Gedanken-Mix

Rezension: Daimonion

… von Daniela Hochstein …

RezensionMartina Bauer_Rahmen


Handlung

Armon, ein reicher Adliger aus dem 18. Jh., muss sich nach seinem Tod dem „Hohen Himmlischen Gericht“ stellen. Als Dämon hat er die Welt jahrzehntelang heimgesucht. Es scheint nur logisch, dass die Himmelspforte für ihn verschlossen bleibt. Doch so einfach ist es nicht, ein Engel ergreift Partei für ihn und behauptet, Armon der Dämon, habe sehr wohl einen Platz im Himmel verdient, denn er sei ein rechtschaffener Dämon gewesen. Zu seiner Verteidigung beginnt Armon, seine Lebensgeschichte zu erzählen. Wir als Leser begleiten ihn auf dieser Reise. Beginnend mit seiner Verwandlung bis hin zu dem Tag, an dem er sich dem Himmlischen Gericht stellen muss.


Figuren

Da der Roman „Daimonion“ einiges an Umfang vorzuweisen hat, tauchen viele, sehr lebhaft beschriebene Charaktere auf. Armon ist jedoch unser Erzähler, der in der Ich-Perspektive berichtet. Wichtige weitere Figuren sind sein bester, menschlicher Freund und seine Schwester, die beide mehrere Jahre an Armons Seite sind und sein Handeln mitbestimmen.
Armons Zwiespältigkeit macht den Roman interessant, denn er will kein Dämon sein. Die Rolle, die ihm ungewollt zuteil wird, beschämt ihn, macht ihn verrückt. Armon will keine Menschen töten und sucht daher nur jene heim, die ihm unwürdig erscheinen. Seine eigenen Artgenossen jedoch behandelt er sträflich.
Die Figuren haben eine tragische Tiefe und sind realistisch gezeichnet. Besonders bewegend ist die Freundschaft zwischen Armon und seinem besten Freund, die zu zerbrechen droht, als letzterer von Armons wahrer Identität erfährt.


Insgesamt

Figuren und Idee zeichnen diesen Roman aus. Allerdings hat die Autorin Schwierigkeiten, ein gleichbleibendes Level von Spannung zu erzeugen. Stellenweise erscheint der Roman sehr langatmig. Da sehe ich Verbesserungsbedarf. Beispielsweise gerade zu Beginn, in der sehr beklemmenden Höhlenszene, als Armon zum Dämon wird, ertappte ich mich öfter dabei, mit den Gedanken abzuschweifen. Da diese Szene am Ende der Geschichte noch eine tragende Bedeutung bekommt, muss sie mehr Überzeugungskraft ausstrahlen. Trotzdem, und das muss ich der Autorin zu Gute halten, gibt es am Ende einige spannende Wendungen, die den Roman lesenswert machen. Kreativität hat Daniela Hochstein alle mal.
Für die Idee und die gut gelungene Figurenkonstellation vergebe ich vier Sterne.

Da Daimonion das Erstlingswerk der Autorin ist, bin ich gespannt, wie wohl ihr nächster Roman sein wird. Der, wie sie mir selbst mitteilte, gerade in Arbeit ist.

Ich wünsche euch einen angenehmen Mittwoch!

Link zum Buch: Daimonion

+ Mika +

Gedanken-Mix

Rezension: Weggetrieben …

… von Johannes Möhler …

RezensionMartina Bauer_Rahmen


Handlung

Martin ist verheiratet, Mitglied im Kanuverein und hat Freunde. Zwei richtig Gute um genau zu sein. Doch das zunehmende Alter bereitet ihm Probleme, er fühlt sich unattraktiv und langweilig. Er flieht in eine heiße Affäre und bekommt so die Anerkennung, die er dringend braucht. Was er jedoch nicht weiß: Seine Selbstzweifel sind nicht das Einzige, was sein Leben völlig auf den Kopf stellt. Einer nach dem anderen sterben seine Freunde. Die Polizei glaubt an Unfälle, aber Martin weiß genau, irgendjemand steckt dahinter und will den Männerfreunden an den Kragen.


Die Figuren

Dem Protagonisten Martin wird sich in diesem Werk auf psychologischer Ebene genähert. Ich erlebe Martins Ängst, seine Wünsche und muss auch an seinen Abgründen teilhaben. Obwohl der Roman nicht im Ich-Erzähler geschrieben worden ist, spüre ich stark Martins Perspektive. Mein Problem war jedoch, dass er mir unsympathisch war. Ohne Skrupel betrügt er seine Frau und kriecht am Ende reuig zu ihr zurück. So echt und lebensnah mir dieses Geschehen auch vorkommt, so sehr weiß ich auch, dass nicht jeder Ehemann ein solcher Feigling ist.
Ich finde, mit wenig Aufwand hätte Martin noch mehr von meiner Sympathie gewinnen können. Er könnte zumindest an die Folgen seines Verhaltens denken, Fehler bei sich suchen und sich zumindest darüber im Klaren sein, dass sein Betrug moralisch falsch ist. Das macht sein Fehlverhalten zwar nicht besser, aber dem Betrüger Martin gönne ich die grauenhaften Schicksalsschläge beinahe. Das wiederum führt dazu, dass ich gar nicht mehr so wissen will, was aus Martin eigentlich wird, weil er meinetwegen auch selbst Opfer des Mörders werden kann.


Insgesamt

Mit seinem bedrückenden Erzählstil schafft Johannes Möhler einen Thriller, der den psychologischen Spiegel des Haupthelden Martin darstellt und ohne die typischen Elemente eines Thrillers auskommt.
Anstatt ständig eine echte Gefahr in Form eines bösen Antagonisten zu zeigen, begleiten wir Martin auf seinem Weg in einen ernsthaft paranoiden Zustand, und wissen am Ende selbst nicht mehr, ob wir Martin noch glauben können. Der Roman ist ehrlich mit uns und der Realität, es gibt keine heroischen Übermenschen. Alle Figuren sind echt und lebensnah gezeichnet.

Wer also Lust auf einen Thriller hat, der sehr real ist und Interesse an Stimmungsschwankungen von Männern Mitte Vierzig hat, der findet hier die richtige Lektüre.
Ich für meinen Teil hatte aufgrund des sehr guten Schreibstils meinen Spaß, war jedoch vom Protagonisten stark enttäuscht.

Link zum Buch: Weggetrieben bei Lovelybooks

Veröffentlichungen

Überblick über meine Werke – chronologisch

Was genau eine Veröffentlichung ausmacht, ist im Zeitalter des Online-Publishing nur noch schwer nachvollziehbar. Bedeutet es noch immer das herkömmliche Veröffentlichen bei einem Verlag oder meint es nicht eher, dass man seine Werke der Öffentlichkeit zugänglich macht und der kritischen Meinung Anderer aussetzt? Wenn ja, dann veröffentliche ich schon seit etwa zehn Jahren.

Manchmal fühlt sich Schreiben an, als wäre da nur Chaos im Kopf!
Manchmal fühlt es sich beim Schreiben so an als sei da nur Chaos im Kopf!

Zu Beginn habe ich dafür die Plattform keinverlag.de genutzt und lud dort stilistisch eher schwache Kurzgeschichten hoch, die ich in einem Moment geistiger Klarheit nach kurzer Zeit wieder löschte. Ich kann sie wirklich niemandem empfehlen, aber es waren meine Anfänge. Trotz dieser eher durchschnittlichen Erfahrung fasste ich den Mut, meinen ersten Roman zu schreiben. Diesen veröffentlichte ich in ganz geringer Auflage als Print und verkaufte ihn. Leider musste ich auch nach erneuter kritischer Betrachtung feststellen, dass mein Werk nur halb so gelungen war, wie ich es erhofft hatte. Ich verzichtete daher darauf, das Werk online anzubieten. Es folgten zwei Jahre, in denen ich mich darauf konzentrierte, meinen Stil zu verbessern und einen Schritt nach vorn zu gehen, was die Qualität meiner Geschichten anging. In dieser Zeit veröffentlichte ich vorrangig Kurzgeschichten und bereitete meinen zweiten Roman vor. Meine ersten unsicheren Schritte in der ebook-Welt unternahm ich dann auf neobooks und konnte dort erneut wertvolle Erfahrung sammeln, denn schon ein Jahr später erschien mein Debütroman „Sieben Raben“. Mit diesem Werk fand ich dann auch endlich meinen Stil und mein Genre.

Damit ihr einen Überblick über die Irrungen und Wirrungen meines Schreibens bekommt, findet ihr hier eine chronologische Liste, die mit dem ältesten Werk startet. Ich arbeite daran, dass ihr zumindest die Kurzgeschichten in einer neuen Fassung auf der Homepage lesen könnt.


2015: Veröffentlichung von Kurzgeschichten in ebooks

Banner2015

  • Zähl bis zum Tod: Eine Horrorkurzgeschichte über einen Pachinkosüchtigen Mann, der dem Tod ins Gesicht sieht. Erschienen in der Anthologie „Dunkle Seelen“ der Autorengruppe Qindie. Ab 10. Oktober als ebook erhältlich. Die Einnahmen kommen der Autorengruppe zu Gute und werden bspw. für den Stand der Buchmesse 2016 verwendet.
  • Herzlos: Wer sein Herz verliert, kann nicht leben, außer …? Eine Horrorkurzgeschichte mit einem ängstlichen Einsiedler, der seinen Nachbarn ungewollt zu nahe kommt. Erschienen in der Anthologie „13 gegen den Herbststurm“.
  • Kristallene Realität: In 1.000 Worten eine Geschichte zu erzählen kann schwer sein. Ich habe mit 84 Autoren den Versuch gewagt und daraus entstanden ist eine Mystery-Geschichte über einen Zeichner und seine etwas andere Muse. Zu lesen ist die Geschichte in der Anthologie „Kurze Geschichten für Zwischendurch“.

2014: Erste ebook Veröffentlichung im Verkauf

Sieben Raben Cover Mond_blogSieben Raben: Ein Mystery-Krimi mit melancholischer Stimmung. Das Werk ist als ebook erhältlich und wurde mit dem Qindie Siegel für gute Qualität ausgezeichnet.

Todschwarzes Meer: Horror-Kurzgeschichte, die im Rahmen des neobooks Wettbewerbs eingereicht worden ist und auf wattpad gelesen werden kann.


2013: Ebook Veröffentlichung bei neobooks

GeschickFeind_CoverDas Geschick meines Feindes: Psychologischer Gegenwartsroman. Die Veröffentlichung erfolgte auf neobooks.de. Der Roman nahm am Neobooks Wettbewerb teil und wurde von den Lesern unter die besten zehn Bücher gewählt.

-derzeit nicht käuflich zu erwerben, da das Werk erneut korrigiert werden muss –


2012: Kurzgeschichten auf der Homepage und auf neobooks.de

Flammenjagd_CoverEiner von Fünf: Fantasy, um einen Krieger, der es mit todbringenden Nixen aufnimmt.

Flammenjagd: Fantasy, um einen Jungen, der die Lichter der Welt retten will und auf ein Geheimnis stößt.

Janus der Torhüter: historische Fantasy, um den Gott Janus aus der Antike.


2011: Kurzgeschichten auf der Homepage und auf neobooks.de


Cover_Weihnachtsstern3Online:
Lokaler Krimi, um einen Mord in Halle an der Saale.

Weihnachtsstern: Weihnachtskrimi, indem ein Mann sich seiner Stalkerin stellen muss.

Zwei Königskinder: Märchen, welches sich mit dem gleichnamigen Kinderlied befasst.


2010: Roman in kleiner Auflage als Print


Chedul_CoverChedul – Unter Feinden:
 Sci-Fi-Thriller, um einen Jungen, der für seine Freiheit kämpft.

Der Roman war in kleiner Auflage als Printexemplar erhältlich.