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Gedanken-Mix

Hallo 2021 – Neujahrsgedanken

Es ist zur Tradition geworden, dass ich das neue Jahr mit einem Blogbeitrag begrüße. Damit schaffe ich einen Neuanfang und kann sortieren, wohin meine Reise im kommenden Jahr geht. Statt einer To-Do-Liste oder eines Rückblicks möchte ich 2021 allerdings mit einem Leitzitat einläuten. Ganz unspektakulär, aber zukunftsweisend.

Zwischen Weihnachten und Neujahr schaue ich meistens „Herr der Ringe“. Zum ersten Mal mit meiner Familie als die Teile im Kino liefen, dann später zusammen mit einer Freundin und nun mit meinem Partner. Die Trilogie hat mich immer fasziniert, ganz besonders die Umsetzung der magischen Momente, die ich so zuvor nie gesehen hatte.

Für alle, die die Filme gesehen haben – erinnert ihr euch daran, wie Gandalf mit erhobenem Zauberstab auf einem weißen Schimmel hinunter zu Helms Klamm reitet, um die Armee von Uruk-hai zu vertreiben? Hinter ihm ein helles Licht, während im Tal die Dunkelheit wartet? Ein Moment, der mir bis heute beim Schauen Gänsehaut auf die Arme treibt. Mein liebstes Zitat stammt allerdings aus Teil I, als die Gemeinschaft um den Ring in den Minen von Moria gefangen ist und es scheinbar keinen Ausweg mehr gibt. In diesem Moment spricht Frodo mit Gandalf und es kommt zu folgendem Dialog:

Frodo: „Ich wünschte, nichts von alldem wäre passiert.“

Gandalf: „Das wünschen sich alle, die solche Zeiten erleben, doch es ist nicht an ihnen dies zu entscheiden. Wir entscheiden nur, was wir mit der Zeit anfangen, die uns gegeben ist.“

Für mich eröffnet sich mit diesen Worten eine Chance, die mir Frieden bringt. Übertragen auf die aktuelle Situation heißt es für mich: Auch wenn es gerade nicht gut läuft und wir uns fragen, wieso wir so gebeutelt werden, liegt die Kraft eben auch in uns, das bestmögliche daraus zu machen. Das heißt nicht, dass wir die Situation oder die Gesellschaft, in der wir leben, an sich verändern können. Es bedeutet vielmehr, dass wir innerhalb der Umstände unseren Weg formen können. Neue Strategien entwickeln, sich an die Gegebenheiten anpassen, das erfordert natürlich einiges an Energie und ist zuweilen ermüdend.

Das bedeutet für mich im Detail, dass ich mir neue Hobbys suche, jeden Spaziergang doppelt so sehr genieße wie noch vor einem Jahr und mich zwinge, in meiner Wohnung Sport zu machen. Die Uhren laufen etwas langsamer, also habe ich Zeit, mich mit mir und meinem Schreiben kritisch auseinanderzusetzen. Das ist nicht immer angenehm, aber meistens erhellend. Ich musste zum Beispiel akzeptieren, dass ich wieder wenig schaffe und mich Vieles anstrengt, weshalb ich noch mehr abwägen muss, was ich schaffe und was nicht. Ich nenne diesen Zustand Batterien-Aufladen, damit ich mein nächstes, großes Romanprojekt angehen kann. Für 2021 steht dennoch eine Veröffentlichung in der Pipeline, auf die ich mich riesig freue. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt und gerade in Arbeit.

In dem Sinne wünsche ich euch ein frohes, neues Jahr. Lasst euch soweit es geht nicht entmutigen.

Mika

Und für alle, die es noch nicht kennen, hier ein spannendes Video zum Thema (auf Englisch):

Gedanken-Mix

Happy Halloween

Ich wünsche allen ein schaurig-schönes Halloween. Ich werde es heute mit meinem Partner, Gruselfilmen, Pizza und Kürbisdekoration verbringen. Dieses Jahr hatte ich mal wieder Lust darauf, eine kurze Geschichte anlässlich meines liebsten Feiertags zu schreiben. Die Idee entstand im Jahr 2006 am Bahnhof meines Heimatdorfs und trug den Titel „Meavels Blatt“. Viel Spaß beim Lesen und kommt trotz Corona gut durch den November.

(Triggerwarnung: Verlust eines geliebten Menschen)

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Der seltsame Fall von Frau Herbst

„Frau Herbst, können Sie schildern, was sich gestern ereignet hat?“
Frau Herbst drückte nervös eine Tasche an ihre Brust und fixierte die Polizistin.
„Ja, das kann ich. Edgard wurde umgebracht von einem Mann mit einem Ahornblatt in der Hand.“ Frau Herbst verzog den Mund und dachte nach. „Sie müssen mir das glauben. Er wartete mit uns auf den Bus und stand da in lotteriger Kleidung und frechem Zopf. Er hat den nötigen Abstand eingehalten“, sagte sie mit Ehrfurcht in der Stimme. „Er sprach mich an, redete über das Wetter und sagte, dass sein Name Meavel ist. Herr Meavel aus was weiß ich wo, ich habe es vergessen. ‚Sie sind Frau Herbst, nicht wahr?‘, hat er gefragt und ich war so fasziniert von seiner ungezwungenen Art, dass ich bejahte. ‚Richtig, ich bin Frau Herbst.‘ Dann hat er genickt, als ob er etwas verstanden hat …“
„Ist Ihnen sonst etwas aufgefallen? Sie sagten, er hatte ein Blatt in der Hand.“
„Ja, ein rotes Ahornblatt. Er hat es in der Hand gedreht wie einen Kreisel …“ Frau Herbst unterbrach die Erzählung und starrte kurz an der Polizistin vorbei. Dabei kräuselte sie die Stirn.
„Frau Herbst?“
„Entschuldigung. Ich war abgelenkt.“
„Was war mit Herrn Meavel?“
„Er reichte mir das Blatt und sagte: „Jedes Blatt findet im Herbst seine Ruhe auf dem Grund. Nehmen Sie es. Es gehört Ihnen.“ Ich weiß nicht wieso oder warum, aber ich habe es genommen. Natürlich ohne ihn zu berühren wegen der Übertragung der Viren. Sie wissen schon. Edgard sagte nichts. Saß nur da als ginge ihn das alles nichts an. Ihm hatte der Film nicht gefallen, den wir gesehen haben und deshalb war er stumm wie ein Fisch … Er … konnte so stur sein …“
„Und dann?“
Frau Herbst atmete tief durch und redete hastig weiter.
„Herr Meavel ging zu Edgard und hielt eine Hand über seinen Kopf. ‚Was tun sie da?‘, fragte ich. Dann geschah es. Ich sah es mit eigenen Augen. Edgards Körper wurde dünn und flach. Seine Haut färbte sich aschgrau und wurde spröde wie Altpapier. Als er nur noch ein Strich war, ein dünner Bleistiftstrich, formte sich unter Herr Meavels Hand ein neues Ahornblatt. Einfach so und wunderschön wie jenes in meiner Hand.“
„Das heißt, Edgard ist verschwunden.“
„Er ist tot. Sie haben es doch gehört, jedes Blatt fällt zu Grunde.“
Die Polizistin wandte sich vom Bildschirm ihres Rechners ab und musterte Frau Herbst eindringlich. „Frau Herbst, kann es nicht sein, dass ihr Mann sie verlassen hat?“
„Nein! Herr Meavel hat ihn getötet. Himmelherrgott, suchen Sie nach ihm und verhaften Sie ihn.“
„Wir können niemanden verhaften, der Menschen verschwinden lässt, Frau Herbst.“
„Aber er hat es getan, er hat Edgard umgebracht.“ Frau Herbst schniefte und die Polizistin reichte ihr ein Taschentuch. „Ich kümmere mich um alles. Jetzt sollten Sie erstmal nach Hause gehen und sich ausruhen.“
„Aber … er war da. Hören Sie doch … Ich konnte nicht wissen, dass er … ihn umbringt.“
Die Polizistin beruhigte Frau Herbst so gut es ging und ließ sich das Protokoll zur Aussage unterschreiben. Dann bat sie einen Kollegen Frau Herbst nach draußen zu begleiten. So etwas Absurdes hatte sie noch nicht gehört. Ohne Umschweife kehrte sie an ihren Schreibtisch zurück und wollte gerade einen Eintrag im Dienstplan machen, als sie auf ihrem Tisch ein rotes Ahornblatt entdeckte. Die kräftigen Farben wirkten beinahe irreal. Sie strich mit dem Finger über die Oberfläche und im selben Moment betrat jemand das Zimmer.
„Hallo“, sagte ein Mann in lotteriger Kleidung. „Ich bin Herr Meavel, sind Sie Frau Winter?“

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Quelle Beitragsbild: Depositphotos
Inspiration Titel: Der befremdliche Fall von Dr. Jekyll and Mr. Hyde

Aktuelles

Goldrote Finsternis

Am 22.09. ist mein dritter Roman „Goldrote Finsternis“ offiziell erschienen. Ein paar Tage sind bereits ins Land gegangen. Es ist damit an der Zeit, hier auf dem Blog ein bisschen zu resümieren und euch mein Buch vorzustellen.

Worum geht es im Buch?

Goldrote Finsternis ist ein Mystery-Roman mit Gruselelementen. Es gibt ungewöhnliche Begebenheiten, Rätsel und schaurige Geheimnisse. Passend zum Herbst sind Nebel, Regen, ein Eichhörnchen und die Farben Orange, Rot und Gold inklusive.

Klappentext

„Manchmal gelang es mir, das Monster nicht zu sehen. Mich nicht vor ihm zu fürchten. Doch ich wusste, es lag auf der Lauer, um uns auseinanderzureißen wie Beute.“

In Flußwalde ereignet sich Seltsames. Ein Erdbeben schüttelt das Dorf, ein Großbrand zerstört ein Mietshaus und ein Dieb treibt sein Unwesen. Zur gleichen Zeit findet Lois ihren Schützling Ilyan im nahegelegenen Wald, wo er völlig aufgelöst von einer bevorstehenden Katastrophe spricht. Sie ahnt, dass alles irgendwie zusammenhängt und folgt Ilyans Spur aus Rätseln, bis sich ihr Weg in ein schauriges Märchen verwandelt. Kann sie ihrem Verstand noch trauen?

Was war in den letzten Wochen los?

Buchcountdown

Auf Facebook und Instagram gab es einen acht-tägigen Countdown bis zur Veröffentlichung. Jeden Tag habe ich ein Detail über mein Buch enthüllt. Es ging um den Handlungsort, die Idee, das Cover und die Protagonistin Lois Jäger. Es hat Spaß gemacht, noch einmal in mich zu gehen und mir klarzuwerden, weshalb ich die Geschichte überhaupt erzählen wollte.


Erste Rezensionen

Die ersten Rezensionen sind bereits eingetroffen und haben mich sehr glücklich gemacht, denn es wurde viel Positives gesagt. Da ich ein paar Rezensionsexemplare an Blogger*innen verschickte habe, bin ich unglaublich gespannt, welche Reaktionen es noch geben wird. Gefällt die Geschichte? Ist sie spannend? Konnte ich euch überraschen?
Rezensionen Lovelybooks und Amazon

Buchparty

Eine Party im eigentlichen Sinn gab es nicht. Stattdessen habe ich mir mit meinem Lebenspartner japanische Ramen gegönnt, im Social Media gefeiert und war mit meiner Freundin im Café. Dort haben wir nicht nur mein Buch gefeiert, sondern auch ihre Neuveröffentlichung von „Seine Sensible Seite„.

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Genre: Mystery | Psycho-Thriller| Horror
Ebook: 3,99€ |Taschenbuch: 10,99€

Thalia | Epubli | Kobo |Amazon

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Copyright Titelbild: Baki Kilinc (bakipictures)