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Buch Berlin 2018

Bald ist es wieder soweit. Die Buch Berlin öffnet ihre Tore und lädt zum alljährlichen Bücherschmökern in der Hauptstadt ein. Dieses Jahr steht ein Jubiläum an, denn die Messe für unabhängige Autoren und Kleinverlage feiert ihr Fünfjähriges. Inzwischen kann ich stolz sagen, dass ich an drei von fünf Jahren mit dabei war. Jedes Jahr wird die Messe größer und jedes Jahr lerne ich mehr Leute kennen. Es ist Wahnsinn, was alles passiert und wie ich mich selbst verändert habe. Vor drei Jahren saß ich noch zweifelnd am Schreibtisch und wusste nicht, wie ich so eine Messe planen soll, heute weiß ich, irgendwie klappt das schon.

In diesem Jahr findet ihr mich und meine beste Freundin Stella am Stand. Nr. 128. Wieder mitten  im Phantastikbereich direkt neben dem Nornennetz und der Märchenspinnerei. Zwei Reihen hinter uns warten dann auch schon meine Kollegen von Qindie.

Was gibt es Neues in 2018?

  • Ich habe für euch ein Heft von 40 Seiten vorbereitet. Farbig gedruckt mit aufwändigem Innenlayout. Es erscheint nur in einer kleinen Auflage und kann weder online noch im Buchhandel erworben werden. Es ist eine Messeedition und deshalb nur dort erhältlich. „Dystopische Kurzgeschichten“ heißt das Werk und enthält drei Episoden aus Red-Mon-Stadt,  der künstlich erschaffenen Sicherheitsinsel mitten im Meer. Es sind dunkle Geschichten mit gesellschaftskritischen Tönen, die zum Nachdenken anregen.

DysKurzgeschichten_VorstellungBuchberlin

  • Außerdem habe ich die neue Bloody Qindie Sammlung im Gepäck. „Zimmerservice“ heißt das Buch in diesem Jahr. Darin findet ihr 13 Geschichten von Qindie Autorinnen mit gruseligem und düsterem Anklang. Von mir ist dort die Geschichte „Die Welt in der Welt“ veröffentlicht. Warum auf dem Werbeheader für die Geschichte eine schwarze Katze zu sehen ist, das findet ihr beim Lesen heraus.

Die Welt in der Welt Ankündigung.jpg

  • Stella wird euch ihr neues Buch vorstellen „Das Leuchten am Rande des Abgrunds“. Ich kann euch nur sagen, sie wird eure Erwartungen nicht enttäuschen. Es wird dunkel, melancholisch, nachdenklich, aber vor allem wunderschön und überraschend anders. Deshalb musste ich uns neue Roll-Ups entwerfen. Jeder von uns hat nun sein eigenes mit seinen zwei Veröffentlichungen darauf.

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  • Das Nornennetz veranstaltet in diesem Jahr eine Fantastik Rallye und Stand Nr. 128 ist mit dabei. Erkennbar ist das an einer goldenen Feder am Tisch. Was ist zu tun? Ihr als Besucher müsst zu den teilnehmenden Ständen pendeln und einen Buchstaben auf dem Rücken eines Buches ausfindig machen. Wer alle Buchstaben findet, erhält ein Lösungswort und kann etwas gewinnen. Die Hefte zum Teilnehmen gibt es an jedem Stand, der mitmacht.

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Ich freue mich auf euch! ❤

+Mika+

1: News, 2: Dies und das

Neuveröffentlichung: Zwischen Euphorie und Panik

Ein Jahr habe ich gekämpft, Freudentränen geweint, verzweifelte Wutanfälle erlebt und jedes Wort tausendmal umgedreht. Ich habe gezweifelt, mich selbst gestresst und so manches Mal beinahe alles abgebrochen. Vor allem, weil ich mich gefragt habe, ob euch das, was ich da in Word eintippe, überhaupt interessiert. Die Geschichte eines Soldaten, der gezwungen ist, unaussprechliche Dinge zu tun und die Geschichte einer Frau, die ihm nicht vergeben will, aber es dennoch tut. Ist das überhaupt etwas, was jemand gern lesen möchte, oder doch nur der nächste billige Abklatsch von Tribute von Panem? Nun werden sich diese Frage beantworten, denn seit ein paar Tagen ist mein Buch Totenläufer als Ebook erschienen. Derzeit pendle ich zwischen einem Gefühl von Euphorie, Nervosität und … auch ein wenig Panik. Denn all die Wochen, die ich mich mit diesem Projekt beschäftigt habe, waren nicht allein für mich. Nein. Ein Buch lebt erst, wenn jemand es in die Hand nimmt und darin liest. Erst dann werden die toten Zeilen zu etwas Fantasievollem, Furchtbaren oder auch Bewegenden. Davor ist es nur Papier oder eine Datei mit dem Namen Totenläufer.epub. Nur ein Objekt ohne Seele. Die Fantasie darin entfaltet sich erst, wenn ihr es lest. Da gibt es keinen Zweifel.

Wer mich kennt weiß, dass ich es im Grunde verabscheue, Werbung für mich selbst oder meine Bücher zu machen. Es kommt mir aufdringlich vor, sich hinzustellen und mit stolz geschwelter Brust zu verkünden, wie toll das eigene Machwerk eigentlich ist. Vor allem, weil der innere Kritiker in mir meist laut schreit: „Das geht noch viel, viel, viel besser! Du bist noch lange nicht gut genug!“ Euch wird in den letzten Wochen vermutlich aufgefallen sein, dass ich dennoch immer mehr angefangen habe, über meine Projekte zu sprechen. Online und im realen Leben. Um ehrlich zu sein, ist das nicht immer leicht, denn in meinem Herzen bin ich ein unsicherer Mensch. Und neben all der Freude, die ich empfinde, wenn einer von euch hier einen Kommentar schreibt, mir eine persönliche Nachricht da lässt oder mich auf mein Schreiben anspricht, ist da auch immer ein unangenehmes Gefühl, das mich in die Seite sticht. Ich frage mich, ob ich euch allen vielleicht nicht gerecht werde. Ihr, die ihr gerade auf den Bildschirm schaut und euch extra für mich Zeit nehmt. Das ist nicht selbstverständlich in einer Zeit, in der der Sekundenzeiger irgendwie doppelt so schnell an uns vorbeizurasen scheint. Das ist es wahrlich nicht!

Im Jahr 2014 habe ich mein erstes Buch veröffentlicht. Im stillen Kämmerlein, beinahe unbemerkt, weil ich mich tatsächlich etwas dafür geschämt habe. Nicht, weil ich das Buch nicht mochte, darum ging es gar nicht. Sondern, weil ich dachte, es sei nicht richtig, mich mit derlei Träumereien zu beschäftigen, während andere von morgens bis spät abends in ihrem Job arbeiten und sich tag ein tag aus dafür aufopfern. Einige wenige Menschen wussten natürlich trotzdem davon, viele waren es jedoch nicht. Deshalb war ich sprachlos, als die ersten Rezensionen eintrudelten und wirklich gut ausfielen. Das kam mir wie ein Wunder vor. Nun sind zwei Jahre vergangen und ich bin mutiger geworden. Auch, weil ich weiß, dass ich inzwischen viel Unterstützung habe. Freunde, die an mich glauben, Menschen, die meine Geschichten mögen, Blogger, die ab und an hier vorbeischauen. Für mich ist das mehr wert als die Verkaufszahlen von Amazon oder der Rang meines ebooks auf einer Liste. Denn deshalb habe ich überhaupt angefangen zu schreiben. Ich wollte Geschichten erzählen, die andere interessieren und ihnen etwas mit auf den Weg geben. Wie auch immer dieses „Etwas“ aussieht.

Genau aus diesem Grund habe ich auch mein neues Buch Totenläufer geschrieben. Es ist ein gesellschaftskritischer Roman mit Actionszenen und einigen unvorhersehbaren Entwicklungen. Vier völlig unterschiedliche Personen leben in einer zukünftigen Welt und schaffen es mehr oder weniger gut, sich den Gegebenheiten dort anzupassen. Wer der Protagonist ist, ist nicht sofort klar, denn wie im richtigen Leben, erkennt man meist erst auf den zweiten Blick, was wirklich wichtig ist.
Ihr findet das Ebook derzeit auf Amazon und Neobooks. Thalia, ebook.de und alle anderen Händler werden es im Laufe der nächsten Woche gelistet haben. Vielleicht ist ja der ein oder andere unter euch, der mal ein Buch abseits vom Mainstream lesen und mir eine Chance geben möchte. Ich würde mich wahnsinnig freuen!

In dem Sinne wünsche ich euch allen ein grandioses Wochenende, in dem ihr ja vielleicht spannende, mysteriöse und unglaubliche Dinge erlebt. Bis dahin.

+Mika+

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