1: Aktuelles, 2: Gedanken-Mix

Blogvorstellung: Buchstabenträumerei

Ich weiß, der Blogbeitrag zur Buchberlin steht noch aus und ich verspreche, am Sonntag werdet ihr meine Erlebnisse in einem kurzen Beitrag zusammengefasst hier finden. Heute möchte ich euch jedoch jemanden vorstellen. Es geht um Anna, eine Leserin, eine Träumerin und eine liebevolle Mutter, auf die mich eine Freundin aufmerksam gemacht hat. Anna schreibt fleißig an einem Literaturblog und hat vor zwei Wochen mein Büchlein „Totenläufer“ und mich auf ihrem Blog vorgestellt. Und weil ich finde, dass sie noch viel mehr Aufmerksamkeit verdient, habe ich den Spieß mal umgedreht und Anna ein paar Fragen gestellt. Ihr dürft gespannt sein.

annaWer bist du und worüber bloggst du überhaupt?
Ich bin eine waschechte Träumerin. Wird die Welt zu viel oder zu anstrengend, sind Bücher, Filme, Serien, Musik und Tagträume die ideale Medizin. Auch sonst ist ein Buch die beste Begleitung in jeder Lebenslage. In meinem Blog dreht sich daher alles rund um Bücher. Außerdem bin ich: Redakteurin, Optimistin und Mama.
Welches Buch hat dich zu einem Lesewurm gemacht und warum?
Ich erinnere mich noch sehr gut an meinen ersten Ausflug in die Schulbücherei. Ich war elf Jahre alt, neu in der Schule und wusste nicht so recht wohin mit mir. Also stöberte ich bei den Büchern und lieh mir „Alanna: Die schwarze Stadt“ von Tamora Pierce aus und legte damit den Grundstein für mein Dasein als Lesewurm. Diese Jugendbuchreihe hat mich enorm gefesselt, da sie von Magie, Liebe, Krieg und Freundschaft handelt, und gleichzeitig in eine fremde Welt entführt. Die Bände stehen bis heute in meinem Bücherregal.
Wenn du einem Autor sagen könntest, was er für dich schreiben soll, was wäre das?
Ein Buch über einen jungen Erwachsenen, der zu viel an sich selbst zweifelt, und das Leben aus lauter Angst zu versagen an sich vorbeiziehen lässt. Natürlich katapultiert ihn etwas aus dieser Misere, sei es ein anderer Mensch, oder eine Ausnahmesituation, oder auch etwas Magisches. Die Geschichte könnte sich in viele Richtungen entwickeln, von einer Liebesgeschichte bis hin zur Dystopie. Aber eine tiefgreifende, psychologische Charakterstudie würde ich mir wünschen. Und bitte kein kitschiges Happy End.
Gibt es ein Buch, das du gern nochmal ganz von vorn lesen würdest, weil es dich so gefesselt hat?
Ganz aktuell würde ich gerne „Splitterherz“ von Bettina Belitz nochmal von vorn lesen, da ich beim ersten Lesen Startschwierigkeiten hatte, es am Ende aber absolut faszinierend fand. Mit diesem veränderten Eindruck ist es sicherlich ein ganz anderes Erlebnis.
Wenn dich ein Autor anschreibt und um eine Rezension bittet, was sollten er oder sie beachten?
Grundsätzlich freue ich mich immer sehr über Anfragen. Es wäre aber schön, wenn der Autor sich vorab darüber informiert, was ich gerne lese. Thriller oder Krimis gehören zum Beispiel nicht dazu. Ganz wichtig ist außerdem, dass ich keinen Reader besitze und folglich auch keine eBooks lesen kann.
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Bücher lassen uns träumen.

Ihr seht, kein kitschiges Happy End, ein wenig Psychologie und anspruchsvolle Töne mit einem Hauch Magie, das sollten Autoren schreiben, um Anna glücklich zu machen. Noch dazu ist sie eine Leserin, die in den Papierseiten eines Taschenbuchs versinkt. Mit einem Ebook kann man sie also nicht ködern. Schaut doch einfach mal auf ihrem Blog vorbei und stöbert in den Rezensionen, die sie mit viel Sorgfalt und Mühe verfasst.

Ihr findet Anna auch hier:

Bildquellen:
Buchstabenträumerei
Pixabay
1: Aktuelles, 4: Red-Mon-Stadt

Über Cover, Leseproben und einen Roman

Hey ihr da draußen, die ihr wie ich gerade vor irgendeinem Bildschirm sitzt,

ihr wisst vielleicht noch, dass ich mich entschieden habe, ab sofort auch ein paar kürzere Beiträge auf meinem Blog zu veröffentlichen. In diesen geht es vor allem um Dinge, die mich aktuell bewegen, Neuigkeiten oder interessante Facts aus dem World Wide Web. Heute starte ich einfach mal damit und es gibt vielmehr zu berichten als die 300 Wörter, die ich mir als Grenze gesetzt habe.

Zuerst einmal möchte ich euch mitteilen, dass mein NaNo Projekt aus dem letzten Jahr nun ein beinahe fertiges Cover, einen Titel mit Untertitel, eine eigene Youtube Playlist und eine Pinterest Pinnwand (leider mit noch wenigen Inhalten) hat. Die drei ersten Sachen sind für ein Buch selbstverständlich, aber bei den letzten Punkten denkt ihr euch womöglich: Was, wer braucht denn sowas? Eine berechtigte Frage und ja, im Grunde „braucht“ das auch niemand. Allerdings, möchte ich, dass ihr euch die Welt, die ich da in meinem Büchlein erschaffe besser vorstellen könnt. Bücher sind zuerst einmal „nur“ Texte, aber sie erschaffen auch Bilder und heute haben wir so viele Möglichkeiten zu zeigen, welche Bilder mir im Kopf herumgegeistert sind, als ich den Text schrieb. Sicherlich stimmt da nicht alles mit dem überein, was ihr euch vorstellt. Kann ja auch gar nicht so sein, aber es lässt sich ja womöglich erahnen, welche Stimmung ich schaffen wollte. Ihr seid dann diejenigen, die entscheidet, ob ich das gut hinbekommen habe oder nicht.

Mein Highlight ist diese Woche aber wirklich das Cover. Der erste Entwurf ist ja bereits vor Monaten entstanden und gestern saß ich mit einem Freund aus der Unizeit zusammen und wir haben wirklich Kraft und Zeit und Schweiß investiert, damit es so wird, wie es jetzt ist. Ich weiß, ihr wollt es jetzt natürlich sehen, aber … ich muss gemein sein und mache einen fiesen Cliffhanger. Zu sehen bekommt ihr es erst Ende September, wenn die Veröffentlichung bevorsteht. Damit ihr nicht total mit leeren Händen ausgeht, gibt es dennoch einen winzigen Ausschnit mit einer kleinen Leseprobe aus einem der letzten Kapitel (noch nicht in der endgültigen Fassung). Hoffe, das ist zumindest eine kleine Entschädigung.

Lesprobe2

Bis dahin

+Mika+


Beitragsbild: Simon Turkas von Flickr.

2: Gedanken-Mix, 3: Schreibarbeit

Einen Redaktionsplan? Den brauche ich nicht, oder doch?

Viele von uns betreiben Blogs aus Spaß. Sie möchten ihre Gedanken zu bestimmten Themen mit anderen teilen, wollen diskutieren, sich austauschen. Es ist kein harter Job und es gibt keine Deadlines. Aber es ist unsere Leidenschaft und die wollen wir natürlich so gut wie möglich an die Frau oder den Mann bringen. Ein bisschen Struktur kann da nicht schaden. Warum also nicht einfach einen Redaktionsplan entwerfen?


Wozu ein Redaktionsplan?

Im letzten Monat habe ich an einem Gründerseminar teilgenommen und konnte dort mit einem Blogger ins Gespräch kommen. Er erwähnte mehrfach, dass es ihm geholfen habe, einen „Redaktionsplan“ zu entwerfen und ich dachte bei mir: „Na, was bei ihm klappt, das könnte ja auch bei mir fruchten“. Aus dem Grund habe ich mich hingesetzt und mir darüber mal Gedanken gemacht. Wie jeder, der klein anfängt, startete ich mit der simplen Frage: „Was ist ein Redaktionsplan?“ und kam nach der Lektüre einiger Artikel zu folgendem Schluss: Es ist nicht mehr als ein Terminplan zur Veröffentlichung von Beiträgen.* Logisch, oder? Ist für euch mit Sicherheit keine Überraschung. Natürlich ist damit noch nicht geklärt, was so einen Plan ausmacht und wie man ihn denn nun eigentlich erstellt. Dazu später gleich mehr. Bleiben wir erstmal bei einem Fakt: Es macht Arbeit, so einen Plan zu erstellen. Wieso sollten wir die Zeit investieren, die wir genauso gut in den nächsten Beitrag stecken könnten oder in Recherche oder Themenfindung oder … Es gibt so endlos viele „oder“.

Der Grund ist tatsächlich das Leseerlebnis, und damit meine ich nicht das Gefühl beim Lesen, sondern das Drumherum. Für Leser ist es schwierig, wenn die Themen eines Blogs ständig wechseln. Frei nach dem Motto: Heute ein Beitrag über Pflanzen, morgen einer über Autos und übermorgen einer über Filme. Und das alles am besten noch unregelmäßig, dann, wann es gerade passt. Das macht niemand lange mit, denn Zeit ist kostbar und wir möchten lesen, was uns interessiert, genau dann, wann wir es erwarten und mit hoher Qualität. Oder täusche ich mich da? Da ein guter Redaktionsplan neben einem Datum auch die zu veröffentlichenden Themen enthält, vermeidet man ein sprunghaftes Verhalten beim Veröffentlichen und konzentriert sich auf das Wesentliche. Außerdem wird eine gewisse Regelmäßigkeit gewährleistet. Unser Blog bekommt also Struktur und ist nicht nur eine wackeliges Gerüst auf dem keiner gerne steht.


Bevor wir loslegen …

… gibt es einige Dinge, die wir klären sollten. Punkt 1) Realistisch einschätzen, wie viele Beiträge pro Woche oder Monat wir überhaupt schreiben können. Meist starten wir ja alle enthusiastisch und hochmotiviert mit unserem Projekt. Ich dachte mir beispielsweise im August des letzten Jahres, dass ich locker zwei Blogbeiträge pro Woche verfassen kann. Alles kein Problem! Nur um dann nach kurzer Zeit feststellen zu müssen, dass das zu viel ist. Ich wurde demotiviert und wollte sogar kurzzeitig aufgeben, bis ich mich besonnen habe und einfach ein realistisch Ziel anstrebte. Inzwischen veröffentliche ich etwa einen Beitrag pro Woche und fühle mich damit ganz wohl. Ganz persönlich halte ich nichts davon, das Blog täglich mit Beiträgen zu füllen, nur um „Content“ zu haben und mehr „Traffic“ zu generieren. Lieber durchdacht einen Beitrag im Monat veröffentlichen als viele eher belanglose Texte. (Klingt hart, ich weiß)

Punkt 2) Wer von euch neu mit einem Blog beginnt, sollte sich vor dem Erstellen eines Redaktionsplans fragen, welche Themen er gern ansprechen möchte. Wird es ein Buchblog mit Rezensionen, eines über Essen, Kosmetik, Technik oder doch, wie meins, ein Autorenblog mit Infos zum Schreiben und Veröffentlichen. Am besten ist es, wenn man zu Beginn ein nicht allzu breit gefächertes Themenfeld wählt. Ich sehe euch schon auf meine Kategorien schielen … ja, das ist etwas, was ich versuche umzusetzen, aber … nicht ganz so gut klappt … Ähem.


Und was muss da nun rein?

Ich dachte ja, so ein Redaktionsplan, da braucht man eine spezielle Software , in die man sich lange einarbeiten muss. In Gedanken hieß diese Software bei mir: RedactionType. Tatsache ist jedoch, dass eine einfache Exceltabelle dafür völlig ausreicht. Hier nun die Dinge, die in der Tabelle enthalten sein sollten.

  1. Termine zur Veröffentlichung: Je nachdem wie viele Beiträge ihr pro Woche veröffentlichen wollt, schreibt ihr das entsprechende Datum in die erste Spalte. Das ist eure Deadline, dann erscheint der Beitrag bei euch auf dem Blog.
  2. Termin zur Fertigstellung: Ihr fahrt sicher mal in den Urlaub und müsst den Beitrag daher vor Veröffentlichung fertig haben. Damit ihr nicht in Verzug geratet, könnt ihr dafür eine eigene Spalte anlegen. Ich habe da bereits eine Routine entwickelt und starte meist drei Tage vor dem Sonntag mit dem Schreiben. Das klappt ganz gut. Und im Urlaub mache ich einfach Pause. Sollte ja auch drin sein.
  3. Thema des Beitrags: Hier gehört dann euer Thema hin. Gut ist es, wenn ihr euch eine zweite Mappe erstellt und dort eine Themensammlung macht, damit ihr Lücken füllen könnt, die jetzt noch bestehen. Wenn ihr außerdem saisonale Events plant, könnt ihr die bei der Themenwahl mit berücksichtigen. Der Dezember wird ja gern für alles mögliche benutzt.
  4. Arbeitstitel: Ist der vorläufige Titel des Beitrags.
  5. Länge: In den Artikeln zum Thema Redaktionsplan wird dieser Punkt nie erwähnt. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass es ein ungeschriebenes Gesetz bei Beiträgen gibt (700 bis 1200 Wörter pro Beitrag), aber für mich ist das nicht unerheblich. Ein gut recherchierter Beitrag mit vielen Wörtern braucht einfach sehr viel Zeit. Ich mache daher ab jetzt einen Wechsel zwischen langen und kürzen Beiträgen. Ab und an gibt es dann noch Neuigkeiten, die in Zukunft am Donnerstag erscheinen.
  6. Keywords: Über welche Schlüsselwörter soll euer Beitrag im World Wide Web gefunden werden? Das gehört hier rein. Ein Thema, das sehr vielfältig ist und das ich hier nur kurz am Rand anschneiden kann.
  7. Plattformen: Wenn ihr plant euren Beitrag nicht nur auf WordPress zu teilen, sondern ihn auch in Foren, Facebook, Google+ oder anderweitig der Welt zu zeigen, habt ihr hier die Stelle, wo ihr das festhalten könnt.
BeitragRedaktionsplan2
Ihr seht bei mir gibt es noch den Punkt Länge und Zeitaufwand. Dadurch kann ich besser planen, wann ich mit dem Schreiben starten muss.

 


Ein paar Gedanken zum Schluss

Ich habe für die Erstellung meines Redaktionsplans etwa zwei Stunden gebraucht. Das war weniger als erwartet. Inbegriffen ist die Einrichtung einer Erinnerungsfunktion auf meinem Smartphone, die mich nun sanft jeden Sonntag weckt, um mir zu sagen: Du hast da ja noch …  Die Planung reicht bist August 2017. Ich habe natürlich noch nicht jeden Tag mit einem Thema besetzt, aber ich weiß, was in den nächsten Wochen passiert und ich freue mich, die geplanten Beiträge umzusetzen. Mal sehen, ob ich ab jetzt nicht mehr einen Tag vor Knack in Panik verfalle, weil ich noch immer kein Thema gefunden habe. Es bleibt also spannend.

Bei der ganzen Planerei sollten wir aber eins nicht vergessen: wir sollten flexibel bleiben. Blogs sind ja gerade deshalb interessant, weil sie sehr aktuell sind und sich immer mit dem beschäftigen, was gerade so im eigenen Themenfeld passiert. Wer also zu fest auf seinem Gerüst steht, wird vielleicht langweilig?

Ich wünsche euch was und vielen Dank, dass ihr bis hierher gelesen habt.

+Mika+


Beitragsbild:

Izabela Wasilewska bei flickr.com.

*Es gibt tatsächlich keinen deutschen Wikipediaeintrag zu dem Wort: Redaktionsplan. Wieso?

Quellen:

Iamdigital

blog.hubspot

affenblog

onlinemarketing-praxis.de