Was fasziniert uns an fiktiven Welten?

Ob in George Orwells 1984, Tolkiens Herr der Ringe oder auch Neil Gaimans Niemalsland, überall werden künstliche Welten erschaffen, mit denen wir uns mehr oder weniger identifizieren können. Manche dieser fiktiven Universen sind so plastisch, dass wir uns wünschen, ein Teil davon zu sein. Doch was genau finden wir daran eigentlich so interessant? Mein heutiger Beitrag richtet sich an alle, die wie ich gern aus der Realität flüchten.


Der erste Schritt: Wir akzeptieren die Eigenarten der fiktiven Welt

Als der Herr der Ringe zum ersten Mal im Kino lief, hatte ich ein Gespräch mit einer Klassenkameradin. Während ich hin und weg von der Geschichte war, sagte sie nur trocken: „Ein Ring kann doch nicht sprechen. Das ist ja total bescheuert.“ Damals war ich schockiert, wie sie eine Fantasywelt mit unserer vergleichen kann, heute weiß ich, sie konnte sich nicht auf die Illusion einlassen. Für sie existierte nur das, was sie auch wirklich anfassen, sehen, riechen oder schmecken konnte. Ihre Aussage trifft im Grunde den Kern der Problematik „fiktive Welten“, denn diese funktionieren für uns nur, wenn wir deren Andersartigkeit anerkennen. Für Leser oder Leserinnen kann ein Fantasy- oder Science-Fiction-Roman demnach nur dann interessant sein, wenn er oder sie akzeptiert, dass es sich um eine Welt handelt, die unserer zwar ähnelt, aber eigene Regeln hat. Diese Regeln sind dabei nicht mit den Maßstäben unserer Wirklichkeit zu erklären, folgen aber einer Logik, die eigens für das Universums geschaffen worden sind. Autoren sind Architekten, die aus dem Nichts ein Haus bauen, in dem wir uns sofort wohlfühlen sollen. Dieses Haus ist jedoch kein Reihenhaus, sondern ein sehr merkwürdig anmutendes Haus mit schiefen Wänden und Dächern aus Papier. Es wirkt auf den ersten Blick befremdlich, aber wer sich auf eine Erkundung darin einlässt, wird Dinge entdecken, die er zuvor nie gesehen hat.

Wir müssen uns also auf die andere Welt und deren Regeln einlassen, ansonsten fällt der Bau in sich zusammen wie ein Kartenhaus. Ein wichtiges Element für den Erfolg dieses Unterfangens ist meiner Ansicht nach die Präsentation des Buches. Ich habe es schon viel zu oft erlebt, dass ich durch den Klappentext, das Cover oder eine irreführende Kategorie zu dem falschen Buch gegriffen habe und vom Inhalt enttäuscht worden bin. Nicht weil das Buch schlecht war, sondern weil es meine Erwartungen nicht erfüllt hat. Marketingstrategisch kann es vielleicht gut sein, durch einen allgemeinen Klappentext eine breitere Masse an Personen anzusprechen, so ein Vorgehen kann aber auch den gegensätzlichen Effekt haben. Ein Beispiel: Ein High-Fantasy Buch landet im Bereich Romance, da es auch um eine Liebesbeziehung geht. Im Klappentext wird zwar die fremde Welt erwähnt, jedoch vorrangig betont, es handele sich um eine atemberaubende Liebesgeschichte. Wir fangen an zu lesen und schon auf den ersten Seiten schlägt uns eine ausgeklügelte Fantasywelt mit zahlreichen Wesen entgegen, die wir nicht einordnen können. Kein Wunder, wenn wir verärgert sind. So ein Buch haben wir bei der Beschreibung auch nicht erwartet. Eventuell ärgern wir uns so sehr, dass wir eine bösartige Rezension verfassen. Zusammengefasst: Wir müssen wissen, auf was wir uns einlassen, damit wir der Welt darin eine Chance können.


Zweiter Schritt: Fuck you Realität

Wer von euch hat schon mal geträumt, dass er unsterblich ist, fliegen kann, zaubert oder unmenschliche Kräfte hat? So gut wie alle, nehme ich an. So manches Traumerlebnis ist sogar so toll, dass wir nach dem Aufwachen enttäuscht sind, doch wieder im ‚real life‘ festzustecken. Dieses Leben, wo es nicht mal möglich ist, ohne Anstrengung gute Noten zu schreiben oder bewundert zu werden, weil man toll aussieht, grandios zeichnet und super schnell läuft. Sprechen wir die Wahrheit einfach aus: Das Leben kann manchmal ziemlich frustrierend sein. Es ist also kein Wunder, dass wir der Realität den Stinkefinger zeigen und in eine andere Welt flüchten, die alles möglich macht, was wir uns erträumen. Fiktive Universen sind für uns also deshalb besonders interessant, weil sie unsere Fantasie anregen und Antworten auf das: Was wäre wenn … geben. Unmögliches wird möglich und wir sind mittendrin. In Fantasy geht es dabei meist um magische Phänomene, ungewöhnliche Wesen oder außergewöhnliche Kräfte. Science-Fiction bedient sich logischerweise an der Technik und wirkt auf den ersten Blick ‚realer‘. Allerdings werden dort technologische Errungenschaften möglich, die so manchen Ingenieur inspirieren oder Staatssysteme heraufbeschworen, die uns das Blut in den Adern gefrieren lassen.


Dritter Schritt: Entdeckungstour im Kopf

Vor Kurzem bin ich in einem Forum auf eine Diskussion über fiktive Welten gestoßen. Dort wurde unter anderem gesagt, dass diese deshalb so spannend sind, weil man sie erkunden könne. Im 15Jh. gingen Menschen auf Entdeckungsreisen und machten sich auf den gefährlichen Weg, unbekannte Länder zu finden. Heute sind so gut wie alle Gebiete auf der Welt entdeckt und mit dem Flugzeug leicht erreichbar. Die einzigen Unbekannten sind die Tiefsee und das Universum. Damit wir trotzdem wie Christopher Kolumbus auf unbekannten Gewässern segeln können, nehmen wir ein Buch zur Hand, stellen eine Kaffeetasse auf den Tisch und reisen durch eine uns völlig unbekannte Welt. Das ist wesentlich ungefährlicher als über den Ozean zu schippern und noch dazu kostengünstiger. Eine fiktive Welt im Buch muss damit so detailliert sein, dass wir daran interessiert sind, ihre Geheimnisse zu erforschen.


Nur was genau macht diese alternative Realität so plastisch, dass wir uns darin verlieren? Auf diese Frage gibt es, wie bei vielen komplexen Themen, keine einfache Antwort. Ein paar Dinge, die ich für wichtig halte, habe ich hier für euch formuliert.

  1. Liebe zum Detail: Je ausgefeilter die Welt ist, umso mehr können wir sie uns vorstellen. Dazu zählen neben Örtlichkeiten und Personen auch Namen, Geografie, Klima und vieles mehr. Es nutzt alles nichts, wenn in einem Sci-Fi Roman von ‚der Organisation‘ gesprochen wird oder  von ‚der Regierung‘. Das kann zwar Spannung bringen, weil man wissen will, was sich hinter diesen Begriffen verbirgt, wenn jedoch der Autor selbst nicht weiß, worum es sich handelt, können wir uns nicht damit identifizieren.
  2. Unterschiede müssen sein. Faszinierend wird eine Welt immer dann, wenn sie sich von unserer eigenen unterscheidet. Fliegende Autos, Zeitsprünge, Magie, wenn Dinge passieren, die auf den ersten Blick unerklärlich sind, horchen wir auf. Wie kann das sein? Wieso funktioniert das? Auf die wichtigsten Fragen sollte es in einem Buch auch Antworten geben, aber nicht alles muss erklärt werden. Manche Dinge sind einfach so wie sie sind.
  3. Entdeckungstour: Eines der einfachsten Mittel, damit wir die Welt erkunden können ist es, einen Protagonisten zu wählen, der die unbekannte Welt selbst neu erkundet. Harry Potter oder Alice im Wunderland sind nur zwei Beispiele, wo das gut funktioniert hat.

Wie das mit dem Weltenbau genau gemacht wird, könnt ihr entweder auf Tintenspuren oder aber unter Weltenbau-Wissen nachlesen. Und wenn ihr jetzt noch Energie habt und anzweifelt, dass ich das mit dem fiktiven Universum ordentlich mache, schaut einfach mal unter Hurt No One nach. Mein neuestes Schreibprojekt braucht eine künstliche Insel mit eigenem Staatsystem, Regeln und Gesetzen.

Ich verabschiede mich von euch und wünsche euch einen angenehmen Sonntag.

Bis nächste Woche

+Mika+


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Beitragsbild von Damn_unique Flickr.com

 

17 Gedanken zu “Was fasziniert uns an fiktiven Welten?

  1. Früher hieß es immer, man soll nur das schreiben, was man auch kennt. Das war so der allererste (und furchtbar falsche) Rat, den ich zum Schreiben bekam. Da ich zu dem Zeitpunkt das Gefühl hatte, ich kenne überhaupt nichts und war auch noch nie irgendwo, bin ich in meine Fantasy geflüchtet – und weil es dort viel Schöner ist als in der Wirklichkeit, bin ich schreibtechnisch auch exakt da geblieben und fühle mich sehr wohl dort 🙂

    Aber das ein Ring sprechen können soll? Tut er das im Buch? Im Film sehe ich immer nur Frodos treuen Hundeblick. Egal, HdR ist nicht so meine Welt

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    • Also der Ring spricht nicht direkt. Es ist Sauron, der über den Ring zu Frodo spricht. Meine Klassenkamaradin hat das aber nicht so gesehen und fand das sehr unrealistisch. Ganz Unrecht hat sie damit ja nicht.
      Ich bin übrigens auch jemand, der sagt, man solle über das schreiben, was man kennt oder eben gut recherchieren. Am Ende muss aber jeder selbst wissen, wie und was er schreibt.
      Danke für deinen Kommentar.

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  2. Interessanter Beitrag. Ich habe erst vor kurzem angefangen, die in die Werke von Neil Gaiman einzutauchen. Es ist faszinierend, wie schier grenzenlos seine Fantasie und Vorstellungskraft ist. Es macht einfach unglaublich viel Spaß, seine Welten zu erforschen … die Realität hat es da oft schwer, mitzuhalten.

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    • Danke für den Kommentar Christian. Irgendwie hat mein WordPress Account die sofortige Veröffentlichung verweigert, weshalb du den Kommentar erst jetzt sehen kannst.
      Neil Gaimans Fantasie ist wirklich grenzenlos, obwohl mir Niemalsland nicht ganz so gut gefallen hat. Es war irgendwie mit zu vielen Details überladen. Allerdings habe ich vor Kurzem das Hörbuch zu ‚The Ocean at the end of the lane‘ gehört und das war wundervoll grausig. Kann es nur empfehlen.
      Grüße
      +Mika+

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      • WordPress hat mich da auch verwirrt (hab den Kommentar glaube 3 Mal geschrieben :P).

        Ich lese gerade Trigger Warning, eine seiner Kurzgeschichtensammlungen (mein 2. Gaiman-Buch nach Coraline). Bisher wirklich großartig, wie er mit diesem Format experimentiert. Es passiert auch selten, dass mir jede Geschichte in solchen Sammlungen gefällt.

        Ocean at the End of the Lane wartet bereits in meinem Bücherschrank darauf, gelesen zu werden 🙂

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  3. Schön geschrieben, Mika.
    Es gibt viele Menschen, die sich auf eine richtige Fantasy-Welt nicht so sehr einlassen können oder es vielleicht nicht möchten. Das ist ok so, denn es gibt ja auch uns, die coolen Menschen.
    Zwar lese ich auch gerne Mal Bücher, die auch ohne Fantasy auskommen, doch irgendwie packen sie mich nicht so sehr. Eine Fantasy-Welt, oder im allgemeinen Romane, die einen übernatürlichen Anklang haben, sind so anders, dass ich nicht umher komme zu erfahren, warum das so ist. Manchmal möchte ich Teil dieser Welt sein, weil sie so sonderbar sind.

    Und als Autor macht es unheimlich viel Spass andere Welten zu kreieren und alles etwas durcheinander zu mischen 🙂

    Die Idee zu deinem Roman finde ich immer noch super, bin wirklich gespannt, wie die Geschichte verlaufen wird.

    Sarah

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  4. Die Frage „Was fasziniert an fiktiven Welten“ würde ich noch mit der mythisch/mysthischen Dimension beantworten. Letzlich sind Fantasyromane nur Varianten von Götterepen und Märchen (apropos: Hat Deine Freundin auch was gegen sprechende Wölfe und meterlange Rapunzel-Haare? :-)). Märchen und damit auch Fantasy-Geschichten berühren irgendwelche archetypischen Knöpfe in uns, die so und in dieser Art von keiner anderen Literatur gedrückt werden.

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  5. Hallo Mika,
    dein Artikel hat mir sehr gut gefallen. Auch ich fühle mich im Fantasy Genre zu Hause und habe mich schon das eine oder andere mal gefragt, weshalb dem so ist.
    Aus Autorsicht ist dies übrigens für mich leicht zu beantworten. Denn man kann nicht nur eine komplett eigene Welt erfinden, sondern diese auch so einfach oder komplex gestalten wie man möchte. Oft geht es in Büchern ja um nur eine einzige Stadt, in der die Handlung spielt. Das gibt uns als Autoren die Möglichkeit eine komplexe Welt zu erschaffen, welche jedoch nicht unnötig gestört wird. Man stelle sich einmal vor in einer Stadt in unserer Welt passiert etwas Unerklärliches. Da würde doch die Nachbarstadt alles mitbekommen und sofort eingreifen. Das ist zum Beispiel auch der einzige Punkt, der mich an Hunger Games stört. Da kämpfen Kinder bis zum Tod und die Nachbarländer haben nichts zu sagen?
    Um solche Sachen muss man sich im Bereich Fantasy nicht unbedingt Sorgen machen, vorausgesetzt die Welt, die man erschaffen hat, ist abgelegen.

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    • Danke für den ausführlichen Kommentar. Deinen Punkt verstehe ich sehr gut. Aus der Sicht des Autors ist eine ganz neue Welt in vielen Hinsichten attraktiv, weil man sie bauen kann, wie man möchte. Beinahe so wie die Traumwelten in Inception.
      Zu Hunger Games und den Nachbarländern. Da ist was Wahres dran. Obwohl ich mir immer dachte, dass die anderen Ländern so beschäftigt mit ihren eigenen Sorgen sind, dass sie nicht eingreifen können. Vielleicht sind die USA auch wirtschaftlich nicht mehr ganz so wichtig und daher ‚uninteressant‘? Man sieht ja, dass es bis heute genügend Unrecht in anderen Ländern gibt, was stillschweigend hingenommen wird.
      Grüße
      +Mika+

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  6. Hi Mika,

    danke für deinen ausführlich begründeten Blog-Beitrag über die Faszination von fiktiven Welten – das sehe ich ebenso wie simonsegur in seinem Kommentar hier dazu: Es sind Varianten der Epen und Märchen. Es gibt kaum ein Kind das sich davon nicht in ihren Bann ziehen ließ – es gab einfach ‚Ausblicke‘ durch ein Fenster in eine ‚unbekannte Welt‘ neben der begrenzten Welt, in die man hineingeboren war. Kinder sind neugierig und wollen lernen – jedenfalls solange bis ein Schulsystem sie in die Fänge bekommt und zu dressieren beginnt, nur das zu lernen was sie dann später zu einem ’nützlichen Mitglied der Gesellschaft ‚ befähigen sollte.

    Wohl dem, der sich dann als Erwachsener die Freiheit nimmt, sich selber ‚Welten‘ fiktiv zu erschaffen um damit weiter zu denken als die Realität um einen herum eigentlich zuläßt. Ich vergleiche das sehr mit dem Geist eines Erfinders (im technologischen Bereich) der in seinen geistigen Denkprozess auch noch nicht weiß, wozu seine erfinderischen Gedanken mal ‚gut‘ sein werden. Einer dieser Erfinder (Benjamin Franklin) soll mal auf die Frage, als man die ersten Heißluftballons aufsteigen sah, – ‚wozu sind die zu gebrauchen?‘- geantwortet haben: Wozu ist ein Baby zu gebrauchen?

    Es ist ein durchaus subversives Unterfangen, die geballte Realität der Welt mit erfinderischer Phantasie in Frage zu stellen. Weder die Meere, noch das All sind einem Erfinder (einem Schriftsteller) fremd oder fern, um sich an ihnen Änderungen auszudenken. Und das ist gut so und bringt Hoffnung.

    Nun gibt es aber auch in der Wirklichkeit genug Dinge und Vorkommnisse, die man sich verändert wünschen würde. Auch darüber kann man phantasieren und es sich ausdenken, mit welchen Verhaltensweisen – im zwischenmenschlichen Umgang, in den sozialen Spannungsfeldern der Arbeitswelt, im wirtschaftlichen Wahn des immer mehr Erfolg, Gewinnerzielen müssens – wie eine neue Welt erschaffen werden könnte.

    Ich für meinen Teil bekenne, Epen und Märchen sind der Anfang. Fantasy schreiben ist für Heranwachsende, oder die gern darin verharren wollen. Alles hat seine Berechtigung. Die erwachsene Leserwelt aber lechzt danach, dass einerseits die geballte Realität schonungslos in Frage gestellt, mit scharfem Blick bloßgestellt und doch mit eingehenden Worten die Phantasie des Lesers beflügelt: eine andere Welt ist (zumindestens) denkbar. Und was erst geträumt, dann gedacht wird, hat dann auch in Zukunft die Möglichkeit aufzukeimen.

    Liebe Mika, du hast Talent, schreibst engagiert, flockig luftig. Wenn es mehr deine Welt ist im Bereich der – soweit ich das bisher sehe- ‚düsternen Fantasy‘ zu verweilen, dann wünsche ich dir damit ebenso mit ganzem Herzen Erfolg. Und hoffe, vielleicht in einigen Jahren, dass du noch einen Schritt weiter machst – in die faszinierende, überaus problematische Erwachsenenwelt – die große Herausforderung des Lebens.

    Roland

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    • Hallo Roland, vielen lieben Dank für deinen wieder sehr anregenden und inspirierenden Kommentar. Ich persönlich bewege mich nicht in Fantasywelten und habe auch nie Fantasy gelesen. Meine persönlichen Favoriten sind jene, die real mit Fantastisch kombinieren. Manchmal auch nur die ‚Realität‘ überspitzt darstellen. Ich erwähne an der Stelle nur ‚Coraline‘ oder aber Philip Roths ‚Der menschliche Makel‘. Beide Bücher sind sehr verschieden, haben mich jedoch auf ihre Art geprägt.
      Und ja, du hast natürlich vollkommen recht. Märchen und Sagen sind der Ursprung. Kein Wunder also, dass ich sie verschlungen habe wie nichts anderes, als ich Kind war.
      Beste Grüße
      +Mika+

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  7. Hi Mika,

    schön auf den Punkt gebracht! Danke auch für den Hinweis auf Weltenbau-Wissen.de! Vor 1,5 Jahren bin ich dem Thema Faszination fiktiver Welten und auch der Rolle von systematischem Weltenbau in einer ausführlichen Reihe auf den Grund gegangen. Der ein oder andere hier findet das bestimmt interessant: http://www.weltenbau-wissen.de/2014/11/was-ist-weltenbau-welten-und-geschichten/

    Viele Grüße
    Michael

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  8. Hat dies auf Tintenspuren rebloggt und kommentierte:
    “Nur die Phantasielosen flüchten sich in die Realität.”
    ― Arno Schmidt, deutscher Schriftsteller

    Fantastische Geschichten sind wie Kurzurlaub für meine Seele, Entdeckungsreisen vom Sofa aus. Ich erlebe Abenteuer, sehe scheinbar Unmögliches gelingen und werde mit völlig neuen Gegebenheiten konfrontiert, die mein Denken bereichern.

    Wie und warum funktioniert das? Eine schöne Zusammenfassung dazu hat Dunkelfeder geschrieben.

    Gefällt 1 Person

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