich Spaß daran, die Leute anzusprechen und mit ihnen zu quatschen. Denn das ist es ja eigentlich, was man macht. Quatschen. Ich würde gern sagen, ich kann mich daran erinnern, was ich gemacht habe und wie. Aber nein, kann ich nicht. Ich weiß, ich war zwischendurch Kaffee trinken, habe Kartoffelecken spendiert bekommen und etliche Leseproben herausgegeben und Bücher verkauft. Was ich jedoch noch sehr deutlich weiß, dass am Samstag und auch am Sonntag viele Menschen da waren, die ich hier über das Blog, Neobooks, Facebook und andere Portale kennengelernt habe. Das war für mich mein persönliches Highlight, denn damit habe ich nicht gerechnet. Man sitzt ja immer nur vor dem Bildschirm und tippt unbemerkt von allen anderen vor sich hin und dann … stehen die Leute plötzlich vor einem. Das ist wirklich grandios! Ein Dank an euch alle, die ihr da gewesen seid. Das hat mein erstes Messewochenende zu etwas ganz Besonderem gemacht.

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Das Estrel. Ein riesiger Komplex mit zwei großen Hallen.


Die Messeziele

Vor der Messe hatte ich ja einige Ziele formuliert, die ich gern umsetzen wollte. Diese werde ich jetzt nochmal durchgehen und gleichzeitig aufzeigen, was gut gelaufen ist und wo eventuell noch Verbesserungsbedarf besteht.

  1. Neue Leser erreichen: In den Tagen nach der Messe sind einige Menschlein auf Facebook oder hier auf dem Blog dazugestoßen und ich konnte auch einige Verkäufe auf den Onlineportalen verzeichnen. Ich denke also, zumindest ein paar neue Leser konnte ich erreichen. Ein wenig mehr nachträgliche Resonanz hätte ich mir dennoch gewünscht. Wär gut, wenn man wissen könnte, weshalb es nicht noch mehr gewesen sind.
  2. Zwischen den anderen auffallen: Unser Rollup hat viel gebracht. Es war von weitem gut zu sehen und hat Einige angezogen. Allerdings gab es, und das muss ich ehrlich sagen, einige Stände, die mehr in die Aufmachung investiert haben als wir und dadurch eher einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Nächstes Mal anders.
  3. Einen professionellen und interessanten Eindruck machen: Sabine und ich wurden mehrfach mit einem Verlag verwechselt. Vermutlich, weil die meisten Self-Publisher sich sonst nur einen kleinen Einzeltisch leisten konnten und wir im Team auftraten sowie insgesamt 10 Bücher präsentieren konnten. Das ist für zwei einzelne Personen schon eine ganze Menge.
  4. Die Standgebühr über Verkäufe erwirtschaften: Da gibt es nichts zu sagen. Check. Hat gut funktioniert.

 


Was werde ich anders machen?

Die Aufmachung des Stands. Ich habe gemerkt, dass unser Stand dadurch positiv aufgefallen ist, weil wir eine sortierte und übersichtliche Auswahl auf unserem Tisch zu liegen hatten, aber etwas mehr Kreativität muss nächstes Mal noch in die Gestaltung fließen. Ich bin ja jemand, der es mag, sich in jeder Hinsicht auszutoben, nur war ich noch etwas unsicher, was überhaupt geht. Fakt ist: Weniger Bücher bestellen, mehr in den Gesamteindruck investieren. Ich stelle mir vor, Totenläufer Kekse anzubieten oder „Useful“-Beutel im Stil meines Buches zu organisieren. Eventuell auch einzelne Tassen, die handbemalt sind, anbieten. Wenn ich das machen will, muss ich jedoch deutlich früher mit der Planung anfangen. Anfang Juni ist eine gute Zeit.

Für viele Leser waren meine Leseproben zudem schwer als solche zu erkennen. Das muss definitiv klar zu erkennen sein.

Preisschilder sind nicht notwendig, habe ich gemerkt. Das klärt sich meist im Gespräch und Bücher haben ja eh immer einen ähnlichen Preis.

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Fazit

Es sind nur zwei kleine Schritte hinter den Tisch, die den Unterschied zwischen Aussteller und Besucher machen, aber es gehört einiges an Mut dazu, sein eigenes Werk anzupreisen. Die Messe hat mir gezeigt, dass das gar nicht so schwer ist, wenn man erstmal damit anfängt, die Leute anlächelt und sie in ein nettes Gespräch verwickelt. Wir sind ja alle Lesebegeisterte, die sich verstehen. Nächstes Jahr hat mich die Buchberlin definitiv wieder. Von der Organisation her kann ich mich nicht beschweren. Ich wusste sofort wohin, war immer informiert und hatte den Eindruck, es wurde viel für uns Aussteller getan.


Solltet ihr noch mehr Beiträge über die BuchBerlin lesen wollen. Hier eine Auswahl:

Sarah Ricchizzi

Messebericht

Evolution Buch Berlin

Hinter den Kulissen


silvercoin203headertaschenbuch
Seit vier Tagen gibt es Totenläufer jetzt auch als Taschenbuch. Wer Lust auf düstere Action mit Soldaten, Rebellen und einer sicherheitsfanatischen Regierung hat, einfach mal vorbeischauen.