1: News, 2: Dies und das

Maiwetter und Neuigkeiten

Ich liege auf weichem Gras in der Sonne und tippe diesen Beitrag. Der Wind streicht über meine Haut, der Duft von Blumen steigt mir in die Nase. Angenehmer kann es kaum sein. Ich hoffe, euer Start in den Mai ist ähnlich idyllisch. Den Monatsanfang nutze ich heute, um euch über ein paar Entwicklungen in meinem Schaffen als Mystery Autorin auf dem Laufenden zu halten.


Buchberlin: Ich bin dabei

Das wohl größte Ereignis in diesem Jahr ist für mich die Buchberlin. Mit meiner Autorenkollegin Sabine Schulter werde ich dort einen kleinen Stand haben. Es ist für mich die erste Messe, die ich als Autorin selbst organisiere. Aus diesem Grund hatte ich einige Zweifel. Schaffe ich es bis zur Messe, mein neues Buch zu veröffentlichen? Kriegen wir die Standplanung vernünftig über die Bühnen? Wird überhaupt jemand da sein? Inzwischen freue ich mich einfach nur darauf, mit den Besuchern zwei erlebnisreiche Tage zu haben, die vor allen anderen Dingen Spaß machen sollten. Wir rocken das Haus alle gemeinsam (ja, auch ohne Musik). Die Buchberlin findet vom 19. bis 20. November statt. Mehr Infos gibt es zu gegebener Zeit natürlich hier auf dem Blog.

Buchberlin
Die Buchberlin 2014.

Reise, Reise …

Ich bin jemand, der nicht still stehen kann. Wirklich nicht. Ich liebe es, durch die Welt zu reisen, am liebsten mit der Bahn. In der letzten Woche war ich bei meiner Freundin Stella Delaney in der Schweiz. Wir haben Zürich angeschaut, sind durch Winterthur gelaufen und hatten trotz mäßigem Wetter (sehr kalt) ein paar wundervolle Tage. Einige Eindrücke von meiner Reise habe ich für euch zusammengestellt.

 


Taschenbuch Sieben Raben: Schönheitsfehler eliminiert

Mika Krüger - Sieben RabenBeitragsbildAdventskalender

Dem ein oder anderen dürfte aufgefallen sein, dass ich nicht viel Werbung für mein Buch ‚Sieben Raben‘ mache. Das hat mehrere Gründe. Erstens will ich euch wirklich nicht mit ‚kauft dies und das‘ Posts überhäufen, die gibt es nämlich schon genug, und zweitens gab es noch einige Schwierigkeiten beim Druck. Letzteres wurde nun behoben. Ich habe das Buch erneut gelesen, einige Schönheitsfehler beseitigt und die aktuelle Version online gestellt. Sie enthält nun noch eine kleine Kurzgeschichte am Ende. Bald wird es deshalb auch eine Leserunde auf Lovelybooks geben. Und, ich freue mich natürlich riesig, wenn der ein oder andere, der mein Büchlein liest oder gelesen hat, eine Rezension schreibt. Unabhängig davon, ob sie gut oder schlecht ausfällt.


Lesung 2016?

Ich plane außerdem Ende 2016 meine erste Lesung abzuhalten. Wo und wie ist noch unklar, aber es wird vermutlich in recht kleiner Runde sein. Warum erst Ende dieses Jahres? Weil ich natürlich aus meinem neuen Romanprojekt Hurt No One vorlesen möchte und die Veröffentlichung noch bis etwa Oktober dauert. Ein bisschen habe ich dafür sogar schon trainiert. Was bedeutet, ich habe meine Stimme mit Handy aufgenommen und mir das Ergebnis angehört. Ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich dabei lachen musste. Zwei meiner Protagonisten sind männlich und Soldaten, die dank mir ziemlich feminin klingen. Stimme verstellen bringt da gar nichts. Schade, dass ich mir keine neue Stimme kaufen kann. Bleibt nur eins, in Zukunft Liebesromane schreiben … oder?


Zwei Kurzgeschichten – Krimi und Horror

Ihr erinnert euch vielleicht daran, dass ich im letzten Jahr einige Kurzgeschichten veröffentlicht habe. Obwohl ich stets an meinen Romanprojekt arbeite, brauche ich ab und an Abwechslung, sodass ich mich entschieden habe, auch dieses Jahr wieder in zwei Kurzgeschichtensammlungen dabei zu sein. Eine zum Thema ‚besessen‘ und eine andere, die vorrangig für Leser entsteht, die gern Krimis lesen. Bisher habe ich nur ein oder zwei vage Ideen, die ich in den nächsten Tagen ausarbeiten werde.

Das war dann alles von meiner Seite.

Ich wünsche euch was, genießt den Restsonntag.

+Mika+


Das Bild zur Buchberlin ist der webseite www.buchmesse-berlin.com entnommen.

Beitragsbild: Shadowfirer

2: Dies und das

Serve the good: Zeichnen inspiriert

Zeichnen ist etwas, das mich seit Jahren begleitet. Vor einigen Jahren konnte ich stunden- und tagelang den Stift nicht aus der Hand legen. Gezeichnet habe ich vor allem Menschen im Mangastil. Heute habe ich kaum noch Geduld, eine Zeichnung überhaupt fertigzustellen. Meist bleibe ich bei einfachen Skizze, die ihr vereinzelt auch in den Beiträgen hier auf dem Blog sehen könnt. Vielleicht fragt ihr euch jetzt, was dieses Thema auf einem Schreibblog zu suchen hat. Ganz einfach: Derzeit stecke ich in einem Kreatief. Egal was ich tippe und wie lange ich es verändere, es gefällt mir nicht. Zeichnen sollte meinen Geist lockern.

Ursprünglich wollte ich deshalb etwas aus meinem Projekt auf Papier bringen. Das hätte mir vielleicht einen neuen Blickwinkel beschert, doch im Grunde gelingt mir das nur an richtig guten Tagen. Dann kam die Rettung. Meine Freundin Stella Delaney schrieb gerade an einer Kurzgeschichte für eine Anthologie. Ihr Protagonist hat eine Abneigung gegen weiße Flächen und das kam mir bekannt vor. Ich vor einem weißen Blatt Papier, auf das eigentlich Worte gehören. Ich hatte sofort ein Bild im Kopf, das mich nicht wieder losließ. Ihr kennt das sicher. So als ob man einen guten Film gesehen hat, den man einfach nicht vergessen kann. Oder wenn man einen Gedanken hat, der einen mehrere Tage verfolgt. Jedenfalls setzte ich mich hin und machte eine winzige Skizze:

Skizze
Aus der Leinwand sollte so etwas wie eine schwarze Wolke wachsen.

Obwohl ich nur fünf Minuten brauchte wurde mir schmerzlich bewusst, dass ich weder eine Ahnung hatte, wie eine Leinwand aussieht, noch wie die Proportionen des Menschen richtig waren. Meine Frustration steigerte isch ins Unermessliche und ich war kurz davor alles abzubrechen. Zum Glück hatte ich gute Unterstützung und rappelte mich auf. Ich entschied, meinem Mitbewohner abzuzeichnen und ein gutes Foto von einer Leinwand  als Vorlage zu nutzen. Und siehe da, es funktionierte. Bis halb zwei in der Nacht saß ich da, meinen Bleistift in der Hand und zeichnete, was das Zeug hält. Hier das Ergebnis:

AlanFürStella
Ich zeichne meist nur mit Bleistift und ergänze einige wenige Akzente.

Eigentlich hätte ich an der Stelle zufrieden sein können, aber wie es so ist, gefiel mir der Scan überhaupt nicht. Am PC sehen Bleistiftzeichnungen immer so blass aus. Ich wollte also mehr Kontrast und tiefe Schatten, weshalb ich mich meiner Photoshopkenntnisse und eines Grafiktabletts bediente. Im Grunde zog ich dabei nur die Linien dunkel nach, fügte Schatten ein und ergänzte etwas Rot.

AlanFürStella2600px

Was das Bild bedeutet ist gar nicht so leicht zusammenzufassen. Beim Zeichnen selbst, mache ich mir natürlich immer irgendwelche Gedanken, die ich dann aber in Sekunden verwerfe. Ich habe mir Stellas Figur ausgeborgt und sie im Grunde in einen neuen Kontext gesetzt.  Ich stelle mir vor, wie Alan einen Brief bekommt, in dem er aufgefordert wird, ins Militär einzutreten (der echte Alan ist Soldat, soweit mir das richtig im Kopf geblieben ist). In dem Moment als er das Schreiben öffnet und begreift, worum es geht, taucht vor ihm diese Leinwand auf und ein Schatten legt sich über ihn. Einerseits will er den Unschuldigen und Guten dienen, andererseits weiß er, dass Soldaten oft unmenschlich handeln müssen. Die angedeutete Zeichnung auf der Leinwand ist eine also Illusion, die sich in einer Explosion löst. Pow, und dann kommt die Dunkelheit.

Lasst es euch gut gehen.
+Mika+


Ich bitte darum, die Bilder nicht ungefragt zu verwenden. Ihr könnt sie gern teilen und weiterverbreiten, aber gebt bitte stets diese Seite und meinen Namen als Quelle an. Ich danke euch!