Totenläufer

… von Verfolgung, Mord und einem unabänderlichen Schicksal …

cover100pxIn meinem gegenwärtigen Projekt dreht sich alles um die Zukunft, um Sicherheit und eine abgeschottete Insel. Kurz, ich arbeite an einer Dystopie. Und das nicht einfach so, es wird eine Reihe mit drei Bänden. Auf dieser Seite findet ihr die wichtigsten Details zu den Figuren, zum Inhalt, dem Status des Projekts und was sonst noch so anfällt. Bevor ich jedoch loslege, machen wir zuerst ein Gedankenexperiment:
Stellt euch vor, ihr würdet in wenigen Sekunden alle Menschen verlieren, die euch wichtig sind. Und dies geschieht rücksichtslos und brutal. Versucht euch nun vorzustellen, was für einen Menschen das aus euch machen würde. Habt ihr ein Bild im Kopf? Dann könnt ihr erahnen, wie es meiner Protagonistin Rina in „Totenläufer“ geht. Beraubt von jedem, der ihr am Herzen liegt, taumelt sie durch eine ihr feindlich gesinnte Stadt, auf der Suche nach Sicherheit.


Feinde, die zusammenhalten: Eine kurze Inhaltsangabe

Als Lorca geboren, ist Rina in Red-Mon-Stadt eine Verfolgte. Jahrelang ist sie erst dem Misstrauen und der Missgunst der Stadtbewohner ausgesetzt, bis letztlich sogar der Mord an ihres Gleichen legitimiert wird. Nach und nach verliert sie alle ihre Bezugspersonen und bleibt als Einzige lebend zurück. Als sie dann selbst in die Mündung einer auf sie gerichteten Waffe blickt, sieht sie ihr Ende vor sich. Doch der SDF-Soldat verschont ihr Leben. Rina findet Zuflucht in der Rebellenorganisation REKA, doch anstatt sich an diese Menschen zu halten, kann sie nur an eins denken: Weshalb sollte ein Lorca-Mörder  im Auftrag der Stadtverwaltung ausgerechnet sie am Leben lassen? Als sie dann herausfindet, um welchen Soldaten es sich wirklich handelt, steht ihre Welt endgültig Kopf.


Menschenleben sind Geschichten: Figurenkonstellation

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Um mein Projekt realisieren zu können, erstelle ich nicht nur eine Figurenkonstellation, sondern auch einen Zeitstrahl.

Rina Morita ist in ihrem Inneren tief gespalten. Sie ist gezwungenermaßen Einzelgängerin und im ständigen Kampf mit sich und ihren Ängsten. Als Lorca geboren wird sie in Red-Mon-Stadt verfolgt und flüchtet lieber als sich direkter Konfrontation zu stellen. Trotzdem katapultiert sie sich immer wieder in gefährliche Situationen, aus denen sie sich nur mit viel Kraft harausmanövrieren kann. Sie vertraut niemandem, nicht einmal sich selbst oder den Rebellen der REKA.

Neel Talwar ist Leutnant der Spezialeinheit SDF. Ihm untersteht ein Trupp von sechs Soldaten mit dem Namen „Einheit 203“. In den Einsätzen agiert er effektiv, gradlinig und automatisiert. Er ist die perfekte Tötungsmaschine, bis er Rina aus einem Impuls heraus laufen lässt. Oder ist sein Verhalten womöglich doch geplant und ein Trick, um die REKA auszuspionieren?

Tom Lichterfeld gehört zur Rebellengruppe REKA. Er kann sich in jedwede Person hineindenken und fungiert daher als Spitzel in der SDF. Sein Ziel ist es, den so genannten Totenläufer ausfindig zu machen und in eine Fall zu locken. Er selbst bezeichnet sich als Person ohne Konstanten, was nicht wirklich korrekt ist, denn sein bester Freund Jay McCullum ist seit Jahren an seiner Seite.

Amanda Whitman hat als Neel Talwars Vorgesetzte einen starken Einfluss auf sein Vorgehen in den Einsätzen. Sie ist eine kaltherzige Frau, die es liebt, Menschen zu manipulieren. Offensichtlich verfolgt sie einen größeren Plan, der sich je nach ihrer Stimmung gern mal zu ändern scheint. Neel Talwar ist dabei ihr Bauer, der geopfert wird. Was sie vorhat und welche Macht sie in Red-Mon-Stadt tatsächlich besitzt, ist bisweilen unklar.

Jay McCullum gehört wie Tom der Rebellengruppe REKA an. Dort gilt er als das Arschloch vom Dienst, verhält sich stets abgehoben und meint, in jeder Situation den Durchblick zu haben. Was zum Leidwesen aller anderen leider auch stimmt. Der einzige Mensch, der ihm wirklich etwas bedeutet, ist Tom und dieser geht nur zu gern einen Weg, der Jay nicht in den Kram passt.


 

Eine Stadt mitten im Meer: Das Konzept einer Dystopie

RedMonStadt_Konzeptentwurf

Konzeptentwurf Red-Mon-Stadt Stand Dezember 2015

Zu einer Dystopie gehört oft ein futuristisches Setting, in der Elemente aus unserer Zeit mit zukünftigen Elementen verschmelzen. Die Welt wendet sich der Dunkelheit zu und neue Staatssysteme entstehen, wie zum Beispiel in Suzanne Collins Tribute von Panem. Manchmal wird die Welt sogar vollständig gleichgeschaltet wie in George Orwells 1984. Ich habe mich für eine Kombination aus beiden Elementen entschieden.

Red-Mon-Stadt ist der Name einer künstlich im Meer erbauten Stadt. Sie wurde von einer Gruppe von Wissenschaftlern konzipiert, um unabhängig existieren zu können. Da das Festland durch Krieg, Terror und Krankheit zu einem unsicheren Ort geworden ist, ist die Verwaltung bestrebt, Sicherheit zu gewährleisten. Von zentraler Bedeutung ist dabei die Idee des Nutzens einer Person, denn nur, wenn die Bewohner der Stadt einen Zweck haben, kann die Kriminalität gesenkt und die Zufriedenheit gewährleistet werden. Jeder Bürger hat deshalb einen auf seine Fähigkeiten angepassten Nutzen zu erfüllen. Eine Person ohne Nutzen (PON) ist in Red-Mon-Stadt demnach nicht erwünscht und wird ausgewiesen/eliminiert.

In den Jahren nach der Gründung gab es eine starke Einwanderungswelle, weshalb Wohnungsmangel zu einem akuten Problem wurde. Die Verwaltung versucht dies zu vertuschen und dünnt die Bevölkerung mit einem Trick aus. Sie behauptet, eine bestimmte Bevölkerungsgruppe (Lorca) sei mit einer gefährlichen Krankheit infiziert und müsse der Stadt verwiesen werden. Bei diesem Vorgehen bleibt es jedoch nicht. Schnell finden geheime Hinrichtungen statt und die Minderheit wird schonungslos verfolgt.

In diesem unmenschlichen Umfeld spielt mein Roman. Neben den Bürgern gibt es drei Hauptakteure: die Stadtverwaltung mit ihren Anhängern, eine Rebellengruppe namens REKA, die für Menschlichkeit einsteht, und die Minderheitengruppe Lorca. Jede Gruppe hat ihre eigenen Ziele, die nicht schwarz oder weiß sind, sondern grau.


Der Totenläufer: Ein Symbol von scheinheiliger Sicherheit

Menschen brauchen etwas, woran sie glauben können. Für gewöhnlich übernehmen Religionen diese Rolle. Red-Mon-Stadt wurde jedoch von Wissenschaftlern erbaut, die davon überzeugt waren, dass fanatische Religionszugehörigkeit eine Quelle von Gefahr ist. Aus diesem Grund muss jeder Bürger seine Religion ablegen. Damit es trotzdem einen gemeinsamen Gedanken in der Bevölkerung gibt, wurde die Figur des Totenläufers ins Leben gerufen. Er ist das Sinnbild von Sicherheit. Obwohl seine echte Identität nie öffentlich bekannt gegeben wird, ist er in der Stadt überall präsent. In Werbeclips, Zeitungen, als Spielzeug, Aufklebern und allem, was der Verwaltung einfällt. Seine Aufopferung für die Stadt dient als Vorzeigebeispiel des idealen, loyalen und perfekten Menschen. Er ist einerseits die Stimme der Bürger und andererseits die Stimme der Stadtverwaltung. Jeder weiß, dass er mordet, um die Stadt sauber zu halten, trotzdem wird er wie ein Held gefeiert.


Derzeitiger Status im Projekt: Band 1 veröffentlicht

schriftsilvercoin

So, verlassen wir nun die Welt von Red-Mon-Stadt und widmen uns der Realität. Wie sieht der Stand im Projekt aus und was ist mein Ziel? Band 1 hat im November 2016 das Licht der Welt erblickt und viel positive Resonanz bekommen. Voraussichtlich 2018 wird Band 2 mit dem Titel „Bezirk Null“ erscheinen. Doch das ist nicht alles. Red-Mon-Stadt hat mich als Autorin so stark gepackt, dass ich entschieden habe, regelmäßig Kurzgeschichten aus dieser Welt zu veröffentlichen. Eine findet ihr in der Kurzgeschichtensammlung Teilweise Tödlich, wo eine rachsüchtige Frau ihren Charme spielen lässt oder hier auf dem Blog unter Leseproben.

2 Gedanken zu “Totenläufer

  1. So, jetzt hatte ich endlich mal Zeit mir all dies hier gründlich durchzulesen – und stolpere am Ende fast über das „Herbst 2016“.
    Meine Güte! Warum braucht die so lange, wenn sie schon fast fertig ist? fragte ich mich sofort, um dann zu realiesen: Wir haben ja fast 2016!
    Dann nenn ich das sehr sportlich von Dir. Aber wenn Du schon 10 von 14 Kapiteln fertig hast, klingt es zuminest machbar. Außerdem klingt es so, als wenn Du mir ein schlechtes Gewissen machen willst, weil ich immer trödel und Ausreden finde 😦
    Aber gut, das war bestimmt nicht so von Dir beabsichtigt… denke ich mal 😉

    Wie alt sind Deine Helden eigentlich?
    Von der Beschreibung her und dem kleinen gezeichneten Bild kann ich mich nicht ganz entscheiden. Es klingt irgendwie nach Young Adult (und das lese ich sehr sehr ungern), aber ich hoffe noch auf ein normales Alter der Protas
    Bin auf jeden Fall immer noch sehr gespannt auf die Geschichte!

    Gefällt 1 Person

    • Nein, das war von mir ganz und gar nicht beabsichtigt. Ich hoffe ja, dass es schon früher was wird, aber das hängt davon ab, wie schnell ich mit der Überarbeitung bin. Fühl dich dadurch aber nicht unter Druck gesetzt! Jeder sollte mit seiner eigenen Geschwindigkeit arbeiten.
      Es ist kein Young Adult. Beide Protagonisten sind Mitte 20. Meine Hauptpersonen haben immer in etwa mein Alter, dann kann ich mich am besten in sie hineinversetzen.

      Gefällt 1 Person

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