Aktuelles

News: Anthologie veröffentlicht!

pause
Ihr habt Pause und sucht kurze und leicht verdauliche Literatur, dann könnt ihr ab jetzt das ebook Kurze Geschichten für Zwischendurch lesen.

Es ist soweit! Nach vielem Hin und Her, etlichen Korrekturen und mühseliger Arbeit beim Erstellen des ebooks ist nun unsere Anthologie „Kurze Geschichten für Zwischendurch“ erschienen. 84 Autoren haben sich zusammengerauft und Kürzestgeschichten in einem Buch veröffentlicht. Jeder in seinem eigenen Stil, jeder mit seinen eigenen Vorlieben. Von Chick-Lit über Thriller und Co. bis hin zu Fantasy ist in diesem ebook alles vertreten. Und das Ganze gibt es auch noch völlig kostenlos in allen Online-Shops. Wer also Lektüre für eine kurze Fahrt mit der Bahn, die Zeit im Wartezimmer oder andere Gelegenheiten sucht, der kann in der Kurzgeschichtensammlung ein bisschen schmökern. Und wer weiß, vielleicht findet ihr sogar den ein oder anderen Autor von dem ihr gern etwas mehr wissen würdet.

Cover_KurzeGeschMeine Kurzgeschichte Kristallene Realität findet ihr am Ende des Buches. Es ist eine Geschichte über einen verrückten Künstler und seine ganz eigene Muse. Und übrigens … nur weil mein Name ganz am Ende steht heißt das nicht, dass die Geschichte schlechter ist als die anderen, es bedeutet nur: Ich habe länger gebraucht, um sie einzureichen. 😛

Viel Spaß beim Stöbern!

Alle Links zu den Shops gibt es hier:

Euch noch eine schöne Restwoche! + Mika +

PS: Ich weiß, Werbung stinkt, aber manchmal muss es eben sein.

Schreibarbeit

Das Unbeliebte: Kürzen von Texten II

In meinem letzten Post zum Thema Kürzen habe ich euch vorgestellt, warum man eigentlich kürzen muss und auf welchen Ebenen das passiert. Heute geht es mir um die Praxis. Wie kürze ich und was muss ich beachten?

I) Auf der Satzebene kürzen

Wie in einem Satz gekürzt werden muss, hängt vom eigenen Stil ab. Es ist kleinteilige Arbeit, die den Blick aufs Detail nötig macht. Das kann ermüdend und frustrierend sein, aber keine Sorge, wir alle müssen durch diesen Dschungel wandern, bewaffnet mit Tastatur oder Stift.

Was genau kann man im Satz streichen? Sylvia Englert findet in ihrem Buch „So lektorieren sie Ihre Texte. Verbessern durch Überarbeiten“ im Groben vier Elemente:

  1. Füllwörter. Wir kennen, lieben und hassen sie. Wem geht es nicht so, dass man ganz automatisch ein „doch“ zur Verstärkung einsetzt oder Floskeln schreibt wie: „Allerdings war er doch ein recht …“ Aber: Wörter wie „auch, ziemlich, in gewisser Weise, ja, recht“ etc. können meist einen Text verlassen, ohne ihm Schaden zuzufügen. (Siehe auch: schreiblabor.com)
  2. Nichtssagende Adjektive sind ein großes Übel. Auch hier gilt: Wenn ein Adjektiv im Text keine Funktion hat, dann ist es überflüssig. Dazu gebe ich gleich noch ein konkretes Beispiel.
  3. Wiederholungen sind auf der Satzebene eher selten, da wir einen guten Überblick über einen Satz haben. Trotzdem gibt es sie und sie müssen weg.
  4. Holprigkeiten und abgenutzte Ausdrücke sind wohl am schwierigsten zu finden. Englert gibt den Tipp, seinen Text einmal laut zu lesen, um die Stellen herauszufischen, die den Leser zum Stolpern bringen.

Kommen wir zur Praxis. Ich habe mir diesen wahllosen Satz ausgedacht:

Er war ein großer, schlanker Mann, dessen Blick sich immer wieder und meist für längere Zeit im farbenfrohen Himmelszelt verfing.

Denkt einen Moment darüber nach, was ihr hier streichen würdet. Würdet ihr überhaupt etwas streichen?

Wenn ihr keine Antwort auf die Frage habt, dann stellt euch vor, worum es in diesem Satz geht. Nämlich darum, dass eine charakteristische Eigenschaft „des Mannes“ beschrieben wird. Er ist jemand, der gern den Himmel beobachtet. Allerdings wird von diesem Kern abgelenkt indem, „der Mann“ mit Adjektiven beschrieben wird (groß, schlank), Füllwörter eingefügt werden (immer wieder, meist für längere Zeit) und das Himmelszelt beschrieben wird (farbenfroh). So viel Beschreibung kann dazu führen, dass der Leser vom eigentlichen Ziel des Satzes abgelenkt wird.

In einer extrem kurzen Form könnte der Satz wie folgt lauten:

Er war ein Mann, dessen Blick sich von Zeit zu Zeit im Himmelszelt verfing.*

Kurz und knackig würde ich sagen, oder?
Was die Adjektive betrifft, so erfüllen groß und schlank in diesem Satz alle Kriterien dafür „nichtssagend“ zu sein. Wieso? Auch ohne sie können wir uns die Szene vorstellen. Zudem sind sie so allgemein, dass sich der Leser nicht konkret vorstellen kann wie groß oder schlank der Mann ist. Besser wäre es, eine präzise und eindrückliche Beschreibung in den Text einzubauen, die den Mann unvergesslich macht. Ein Beispiel möchte ich euch aus „Die Bücherdiebin“ von Markus Zusak einmal vorstellen:

Jetzt da er einmal in der Woche ein Bad nahm, bemerkte Liesel, dass seine Haare gar kein Geäst waren, sondern mehr ein Nest aus Federn, die um seinen Kopf flogen.

Kein Adjektiv und trotzdem ist der Satz bildhaft und anschaulich.

Ich persönlich würde so gut es geht auf Adjektive wie gut, schlecht, schön, hässlich, dünn, dick etc. verzichten. Sie sind allgemein und vermitteln kein konkretes Bild. Vielleicht ist es meine persönliche Vorliebe, aber Wörter wie spindeldürr, rabenschwarz oder kristallklar haben eine größere Aussagekraft als Adjektive, die wir täglich überall verwenden.

Schauen wir mal, ob ihr  in den nächsten Sätzen etwas streichen würdet:

In den dunklen und tiefen Gräben der alten Burg war ein recht kleines Licht zu sehen. Es schwebte in der Luft wie ein winziges Glühwürmchen und bahnte sich seinen Weg durch die pechschwarze Nacht.*

Mein Vorschlag:

In den dunklen und (weg, da später klar wird wie dunkel es ist) tiefen Gräben der Burg war ein recht kleines (Füllsel und Umstand, der im nächsten Satz geklärt wird) Licht zu sehen. Es schwebte in der Luft wie ein winziges (Glühwürmchen sind nie groß, bleibt das Adjektiv ist es doppelt) Glühwürmchen und bahnte sich seinen Weg durch die pechschwarze Nacht.

Außerdem: Eindampfen von Informationen

Nach all diesen Erklärungen möchte ich euer Augenmerk darauf legen, dass Informationen außerdem so gut wie möglich eingedampft und präzise erklärt werden sollten.  Zuvor habe ich das kurz erwähnt. Was meine ich damit?

Gehen wir mal von einem eindeutigen Beispiel aus: Er fuhr ein kleines Auto mit einer runden Form. Ich kann mir als Leser durchaus vorstellen, wie das Auto aussehen könnte, aber ganz genau weiß ich es nicht. Eine Alternative wäre: Er fuhr einen VW Käfer. Man läuft zwar Gefahr, jemandem zu begegnen, der einen VW Käfer nicht kennt (ich weiß, sehr unwahrscheinlich), aber dadurch wird das Objekt greifbar und beim Leser ploppt sofort ein bestimmtes Bild auf.

Ich höre euch schon rufen: „Aber dadurch wird doch der Leser erst recht in seiner Kreativität eingeschränkt“, wage aber zu widersprechen. Nehmen wir an, der VW Käfer gehört einem 1,90m großen Mann, der sich täglich hineinzwängt. Und nehmen wir an, dieser Mann ärgert sich auch noch darüber. Stellt sich dann nicht zwangsläufig die Frage, wieso er sich das antut? Das ist meiner Ansicht nach die Kreativität, die wir dem Leser überlassen können und so etwas funktioniert besser, wenn wir klare Vergleichsobjekte liefern. Ein kleines, rundes Auto könnte alles und nichts sein.

Beim nächsten Mal zum Thema kürzen geht es dann um die Absatzebene und die Textebene.

Bis dahin

+Mika+

*Mir ist durchaus klar, dass das Bild „den Blick im Himmelszelt verfangen“ bei einigen Unbehagen auslöst, da sich ein Blick ja nicht irgendwo verfangen kann wie eine Fliege im Netz einer Spinne, aber es geht mir ja hier nicht um unglückliche sprachliche Bilder und deshalb lasse ich es mal stehen.

**Okay, ich geb’s zu, ich hab reichlich übertrieben, aber in einigen Werken sind mir durchaus ähnliche Formulierungen aufgefallen. Besonders wenn es um die Beschreibung von Orten oder auch Personen geht verläuft man sich gern im Adjektivdschungel.

Beitragsbild: Mika M. Krüger

Aktuelles

News: Veröffentlichungen


Gewöhnlich schreibe ich Romane. Allerdings hat das einige Nachteile, denn bei langen Texten kann es schon mal vorkommen, dass man die Lust am Schreiben verliert. Vielleicht, weil man zweifelt oder sich aber eine Schreibblockade anbahnt. Damit ich den Spaß am Schreiben nicht verliere, verfasse ich deshalb regelmäßig Kurzgeschichten. Ein paar habt ihr schon auf dieser Seite gelesen, andere werden demnächst in ebooks zu finden sein. Welche genau, seht ihr hier:

In der Anthologie Kurze Geschichten für Zwischendurch haben 84 Autoren Kürzestgeschichten verfasst, die sich wie ein Coffee2Go in jeder Bahn, im Wartezimmer oder andernorts zügig lesen lassen. Meine Mystery-Kurzgeschichte „Kristallene Realität“ wird dort zu finden sein. Die Veröffentlichung ist voraussichtlich im September oder Oktober.Cover_KurzeGesch

Außerdem erscheint kurz vor Halloween die Anthologie „Bloody Qindie“ der Autorengruppe Qindie. Dort findet ihr gruselige oder auch blutige Geschichten verschiedener Autoren. Meine Kurzgeschichte „Zähl bis zum Tod“, die einen Japanbezug hat und auf der Legende des Geists Okiku basiert, wird dort zu finden sein.

Prota?
Für die Geschichte „Zähl bis zum Tod“ habe ich einige Zeichnungen der Protagonistin angefertigt. Leider sieht die Frau auch auf diesem Bild nicht aus wie eine Japanerin.

Ob es dann noch eine weitere Veröffentlichung gibt, entscheidet die Jury der Kurzgeschichtenreihe „Buchperlen“. Dort habe ich den Mystery-Horror Beitrag „Herzlos“ eingereicht und warte gespannt, ob die Geschichte im Buch erscheinen wird oder nicht. Das vorläufige Cover habe ich erst kürzlich fertiggestellt und war etwas skeptisch. Eigentlich wollte ich nicht wieder Rot und Schwarz auf dem Bild haben. Ich hoffe, es gefällt euch trotzdem.

Herzlos_Cover2

Danke für euer Interesse! Bis dahin.

+ Mika +

Anmerkung: Das Titelbild von „Herzlos“ ist Mithilfe einer Fotografie von fjellstrom erstellt worden. Damit es zur Geschichte passt, wurde es verändert.

Gedanken-Mix, Schreibarbeit

Das Unbeliebte: Kürzen von Texten I

Es fällt schwer. Das Streichen von Textpassagen in den eigenen Geschichten. In einem Beitrag der Zeitschrift Textart von Andreas Gruber ging es um dieses Phänomen. Autoren, ich eingeschlossen, kämpfen um jedes Wort, das von der Tastatur über ein Kabel den Weg in ein Worddokument gefunden hat. Wieso ist das eigentlich so? Andreas Gruber hat eine simple Antwort:

„Die ersten mühsam getippten Passagen, die ersten vollendeten Kurzgeschichten sind wie Babys, die man geboren, wie Kinder, die man großgezogen hat. Verständlich, dass es schwerfällt, seine eigenen Wortkreationen zu vernichten.“

In meinem heutigen Post und einigen folgenden soll es um das unbeliebte Streichen von Textpassagen gehen. Ich zeige euch, wie, was und warum ich rigoros kürze. Und nein, da gibt es keine Kompromisse, was weg muss, muss weg. Schauen wir mal, ob ich euch davon überzeugen kann.


Kürzen für den Leser

Texte sind erst dann gut sind, wenn man nach dem Schreibprozess ordentlich kürzt. Das ist kein Geheimnis. Stephen King widmet einen Teil seines Buches „Das Leben und das Schreiben“ dem Kürzen von Texten. Dabei sagte ihm ein Mann mit dem er in einer lokalen Zeitung zusammenarbeitete: „Wenn du eine Geschichte schreibst, dann erzählst du sie dir selber. Wenn du sie überarbeitest, musst du hauptsächlich alles herausstreichen, was nicht zur Geschichte gehört.“ Und das ist der Kern des leidigen Kürzens.

Wenn wir mit dem Schreiben beginnen, wissen wir von unserer Geschichte oft nicht viel mehr als der Leser. Wir haben eine Idee, die sich gut anfühlt, und wollen irgendwie von A (Anfang) nach B (Ende) kommen. Dazu müssen wir uns die Welt vorstellen, die Menschen darin, einfach alles und wir beginnen wild drauflos zu schreiben und jedes Detail zu erklären. Das mache ich auch.

Kürzen ist notwendig, damit sich im Text auf das Wesentliche konzentriert werden kann, denn erst dadurch lasse ich dem Leser Raum für eigene Gedanken und Rückschlüsse. In Kriminalromanen wird das dadurch deutlich, dass der Leser oft eine Ahnung hat, wer der Täter ist, obwohl dies im Text nicht steht. Kurz: Texte schrumpfen für den Leser und nicht, weil Autoren so viel Spaß daran haben.


Was wird nun eigentlich gestrichen?

Eigentlich alles, aber so einfach mache ich es mir nicht. Um bei der Arbeit des Kürzens systematisch vorgehen zu können, stelle ich mir Ebenen vor. Meiner Erfahrung gibt es drei Ebenen innerhalb derer man streichen kann. Unter Ebene stelle ich mir dabei die Textabschnitt vor. Von der kleinsten Einheit, dem Satz, bis zur größten Einheit, dem gesamten Roman. An dieser Stelle möchte ich euch kurz vorstellen, was ich auf den einzelnen Ebenen streiche, im nächsten Post geht es dann mehr ins Detail.

I) Die Satzebene: Hier geht es im Besonderen um Kürzungen einzelner Wörter oder Satzteile.  Ein vernünftiger Satz ist kein Schachtelsatz, den man zehn Mal lesen muss, um ihn zu verstehen. Es gibt keine ellenlangen Attribute, sondern klare und bildhafte Aussagen. Manchmal muss auch eingedampft werden. Ein kleines Beispiel: „Er arbeitete wie viele halbtags in einem kleinen Büro und tippte dort Rechnungen“ ist sehr lang und kann auf ein kurzes „Er arbeitete in Teilzeit als Sekretär“ reduziert werden. Natürlich nur, wenn wir uns in einer Welt befinden, die das Konzept „Teilzeit“ kennt, bei Fantasy wird es unter Umständen schwerer.

II) Die Absatzebene:  Auch wenn es mühselig ist, sollte man selbst bei jedem Absatz und Satz überprüfen, ob dieser für den Gesamtkontext der Geschichte eine Notwendigkeit hat oder aber unnötig ist. Gibt es Absätze, die stetig nur beschreiben, aber kaum etwas an Inhalt vermitteln? Seitenlange Erklärungen von der Umgebung sind inzwischen nicht gern gesehen, da sie das Lesetempo abbremsen und wenig Freude bereiten. Gekürzt werden Wiederholungen, Aussagen, die Verwirrung stiften oder die Stimmung zerstören.

III) Der Gesamtkontext: Hier betrachtet man den gesamten Roman. Bringen die Figuren die Geschichte voran? Ist das Kapitel notwendig oder völlig überflüssig, weil es keine Information enthält, die dem Leser etwas Neues vermittelt? Das sind die grundlegenden Fragen, die man sich auf dieser Ebene stellen sollte. Diese Überlegungen stehen in engem Bezug zu dem Thema der „Struktur“.

Kurz, zentral ist immer die Frage danach, ob ein Satz, Absatz, Kapitel für den Roman tragend ist. Was das bedeutet möchte ich in einem Bild veranschaulichen. Wenn man sich die erste Rohfassung eines Romans als ein Gebäude vorstellt, dann hat dieses zu viele Wände. Das Haus gleicht einem Labyrinth, indem dringend Wände eingerissen werden müssen. Aber aufpassen: nur die freistehenden Wände können wirklich weg. Es ist eine kleinteilige Arbeit, die die Nerven raubt, aber sie hat durchaus ihren Sinn.


Im nächsten Post schaue ich mir näher an, wie ich mir das Kürzen auf der Satzebene vorstelle. Bleibt bis dahin wach und erholt. Man liest sich.

+Mika+

Beitragsbild: Mika M. Krüger

Aktuelles

Liebster-Blog Award

liebsterawardIch wurde nominiert! Nicht etwa für die Ice-Bucket challenge, ist ja schon out, sondern für den Liebsten-Blog Award. Wer diesen Award nicht kennt, keine Sorge, ich musste auch erstmal Dr. Google um eine schnelle und kompetente Diagnose bitten. Jetzt bin ich schlauer.

Der „Liebster-Blog Award“ ist ein Award für Blogs, die es gerade erst aus den Windeln geschafft haben und die ersten Schritte allein gehen können. Das heißt, sie brauchen noch viel Unterstützung, die sie durch den Award bekommen können. Bedingung ist: Der Blog hat noch unter 200 Followern.


Worum geht es?

Ganz einfach: wirst du nominiert, beantwortest du elf Fragen, die dir von demjenigen gestellt worden sind, der dich nominiert hat. Im Gegenzug nominierst auch du Blogger und denkst dir selbst elf Fragen aus, die beantwortet werden sollen. Ganz wichtig, die Personen verlinken, die dir diese außergewöhnliche Chance geboten hat und nicht vergessen: Die Personen informieren, die du nominierst. Am besten ihr hinterlasst auf deren Blogs einfach einen Kommentar.

Ich bedanke mich für diese wunderbare Gelegenheit bei sarahricchizzi! Schaut mal auf ihrem Blog vorbei. Es lohnt sich.


Und ich nominiere …

Den Japan-Blog einer sehr guten Freundin.

Den Autorenblog von T. S. Bordemé.

Den Rezensionsblog von Tania Folaji.

Den Blog meiner Autorenkollegin Simone Keil.

Meine elf Fragen für euch sind:

  1. Wie kommst du auf die Ideen für deine Blog-Posts?
  2. Wie viel Zeit investierst du gewöhnlich, um einen Post zu veröffentlichen?
  3. Versuchst du in deinen Posts für Leser zu schreiben oder eher für dich?
  4. Wenn du der Welt etwas zurufen könntest, was würde das sein?
  5. Wenn es einen Moment gibt, von dem du selbst sagst, er hat dein Leben verändert, welcher wäre das?
  6. Würdest du das Schreiben jemals aufgeben?
  7. Wenn dich jemand zwingen würde (ich ganz sicher nicht!) dich mit einem Tier zu vergleichen, was für ein Tier wärst du? Ein mysteriöser Rabe, eine anschmiegsame Katze oder …?
  8. Wenn du dir in diesem Augenblick etwas wünschen könntest, was wäre das?
  9. Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?
  10. Trinkst du lieber Kaffee oder Tee oder gar Coca Cola?
  11. Und als letztes: Mitten in der Nacht weckt dich ein unheimliches Grollen, das aus dem Keller kommt. Was tust du?

… was sarahricchizzi von mir wissen wollte …

Was hat dich dazu verleitet einen Blog zu eröffnen?

MtFujiMein erstes Blog habe ich vor fünf Jahren eröffnet, als ich zum ersten Mal zum Austausch in Japan war und dort über meine Erfahrungen berichtet habe. Das war ein Blog für meine Freunde und für meine Familie. Seitdem hat sich viel geändert. Heute will ich mich vor allem mit anderen über das Schreiben austauschen und in meinem Blog über das berichten, was mich bewegt. Ab und an verirre ich mich deshalb doch wieder nach Japan.

Wieso hast du dir diesen Blog Namen ausgesucht?

Weil dieses Blog auch meine Homepage ist und mein Autorenname Mika Krüger dadurch schneller gefunden wird. Es war also eine pragmatische Entscheidung. Vorher hatten meine Blogs eher komplizierte Namen wie „Mikas Tatami“ oder auch „Hintertüren“.

Der Header zu meinem Japan-Blog Mikas Tatami. Mehr schlecht als recht ...
Der Header zu meinem Japan-Blog Mikas Tatami. Mehr schlecht als recht …

Wer oder was inspiriert dich?

Alles, was mir begegnet. Menschen, die ich auf der Straße sehe, Gespräche, die ich irgendwo aufschnappe, Serien, Bücher, Filme, Romane, Bilder. Wenn ich richtig in Fahrt bin, finde ich selbst ein vertrocknetes Blatt auf einer Schiene inspirierend genug, um eine Kurzgeschichte zu schreiben.*

Was ist dein Traumwunsch für dein Leben?

Ich möchte etwas tun, auf das ich stolz sein kann und in dem ich einen Sinn sehe. Um das zu erreichen, möchte ich etwas machen, das Menschen berührt, ergreift, schockiert oder manchmal auch verärgert. Tag ein Tag aus in einem Beruf zu schuften, der mich nicht erfüllt, käme einer Folterung in einem beliebigen Splatter-Film gleich. Darum gehe ich lieber mit dem Kopf durch die Wand und sehe nach, was sich dahinter befindet.

Was ist dein Lieblingsbuch?

Es gibt viele Bücher, die großartig sind. Phillip Roth‘ „Der Menschliche Makel§ oder Antonia Michalis „Der Märchenerzähler“ oder auch Henning Mankels „Der Herr der Winde“, was mir jedoch spontan als erstes einfällt ist „Das letzte Gefecht“ von Stephen King. Als ich mit dreizehn diesen Roman zum ersten Mal gelesen habe, war ich so fasziniert, dass ich unbedingt auch etwas schreiben wollte. Vermutlich wäre mir das Buch inzwischen viel zu lang, aber es hat einen besonderen Platz in meinem Herzen.

Wo möchtest du in 50 Jahren sein?

Hoffentlich lebe ich da noch, dann wäre ich ja schon … Hören wir damit auf. Also, ich möchte gern auf einer idyllischen Insel am Meer sein, wo ich meine alten Beine ausstrecke und auf meinem Ultra-Slim-Book mit automatischer Sprachaufnahmefunktion eine Geschichte aufspreche, da das Tippen mit der Artrose in den Fingern zu anstrengend ist.

Was ist deine Lieblings-Kinderserie aus deiner Kindheit?

Planet der Dinosaurier. Ein Anime. Kennt vermutlich keiner, aber meine Güte habe ich die Figuren geliebt!

PlanetderDinosaurier2
So sah es aus. Schön oder? Andere mochten Pokemon, ich mochte dieses Anime. Hah ….

Was ist ein Zitat, das dich beeindruckt, fasziniert oder glücklich macht?

„Manchmal führen dich Antworten zu noch mehr Fragen.“

Wissen deine Familie, deine Bekannten oder Freunde, dass du ein Blog führst?

Sie wissen, dass ich schreibe und eine Homepage habe, ob sie wissen, dass ich derzeit sehr aktiv bin und regelmäßig Posts veröffentliche? Einige definitiv, andere eher nicht.

Landhaus oder Stadtwohnung?

Ein Landhaus mit direkter Anbindung zur Stadt, aber einem Strand direkt vor der Tür. Wer würde da schon Nein sagen?

Vervollständige den folgenden Satz. Wenn ich schreibe, dann fühle ich mich …

… befreit von allen Ängsten, Sorgen und Problemen, die mich tagtäglich unter sich begraben wollen. Ohne Tastatur oder Stift in der Hand wäre ich vermutlich schon eine Leiche.

+Mika+

*Diese Kurzgeschichte habe ich vor etwa zehn Jahren geschrieben. Sie trägt den Namen „Meavels-Blatt“.