Aktuelles

Es ist viel los …

Hallo ihr Schreibwütigen und Lesebegeisterten,

wie ihr sicherlich gemerkt habt, folge ich dem von mir ausgearbeiteten Redaktionsplan nur sporadisch. Der Sonntagsbeitrag erscheint nur noch 14tägig, obwohl ich wöchentlich etwas für euch verfassen wollte. Das ist für mich selbst sehr frustrierend, aber mein straffer Zeitplan lässt mir derzeit nicht viele Optionen. Damit ihr zumindest informiert seid, was in der nächsten Zeit so alles bei mir ansteht, hier ein kurzes Update.


Frankfurter Buchmesse 2016

Ich bin eine Spätplanerin, was mich nicht davon abhält, Dinge durchzuziehen, wenn ich sie mir erst einmal in den Kopf gesetzt habe. So ist es auch mit der Frankfurter Buchmesse. Am Samstag den 22. Oktober tummle ich mich dort mit meiner Autorenkollegin Stella Delaney. Ich freue mich schon wahnsinnig darauf, denn wir werden eindeutig unseren Spaß haben, wenn wir die Stände unsicher machen. Vermutlich werde ich auch bei dem ein oder anderen Verlagsstand vorbeischauen und die ein paar Visitenkarten loswerden, man weiß ja nie. Vielleicht sehen wir uns ja auf der Messe?

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Ich habe zum ersten Mal eine Visitenkarte. Den Auftrag für den Druck gebe ich heute Abend raus. Drückt mir die Daumen, dass sie pünktlich zur Messe ankommen. Stichwort: Spätplanerin.

Teilweise Tödlich

Heimlich still und leise bin ich im September zur Verlagsautorin geworden und habe meinen ersten Autorenvertrag unterschrieben. Kein Witz, ist wirklich passiert. Okay, na gut, ihr denkt jetzt sicher, ich habe ein Manuskript untergebracht. Nein, so weit bin ich noch nicht. Es handelt sich bei der Veröffentlichung um eine Kurzgeschichtensammlung mit Krimis. Das Buch ist am 18. September unter dem Titel „Teilweise Tödlich“ erschienen. Darin enthalten ist meine Kurzgeschichte „Rosenblut“.

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Ich lege euch aus dem Buch die Kurzgeschichte „Karma“ ans Herz. Sie ist mein Favorit.

BuchBerlin

Ansonsten steht im November die Buchberlin an, dort werde ich meine Bücher an den Mann und die Frau bringen. An meiner Seite ist die Romantasy Autorin Sabine Schulter. Unsere Bücher bilden also einen guten Kontrast. Unsere Standnummer ist die 127, das ist leider etwas am Rand, aber dennoch nicht am äußersten Ende. Einen genauen Standplan veröffentliche ich hier auf dem Blog zu gegebener Zeit. Da das meine allererste Messe als Ausstellerin ist, bin ich wirklich gespannt, wie alles abläuft und ob wir uns dabei gut anstellen. Inzwischen haben wir schon das Design für ein Rollup, das neben dem Stand platziert wird und bereiten Leseprobenheftchen sowie einige Goodies vor.

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So in etwa wird unser Roll-Up aussehen.

NaNoWriMo

Und dann ist ja auch schon bald der NaNoWriMo, der am 01. November startet. Ihr wisst schon, 50.000 Wörter in einem Monat schreiben, ohne wenn und aber. Ich werde dieses Jahr wieder mit dabei sein, allerdings mit zwei Projekten. Warum? Da ich für mich entschieden habe, nicht auf Teufel komm raus an einer Geschichte zu arbeiten. Das führte nämlich dazu, dass ich die letzten Kapitel meines Projekts vom letzten Jahr vollständig neu schreiben musste, denn sie waren einfach grausig. Nicht gerade effizient, würde ich sagen. Ich verteile also die Wortanzahl auf zwei unabhängige Geschichten. Dazu dann auch demnächst mehr hier auf dem Blog. Nimmt jemand von euch teil?

In dem Sinne wünsche ich euch ein gutes Wochenende. Wir hören voneinander.

+Mika+

 

Schreibarbeit, Silver Coin 203

Figuren: Rina Morita

Rina Morita ist eine der Erzählfiguren aus der dystopischen Reihe Silver Coin 203, deren erster Teil „Totenläufer“ im Herbst 2016 erschienen ist. Sie ist eine Frau, die verfolgt wird, alle Menschen, die sie liebte, verloren hat und nie weiß, ob sie den nächsten Tag überstehen wird.


Rinas Überlebensformel

Damit ich mich auf die Figuren in meinen Projekten richtig einlassen kann, mache ich mir in einem allerersten Schritt Gedanken über ihren Grundkonflikt. Daraus entwickle ich dann ein Motto, welches sich in einem Satz zusammenfassen lässt. Rinas Motto ist eines, das durch ihre Angst geprägt ist: Flucht ist der einzige Weg, um am Leben zu bleiben. Was bedeutet das im Detail? In der Welt von Red-Mon-Stadt zählt Rina zu einer unerwünschten Minderheit (Lorca). Ihnen wird unterstellt, sie hätten eine Krankheit, die wie die Pest zum Tod führt. Tatsächlich ist dies eine Lüge der Stadtverwaltung, die einen Feind schafft, um die Bevölkerung zu einen. Das funktioniert gut, denn die ganze Stadt ist gegen Lorca. Alle Lorca haben eine sehr helle Haut und eine ungewöhnliche Augenfarbe, dadurch lassen sie sich leicht erkennen. Im Jahr 2070 beginnt die Stadtverwaltung damit, die Population der Lorca auszudünnen und Rina verliert nach und nach jeden, der ihr wichtig gewesen ist. Überleben kann sie nur, weil sie sofort flüchtet, sobald Gefahr in Verzug ist. Deshalb lässt sie sich nicht auf andere Menschen ein und baut eine Distanz zu dem auf, was um sie geschieht.

Rinas Rolle in Silver Coin 203

Rina ist die Figur zwischen den Stühlen. Sie ist auf niemandes Seite und möchte im Grunde nur eins: Dass niemand mehr sterben muss. Im Gegensatz zu Neel Talwar, dem loyalen Soldaten und der Rebellenfigur Tom Lichterfeld folgt sie keinen bestimmten moralischen Prinzipien. Sie ist sprunghaft in ihren Entscheidungen und teils hoch emotional.  Vielfach kann sie ihre Entscheidungen selbst nicht erklären, sondern handelt aus einem Impuls heraus. Rina ist eine authentische Erzählfigur, die die Leserschaft nicht in die Irre führt, sondern ehrlich mit sich und ihren Emotionen ist.


Die Herausforderung, Rina zu schreiben

Rina ist häufig neben der Spur, weil sie sich in Erinnerungen verliert, die flashbackartig auftauchen und nicht mehr sind, als unsortierte Fragmente. Sie ist sehr sparsam mit Worten und hat einen melancholischen Redestil. Noch dazu ist sie niemand mit Einfluss, hat kein Netzwerk, ist im Grunde völlig allein. Sie ist nicht der Polizist, der logisch sein Vorgehen plant und Strategien austüftelt, denn das passt nicht zu ihrem Charakter. Ihr Vorteil besteht in ihrer Andersartigkeit, ihrem Lorcatum, denn durch diese wird sie von den Rebellen besonders zuvorkommend behandelt und kann sich so einige Fehltritte erlauben, die sonst niemand toleriert hätte.

Einige weitere Details über Rina

  • Wenn Rina nervös wird, juckt sie die Haut am Unterarm und sie fängt unterbewusst an, die Stelle aufzukratzen.
  • Rina macht sich nicht viel aus Schönheit. Was für sie zählt, sind innere Werte. Ganz besonders dann, wenn das Gegenüber Eigenschaften hat, die sie selbst nicht mitbringt.
  • Rina lebte ein Jahr lang mit einer Gruppe von Lorca in einer kleinen Wohnung zusammen. Dort wurde sie von einem alten Mann namens Viktor versteckt. Zu ihm hat sie eine Verbindung aufgebaut und noch heute hört sie manchmal seine Worte, die sie motivieren oder antreiben. Vieles, was sie über Red-Mon-Stadt weiß, hat ihr Viktor erzählt.

Wieso wollte ich über eine Frau wie Rina schreiben?

Ich muss gestehen, dass die allerersten Kapitel meines Projekts aus Neel Talwars Sicht entstanden sind und ich mir dann dachte, dass es so nicht funktioniert. Mir wurde bewusst, dass seine Geschichte nur dann interessant wird, wenn seine Motive im Dunkeln bleiben. Eine zweite Person musste her, die diese Motive herausfinden sollte. Das ist Rina. Und ich möchte an dieser Stelle sagen, dass ich sie für stärker halte als Neel Talwar. Warum? Weil sie sich selbst treu geblieben ist.


rina
Das sollte sich Rina wirklich zu Herzen nehmen: „Angst hat zwei Bedeutungen: Vergiss alles und lauf oder Stelle dich allem und wachse. Es ist deine Entscheidung.“

Beitragsbild aus Flickr.com von Elektrollart


Beitragsbild aus Flickr.com von Sean MacEntee

Quelle Zitat: The Chive

 

Aktuelles, Silver Coin 203

Silbermünze und Totenläufer

Guten Abend ihr Fans düsterer Literatur,

es ist an der Zeit, den Vorhang zu heben und euch den endgültigen Titel meines Buches zu präsentieren. Wie einige von euch schon wissen, handelt es sich um einen Mehrteiler handelt, weshalb ich einen Reihentitel und Untertitel auswählen musste. Und nun, Trommelwirbel, das Ergebnis, aus dem Arbeitstitel Hurt No One wird ab jetzt:

schriftsilvercoin
Die Zahl im Reihentitel wird two-oh-three gesprochen.

Ihr fragt euch sicher, wieso ich einen so kryptischen Namen gewählt habe. Noch dazu diese Kombination aus Englisch-Deutsch, die so gar keinen Sinn zu ergeben scheint. Ja, ich habe lange überlegt, ob oder ob nicht. Da ging es um Fragen wie: Gibt es den Titel schon? Was passt zum Genre Dystopie? Was genau ist das verbindende Element in allen Büchern? Am Ende war die Antwort ganz einfach, ich wollte etwas Ungewöhnliches, was sich konkret auf den Inhalt des Buches bezieht.

„Totenläufer“ ist dabei eine Wortneuschöpfung. Es ist der Name einer Medienfigur, die in der fiktiven Stadt meines Projekts hochgejubelt wird. Diese Person geht, im wahrsten Sinne des Wortes, über Leichen, um eine Scheinsicherheit zu propagieren. Die eigentliche Frage ist allerdings: Ist diese Person ein Held, ein Monster oder doch ein einsamer Wolf auf Streifzug, der erlegt werden muss?

Die Silbermünze und die Zahl 203 sind Elemente, die in allen Bänden auftauchen und euch einen Hinweis darauf geben sollen, wie sich die Geschichte nach Band eins entwickeln könnte. Es ist für mich ein Symbol von Zweiseitigkeit (Kopf-Emotion oder Zahl-Logik), und einer 50/50 Chance bei Entscheidungen. Wählt man die falsche Seite oder die richtige? Und hat man eigentlich wirklich die Wahl oder ist auch ein scheinbar gerechter Münzwurf nur manipuliert? Woher die 203 kommt, da halte ich mich erst einmal bedeckt. In dem Sinne, hoffe ich, ihr könnt euch mit dem neuen Titel anfreunden und unterstützt mich auf meinem Weg zum fertigen Buch!

Bis dahin!

+Mika+


Aktuelles, Silver Coin 203

Über Cover, Leseproben und einen Roman

Hey ihr da draußen, die ihr wie ich gerade vor irgendeinem Bildschirm sitzt,

ihr wisst vielleicht noch, dass ich mich entschieden habe, ab sofort auch ein paar kürzere Beiträge auf meinem Blog zu veröffentlichen. In diesen geht es vor allem um Dinge, die mich aktuell bewegen, Neuigkeiten oder interessante Facts aus dem World Wide Web. Heute starte ich einfach mal damit und es gibt vielmehr zu berichten als die 300 Wörter, die ich mir als Grenze gesetzt habe.

Zuerst einmal möchte ich euch mitteilen, dass mein NaNo Projekt aus dem letzten Jahr nun ein beinahe fertiges Cover, einen Titel mit Untertitel, eine eigene Youtube Playlist und eine Pinterest Pinnwand (leider mit noch wenigen Inhalten) hat. Die drei ersten Sachen sind für ein Buch selbstverständlich, aber bei den letzten Punkten denkt ihr euch womöglich: Was, wer braucht denn sowas? Eine berechtigte Frage und ja, im Grunde „braucht“ das auch niemand. Allerdings, möchte ich, dass ihr euch die Welt, die ich da in meinem Büchlein erschaffe besser vorstellen könnt. Bücher sind zuerst einmal „nur“ Texte, aber sie erschaffen auch Bilder und heute haben wir so viele Möglichkeiten zu zeigen, welche Bilder mir im Kopf herumgegeistert sind, als ich den Text schrieb. Sicherlich stimmt da nicht alles mit dem überein, was ihr euch vorstellt. Kann ja auch gar nicht so sein, aber es lässt sich ja womöglich erahnen, welche Stimmung ich schaffen wollte. Ihr seid dann diejenigen, die entscheidet, ob ich das gut hinbekommen habe oder nicht.

Mein Highlight ist diese Woche aber wirklich das Cover. Der erste Entwurf ist ja bereits vor Monaten entstanden und gestern saß ich mit einem Freund aus der Unizeit zusammen und wir haben wirklich Kraft und Zeit und Schweiß investiert, damit es so wird, wie es jetzt ist. Ich weiß, ihr wollt es jetzt natürlich sehen, aber … ich muss gemein sein und mache einen fiesen Cliffhanger. Zu sehen bekommt ihr es erst Ende September, wenn die Veröffentlichung bevorsteht. Damit ihr nicht total mit leeren Händen ausgeht, gibt es dennoch einen winzigen Ausschnit mit einer kleinen Leseprobe aus einem der letzten Kapitel (noch nicht in der endgültigen Fassung). Hoffe, das ist zumindest eine kleine Entschädigung.

Lesprobe2

Bis dahin

+Mika+


Beitragsbild: Simon Turkas von Flickr.

Aktuelles, Gedanken-Mix

Sommerpause ist beendet!

Liebe Leser und Interessierte,

vor etwa einem Monat habe ich hier meine Sommerpause bekanntgegeben. Ich wollte mich ganz auf mein Romanprojekt und einige andere Dinge konzentrieren, was auch wunderbar funktioniert hat. Inzwischen sind beinahe alle Kapitel überarbeitet, ich habe das erste Feedback bekommen und kann euch nun wieder mit Neuigkeiten versorgen. Los geht es demnächst mit einem Thema, über das ich mir seit einigen Monaten Gedanken mache: einen Redaktionsplan für mein Blog. Ich muss an dieser Stelle einräumen, dass ich Dinge gern totplane. Für das Blog gilt das jedoch nicht. Hier habe ich immer aus dem Bauch heraus entschieden, was für einen Artikel ich veröffentlichen möchte. Der Nachteil liegt auf der Hand. Manchmal gingen mir einfach die Themen aus und ich geriet in Verzug mit meinen Beiträgen. In der Hoffnung, das in Zukunft besser in den Griff zu bekommen, werde ich also einen vernünftigen Redaktionsplan erstellen und über den Entwicklungsprozess einen Blogbeitrag schreiben. Vielleicht wir der ein oder andere ja davon inspiriert.

Um euch noch kurz mit auf den Weg zu geben, was im letzten Monat passiert ist, hier ein kurzes Statusupdate:

Punkt 1) Hurt No One wird allerspätestens Anfang November auf allen Onlineshops erhältlich sein. Inzwischen bin ich ganz nervös, da die Veröffentlichung schon bald ansteht.

Punkt 2) Ich bin nun stolze Besitzerin von Papyrus Autor und werde meine letzte Überarbeitung damit durchgehen.

Punkt 3) Der vorläufige Coverentwurf von Hurt No One steht, obwohl die Ausarbeitung mich noch einige Kraft kosten wird.

Punkt 4) Ich habe unzählige Projektideen und keine Zeit, sie alle aufzuschreiben. Mag mir jemand eine abnehmen? 😛

Punkt 5) Ich habe am Camp NaNo teilgenommen, war aber weniger produktiv als meine drei KollegInnen, mit denen ich mir eine Cabin teilte. Wer jetzt gerade nicht weiß, worum es geht, schaut einfach auf Stella Delaney Blog nach. Sie hat das ganz wundervoll erklärt. 🙂

Ich hoffe, euch ist es im letzten Monat gut ergangen. Haltet die Ohren steif und genießt den Sommer.

+Mika+