Aktuelles, Schreibarbeit

Horror: Ein unterschätztes Genre

Im Rahmen einer Facebook Gruppenveranstaltung habe ich mir vor ein paar Monaten das Literaturgenre „Horror“ genauer angesehen. Es ist im Bereich Film/Buch neben Mystery und Dystopie mein absoluter Favorit. Weshalb das so ist, dafür hatte ich lange keine Erklärung, immerhin sollte das Gruselige doch abschrecken. Inzwischen weiß ich, was mich daran so fasziniert. Hier nun meine Liebeserklärung zu einem Genre, das oft als zu brutal, zu unrealistisch und zu ekelhaft gilt.

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Horror: Die Definition

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Genredefinitionen sind nie auf einen kleinen Raum beschränkt, denn ihre Grenzen verschwimmen mit jedem Buch, das neu veröffentlicht wird. Sie verändern sich im Laufe der Zeit, bekommen neue Aspekte und müssen immer als komplexer verstanden werden, als das, was sie augenscheinlich sind. Ich denke daher, Definitionen taugen weniger als starre Regeln, sondern sind vielmehr wiederkehrende Muster. Wer lange Fan eines bestimmten Genres ist, erkennt diese eher und kann eindeutiger verstehen, was das Genre ausmacht. Ich beziehe mich hier auf die Definition des Schriftstellers Todorov.

Horror weist demnach ein wesentliches und verbindendes Muster auf. Die Geschichten beginnen mit einem unerklärlichen Ereignis, das sich im Verlauf der Geschehnisse aufklärt. Während im Krimi der Schwerpunkt meist darauf liegt, ein Ereignis aus kriminalistischer Perspektive aufzudecken, geht es im Horror um Ängste und Protagonisten, die in Situationen geraten, die völlig unlogisch erscheinen. Sie verlieren häufig die Kontrolle über ihre Umwelt und müssen sich inneren und äußeren Gefahren stellen. Ob diese Gefahren nun aus der eigenen Psyche erwachsen, durch einen Geist hervorgerufen werden oder in Form eines Psychopathen daherkommen, spielt keine Rolle. Horror ist nicht zimperlich und verstellt sich nicht, er zeigt, wenn gut gemacht, viele Blickwinkel auf ein und dieselbe Sache. Mary Shelleys Frankenstein ist ein Beispiel dafür. Hier wird ein Monster erschaffen, vor dem sich alle fürchten, doch genauer betrachtet, ist nicht das Monster das Schlechte, wie man annehmen könnte, sondern dessen Erschaffer. Es ist ein Kreislauf aus ungerechter Tat -> unglücklicher Person -> Rache -> Gerechtigkeit. Exakt so wie es in vielen Geistergeschichten der Fall ist (siehe weiter unten).

Todorov unterscheidet aus diesem Grund nach der Form der Erklärung für das unerklärliche Ereignis. Unheimlich heißt, es hat einen realen Ursprung. Bspw. Psycho – die Abhängigkeit zu seiner Mutter bringt Norman Bates nach deren Tod dazu, aus Einsamkeit/Verbitterung Menschen zu töten. Übernatürlich heißt, der Ursprung liegt jenseits des real Erlebten. Bspw. The Grudge – ein Geist setzt sich in einem Haus fest und terrorisiert die neuen Bewohner. Fantastisch heißt, die Erklärung bleibt schwammig, sie basiert auf der Fantasie der LeserIn. Bspw.: The Shining – war es nun das Haus, das Jack in den Wahnsinn trieb oder doch seine Psyche?

Vielleicht seid ihr darüber gestolpert, dass Aliens in der Tabelle oben als reale Erklärung gelten. Über diesen Punkt lässt sich wahrlich streiten. Nach Todorov gelten Aliens nicht als übernatürlich, denn sie kommen aus der Natur und sind nur etwas, was wir noch nicht kennen. Sie existieren irgendwo da draußen mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit.

Horror wird also dadurch spannend, dass es im gesamten Buch keine eindeutige Lösung für das Ereignis gibt. Im Kopf der Leser und Leserinnen entstehen unzählige Bilder, die möglich sein könnten. Die Neugierde treibt einen zum Weiterlesen, denn irgendwie will man ja doch wissen, was im dunklen Raum verborgen liegt (Angstlust). Im Fantasy Genre wird die Welt meist eindeutiger erklärt. Alles hat einen Namen, eine feste Gestalt oder Funktion. Das heißt, im Horrorgenre liegt im Ungewissen die Faszination. Die offene Frage, mit der man sich stundenlang beschäftigt und auf die es niemals eine eindeutige Antwort geben kann und soll.

Ist Horror unrealistisch?

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Aus einem ersten Impuls heraus wird jeder sofort sagen: „Ja“. Ich möchte widersprechen. Als eingefleischter Fan möchte ich, dass es die Horrorgeschichte möglichst echt ist. Es geht nicht darum, zu schocken und besonders unrealistisch zu sein, obwohl das Überspitzen von Dingen auch einen ironischen Effekt haben kann. In den allermeisten Fällen verbirgt sich hinter einer Horrorgeschichte etwas Psychologisches. Ich vermute, die Verarbeitung, Darstellung von Ängsten oder Erfahrungen. Die Autoren und Autorinnen haben viel Fantasie, weil sie ihre Ängste kennen und ihnen ein Gesicht geben. In meiner Kurzgeschichten „Zähl bis zum Tod“ schrieb ich über eine Frau, die von ihrem Freier ermordet wird, sie rächt sich in Form eines Geistes. Dahinter steckt, und ja, ich werde hier persönlich, die Angst, plötzlich zu sterben und dass nicht durch einen Unfall oder durch die Natur verursacht, sondern bewusst durch jemand Anderen. In so einem Fall würde vermutlich jeder einen Rachegedanken entwickeln und sich vorstellen, was zu tun wäre, damit man als Tote Frieden finden kann. Deshalb ist Horror nicht unrealistischer als andere Genres wie der Liebesroman, in denen es ja eher um Wünsche und deren Erfüllung geht, als um Ängste. Nur womöglich ist es angenehmer, über das Wünschen zu lesen als über die Furcht?
Zudem zeigt die Realität, dass Bösartigkeit existiert, wenngleich sie niemals nur schwarz ist, sondern facettenreich. Anhand des Falles Marjorie Diehl-Armstrong, deren gruselige Gedankengänge in einer Dokumentation gezeigt werden, sieht man die Komplexität dahinter deutlich. Ich kann natürlich nachvollziehen, wenn man sich aus psychohygienischen Gründen nicht mit solchen Themen beschäftigen will – ich meide aus ähnlichen Gründen politische Diskussionen – aber Horror existiert da draußen. Darüber zu lesen, zu schreiben oder es zu sehen gibt mir ein Gefühl von Kontrolle über etwas, was niemals zu kontrollieren ist.

 

Horror ist nicht Dark Fantasy

In einigen Fällen wird Horror mit Dark Fantasy gleichgesetzt. Davon wusste ich bis vor ein paar Monaten nichts, bis es mir jemand sagte und ich es seitdem überall sehe. In meinen Augen ergibt das wenig Sinn. Ich, als eingefleischter Horrorfan würde an einem Dark Fantasy Roman vorbeigehen, weil ich annehmen würde, ein solches Buch trifft nicht meinen Geschmack. Wieso? Weil Fantasy meistens eine fiktive Welt als Grundlage hat. Horror spielt in der Gegenwart, in der realen Welt. Das ist natürlich nicht immer so, aber in den allermeisten Fällen (siehe The Shining, Frankenstein, Dr. Jekyll and Mr. Hyde, The Ring). Es ist ja gerade spannend, dass in unserer echten Welt etwas passiert, das wir nicht erklären können, wohingegen es bei Fantasy größtenteils darum geht, dass in einer anderen Welt (Ausnahme: Urban Fantasy) Dinge zu finden sind, die sich komplett von unserer unterscheiden (Harry Potter, Herr der Ringe, Erdsee). Mir kommt es so vor, als ob viele den Begriff Dark Fantasy nutzen, weil Horror eine starke Negativkonnotation enthält. Als ob ich als Fan oder Autorin dann irgendwie verrückt sein müsste, weil ich in so einem Genre schreibe … Also lieber „Dark Fantasy“, dann ist der Text düster und fantastisch, aber bloß nicht zu extrem. No way, das wäre ja – VERWERFLICH.

 

Wieso Horror den Literaturmarkt bereichert

In Onlinediskussionen  habe ich ab und an mal die Thesen gelesen, dass Horror Kinder verdirbt, ein falsches Weltbild widerspiegelt, krank ist und daher nicht geschrieben werden dürfte. Das wäre wirklich furchtbar, denn dann gäbe es vielleicht keinen Hulk (der wohl auf Dr. Jekyll und Mr. Hyde basiert?) und keine Pyrokinese oder ja, andere ganz verrückte Sachen, die wir so selbstverständlich in unsere Sprache aufgenommen haben, dass wir darüber nicht mehr groß nachdenken. Hier also ein paar Gründe, weshalb Horror den Literaturmarkt bereichert.

Horror ist fantasievoll – Horror lässt mir als Autorin viel Spielraum für Möglichkeiten. Es lassen sich Wesen erschaffen, Motive für Geister, Verkettungen von merkwürdigen Gegebenheiten. Das Ziel ist, die Realität zu biegen, nicht eine Welt abseits der Realität zu schaffen. Das macht Spaß und fühlt sich an wie Inception.

Horror ist gleichberechtigt – Gerade im Horrorgenre sind die Geschlechterrollen gleichberechtigt, weshalb Horrogeschichten beim Bechdeltest besser abschneiden als Geschichten anderer Genres. Das muss ich natürlich mit einer gewissen Ironie betrachten, denn klar, einem Geist ist es völlig egal, wer du bist, wo du herkommst, wie du aussiehst – wichtig ist, was du getan hast. Bad ass girls sind sehr beliebt.

Psychologischer Horror zeigt Klischees und schädliches Verhalten –  Da Horror ein Negativszenario zeigt, das sich so niemand bei klarem Verstand wirklich wünschen kann, ist es wie die Dystopie eine Art Spiegel für Schlechtigkeiten. Was wäre, wenn Person A unter so schweren Bedingungen aufgewachsen wäre – wäre sie dann nicht wie im Buch geworden und sollte uns das nicht zu denken geben, wie wir alle vernünftiger miteinander umgehen? Mir ist klar, manche Lesen Horror als Entertainment, mich hat das aber immer interessiert. Das Motiv und wie wir als Menschen verhindern können, dass jemand so wütend wird.

Gedanken-Mix

Altjahr 2018 – Neujahr 2019

Vorsätze sind Ziele. Sie sollen nicht frustrieren oder zum Handeln zwingen, sondern uns den Weg weisen. Während wir laufen, werfen wir einen Blick darauf und wissen, wohin die Reise geht, anderenfalls könnten wir uns verirren. Sie sind starr an unserer Seite, aber niemals stehen sie als Blockade vor uns. Zumindest halte ich es so und damit bin ich bisher gut gefahren. Es macht mir Spaß, mir für das neue Jahr Ziele zu stecken und mich an ihnen zu orientieren. In den Jahren 2016 und 2017 habe ich mir etliches vorgenommen. Das meiste habe ich erreicht, einige Dinge sind auf der Strecke geblieben. Ich war zum Teil hyperaktiv, wollte alles verändern und überall mitspielen, ständig in Aktion, niemals hatte ich eine Pause. Die Rechnung ging nicht auf, zum Start von 2018 fehlte mir für die kleinsten Dinge die Kraft, weshalb ich im Stillen beschloss, es ruhig anzugehen. Ich wollte mich auf das Wesentliche konzentrieren und Energie sammeln. Das ist mir gelungen.

Was war 2018 los?

Obwohl dieses Blog geruht hat, ist im Hintergrund viel passiert. Ich konnte meine Webseite umgestalten, mich als Autorin neu definieren und geheimnisvolle Projekte planen. Meine Schreibtätigkeit habe ich entkrampfen und, wie das in manchen Artikeln ausgedrückt wird, entschleunigt. Mika schaltet einen Gang runter — slo~~~w mo~~~tion. Was ich schaffe, schaffe ich, was nicht geht, lasse ich. Klingt einfach, obwohl es harte Arbeit ist. Denn wer mich kennt, weiß, ich neige dazu, mich auszupowern – für den großen Zweck, koste es, was es wolle. Essen? Nicht nötig. Ausruhen? Nicht nötig. Kaffee? Rettet den Tag. Eine Faulenzerin war ich noch nie, aber irgendwann ist es genug.

Was wird 2019 passieren?

2019 ist mein Schreibjahr. Ich werde mich meinen Projekten widmen und als Autorin für das einstehen, was ich mag. Mystery, Horror, kulturelle Vielfalt, Spannung, Rätsel und Protagonisten, die sich auf Augenhöhe begegnen. Vielleicht kreiere ich ein Logo und ein Motto. Ansonsten mache ich einfach Zeugs. Ihr wisst schon, so Zeugs, auf das ich richtig Lust habe und das mich inspiriert. Theater, Kino, Urlaub, Wandern, Lesen, mit Partner chillen, Freundinnen treffen und Zwergkaninchen kuscheln. Der Rest liegt im Ungewissen, aber ich habe im Gefühl, dass es ein gutes Jahr wird, mit vielen Momenten, die mich zum Lachen bringen. Und ihr, meine fleißigen Leserinnen und Schreibbegeisterten, euch wünsche ich in allem viel Erfolg und erst recht viel Freude. Rockt 2019 für mich. Denn egal, wie düster es gerade aussieht, es lohnt sich, dem Universum die Faust zu zeigen, gerade dann, wenn nichts mehr geht. Durch Kreativität, Protest, Nachdenken oder eure ganz eigene Portion Zartbitterhumor. Völlig egal, die Hauptsache ist, ihr gebt nicht auf.

Bis demnächst. Mika.

Aktuelles

Rückblick: Das war die Buch Berlin 2018

In diesem Jahr ist die Buch Berlin in das Mercure Hotel MOA in der Stephanstraße umgezogen. Gut erreichbar mit der Ubahn und für mich daher sehr praktisch. Dennoch musste sich die Berliner Messe in ihren fünf Jahren Existenz einer zweiten, komplett neuen Location stellen. Ich war daher skeptisch, ob das so gut klappt. Immerhin hat mir das Estrel in den Jahren zuvor gut gefallen und die Trennung fiel schwer. Der allererste Eindruck hat mich dann auch nicht unbedingt umgehauen, denn die Messeräume waren recht versteckt über einem Einkaufszentrum zu finden – nur erreichbar über eine Rolltreppe. Meine Befürchtung war, dass dadurch weniger Leute vor Ort sein könnten. Doch wie es eben so mit Befürchtungen ist, nicht alle werden wahr und die Buch Berlin hat mich bisher immer positiv überrascht. Es waren am Samstag so viele Buchbegeisterte vor Ort, dass ich am Stand kaum eine ruhige Minute hatte. Womöglich lag es auch an der guten Standplatzierung, die wir in diesem Jahr hatten. Meine beste Freundin und Autorenkollegin Stella Delaney und ich standen in der ersten Reihe des Fantasyteils, was uns zusätzlich Aufmerksamkeit brachte. Ein großes Danke an das Orgateam, das in dieser Messe nicht zwischen Verlag und Self-Publisher unterscheidet, sondern logisch sortiert. Wir standen nämlich direkt neben den Kollegen vom Nornennetz, mit denen Stella Delaney zusammenarbeitet. Sie sind eine gut gelaunte und lustige Truppe, die allein schon durch ihre Anwesenheit richtig Schwung in die Messe brachte.

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Trotz all des Lobs gab es jedoch einen Kritikpunkt. Im Vergleich zu den letzten Jahren fand ich die Anordnung recht unübersichtlich. Ob es an den Säulen im Raum lag oder daran, dass es einfach immer mehr Aussteller werden, kann ich nicht genau sagen. Fest steht, ich konnte nicht mehr so gut erkennen, wo welches Genre zu finden war. Ich würde mir sehr wünschen, dass da im nächsten Jahr etwas geändert wird. Vielleicht mit Deckenbannern oder simplen Aufstellern vor den einzelnen Bereichen.

Nun zu meiner persönlichen Erfahrung der Messe 2018. Für mich war das die beste Messe, seit ich dabei bin. Das liegt an den Leserinnen, mit denen ich mich unterhalten konnte, den Bloggerinnen, die Vlog und Fotos gemacht haben, an meinen Freundinnen (Kristina von Tintenmeer und Amalia Frey mit ihrer kunterbunten Mädelstruppe), die für mich da waren und an meinem Partner, der still im Hintergrund Fotos schoss. Ich habe das zweite Jahr in Folge keine Neuveröffentlichung und dachte, kaum jemand wird mich wahrnehmen, aber meine Sorge war komplett unbegründet. Es sind so viele Menschen zu mir gependelt, haben mich angefeuert und mit mir gequatscht. Die Messe ist wie ein großes Buchfamilientreffen. Danke! Das ist einfach nur unfassbar toll.

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Dieses Jahr konnte ich mich auch mal vom Stand losreißen und die Messe erkunden. Erin J. Steens Yoga-Krimi landete dabei in meinem Einkaufskorb genauso wie die Dystopie von Tiefsommer von Jesko Haber aus dem Periplaneta Verlag. Dass ich Stellas Neuveröffentlichung auch mitgenommen habe, brauche ich sicher nicht erwähnen. Ihr Debütroman ist grandios!

Buch Berlin 2019?

Ja, ich werde auch im nächsten Jahr wieder mit dabei sein. Ich plane, mich noch mehr auf meine Zielgruppe zu konzentrieren und die Genre Mystery/Dystopie bei meinen Publikationen in den Vordergrund zu stellen. Kurzkrimis gibt es bis auf Weiteres nicht mehr von mir, dafür gibt es wie eh und je eine Horrorkurzgeschichte pro Jahr. Ein Projekt für 2019 ist fest eingeplant, die Rohfassung ist beinahe fertig, was heißt, die Zeichen stehen auf Grün, dass Roman Nummer drei im Jahr 2019 erscheinen wird. Und ja, ich freue mich wahnsinnig darauf, euch das Buch, wenn alles klappt, zur nächsten Buch Berlin vorzustellen. 😀

Hier nun einige Messeeindrücke, die Baki Pictures für mich eingefangen hat:

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Bis auf Weiteres

++Mika++

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Quellen: Alle Fotos dieses Beitrags sind von Baki Pictures aufgenommen worden. Sie sind sein geistiges Eigentum und dürfen nicht ungefragt kopiert oder verbreitet werden. Bitte fragt ihn direkt, solltet ihr Interesse an den Bildern haben. Einfach über Instagram bei ihm melden. Danke für das Verständnis. 🙂

 

 

Aktuelles

Buch Berlin 2018

Bald ist es wieder soweit. Die Buch Berlin öffnet ihre Tore und lädt zum alljährlichen Bücherschmökern in der Hauptstadt ein. Dieses Jahr steht ein Jubiläum an, denn die Messe für unabhängige Autoren und Kleinverlage feiert ihr Fünfjähriges. Inzwischen kann ich stolz sagen, dass ich an drei von fünf Jahren mit dabei war. Jedes Jahr wird die Messe größer und jedes Jahr lerne ich mehr Leute kennen. Es ist Wahnsinn, was alles passiert und wie ich mich selbst verändert habe. Vor drei Jahren saß ich noch zweifelnd am Schreibtisch und wusste nicht, wie ich so eine Messe planen soll, heute weiß ich, irgendwie klappt das schon.

In diesem Jahr findet ihr mich und meine beste Freundin Stella am Stand. Nr. 128. Wieder mitten  im Phantastikbereich direkt neben dem Nornennetz und der Märchenspinnerei. Zwei Reihen hinter uns warten dann auch schon meine Kollegen von Qindie.

Was gibt es Neues in 2018?

  • Ich habe für euch ein Heft von 40 Seiten vorbereitet. Farbig gedruckt mit aufwändigem Innenlayout. Es erscheint nur in einer kleinen Auflage und kann weder online noch im Buchhandel erworben werden. Es ist eine Messeedition und deshalb nur dort erhältlich. „Dystopische Kurzgeschichten“ heißt das Werk und enthält drei Episoden aus Red-Mon-Stadt,  der künstlich erschaffenen Sicherheitsinsel mitten im Meer. Es sind dunkle Geschichten mit gesellschaftskritischen Tönen, die zum Nachdenken anregen.

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  • Außerdem habe ich die neue Bloody Qindie Sammlung im Gepäck. „Zimmerservice“ heißt das Buch in diesem Jahr. Darin findet ihr 13 Geschichten von Qindie Autorinnen mit gruseligem und düsterem Anklang. Von mir ist dort die Geschichte „Die Welt in der Welt“ veröffentlicht. Warum auf dem Werbeheader für die Geschichte eine schwarze Katze zu sehen ist, das findet ihr beim Lesen heraus.

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  • Stella wird euch ihr neues Buch vorstellen „Das Leuchten am Rande des Abgrunds“. Ich kann euch nur sagen, sie wird eure Erwartungen nicht enttäuschen. Es wird dunkel, melancholisch, nachdenklich, aber vor allem wunderschön und überraschend anders. Deshalb musste ich uns neue Roll-Ups entwerfen. Jeder von uns hat nun sein eigenes mit seinen zwei Veröffentlichungen darauf.

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  • Das Nornennetz veranstaltet in diesem Jahr eine Fantastik Rallye und Stand Nr. 128 ist mit dabei. Erkennbar ist das an einer goldenen Feder am Tisch. Was ist zu tun? Ihr als Besucher müsst zu den teilnehmenden Ständen pendeln und einen Buchstaben auf dem Rücken eines Buches ausfindig machen. Wer alle Buchstaben findet, erhält ein Lösungswort und kann etwas gewinnen. Die Hefte zum Teilnehmen gibt es an jedem Stand, der mitmacht.

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Ich freue mich auf euch! ❤

+Mika+

Gedanken-Mix

Leipziger Buchmesse 2018

Na, habt ihr sie schon, diese kribbelnde Vorfreude, wenn ihr an das erste Jahreshighlight der Buchszene denkt? Immerhin stehen die Standplätze fest, die Events sind eingetragen und Aussteller sowie Besucher machen sich bereit für den Trubel auf vier grandiosen Messetagen. Nur noch ein Monat Leute, bis sich die Tore der Leipziger Messe öffnen und sich Lese- und Schreibbegeisterte in den Hallen tummeln. Darauf aus, Kontakte zu knüpfen, Inspirationen zu sammeln oder einfach nur zu schmökern! Es wird toll.


Im Gegensatz zu meinen letzten Messebeiträgen 2017 und 2016, in denen es vorrangig um meine eigenen Pläne ging, möchte ich euch heute ein paar Lesungen und Events von Autoren ans Herz legen, die bei dem Überangebot an Veranstaltungen von Leipzig liest wohl nicht so schnell wahrgenommen werden. Es sind meine persönlichen Favoriten, einfach, weil ich die Autoren kenne und finde, dass jede oder jeder Einzelne von ihnen großartig schreibt. Sie haben so viel mehr Aufmerksamkeit verdient als sie bekommen. Deshalb, solltet ihr  neben den üblichen Verdächtigen wie Fitzek und Co. noch Zeit für etwas Neues haben, schaut doch auf einer der unten aufgeführten Lesungen vorbei. Ich garantiere euch, die Autoren werden sich a) riesig freuen und b) sicherlich auch gern von Angesicht zu Angesicht mit euch sprechen und sich für jeden Zeit nehmen. 🙂


 

1) Standlesung des Nornennetzes mit Stella Delaney

Am Samstag den 17. März wird Stella Delaney am Stand des Nornennetzes (Halle 2, J303) aus ihrer farbenreichen Kurzgeschichtensammlung lesen und euch zu einem anschließenden Meet and Greet einladen. Wer Interesse hat, findet mehr Infos in der offiziellen Facebookveranstaltung und kann sich dort auch gleich anmelden Meet&Greet. Ich werde definitiv vor Ort sein! 😀

2) Qindie Lesungen 2018

Wie jedes Jahr wird auch die Autorengruppe Qindie wieder auf der Messe sein und allen Lesern Einblicke in ganz verschiedene Genres und Bücher der Gruppe geben. Fantasy, Thriller und Steam-Punk stehen bei den Lesungen dabei im Vordergrund. Am Samstag gibt es sogar eine Abendveranstaltung im Café Jedermann mit gemütlichem Flair und Autoren zum Anfassen und ja … Anhören. 😉

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3) Lesungen des Bundesverbands junger Autoren

Der BVjA als einer der wichtigsten Vereine in der deutschen Literaturszene wird in diesem Jahr ein umfangreiches Programm für Buchbegeisterte bieten. In Halle 5 unter der Standnummer C600 findet ihr die Read & Greet-Bühne, wo ganztägig Autoren lesen. Ihr könnt also einfach immer mal hinschauen und sehen, was so gelesen wird. Hier meine zwei persönlichen Favoriten:

  • Donnerstag, 15. März 2018 um 11: 00 Uhr Christiane Schlenzig: „Wenn jede Stunde zählt“ (Gesellschaftsroman). Hier der Link zum Event
  • Sonntag, 18. März 2018 um 10:40Uhr Juliane Jacobsen „Leni und das Eichhörnchen“ (Neuerscheinung Kinderbuch). Hier der Link zum Event.

4) Talkrunde des Nornennetzes

Am Samstag den 17. März hat das Nornennetz, eine Gruppe von engagierten Autorinnen, die Frauen im Bereich der Fantastik mehr Stimme geben wollen, eine spannende Talkrunde. Titel der Veranstaltung: „Talkrunde über Frauen in der Phantastik und im Literaturbetrieb“. Ich werde dort sein und hören, was die vier Autorinnen im Gespräch Spannendes zu sagen haben. Vielleicht habt ihr auch Zeit und Lust. 🙂 Von 16:00 bis 16:30Uhr findet die Talkrunde auf der Leseinsel Fantasy in Halle 2, Stand H410/J400 statt. Für Interessierte hier die weiteren Details: Klick mich!

5) 9 lesen

Wer Freitag Abend noch eine Veranstaltung sucht und ein bisschen Irish Pub Flair genießen möchte, der kann bei 9lesen vorbeischauen. Neun komplett verschiedene Autoren bieten ein bunt durchmischtes Programm an frischer Literatur. Alle Details findet ihr auf der Webseite des 9 lesen Teams oder auf dem Veranstaltungsplakat!

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In dem Sinne wünsche ich euch allen eine spaßige und grandiose Messe mit vielen tollen Erfahrungen. Ich bin schon dermaßen nervös, weil ich so viele liebe Menschen sehen werde. Auf ein paar literarisch lustige Tage! 😀

++ Mika ++