Die Affeninsel: Ein Ausflug in Japan

Sarushima
Heute soll es noch mal um Japan gehen. Ein etwas anderer Sight-Seeing-Spot ist die Insel Sarushima (Affeninsel) in Kanagawa. Ich habe sie im Frühjahr 2013 besucht.

 Über die Insel

Sarushima (auch Park Sarushima 猿島公園) ist in der Bucht Tokyo die einzige natürliche Insel. Seit der Edo-Zeit diente sie militärischen Zwecken und sollte dazu dienen, die Bucht Tokyo zu schützen. Mit dem Ende des 2. Weltkrieges war diese Verteidigungsfunktion jedoch nicht mehr notwendig. Ziel war es von nun an, die Insel zu seinen Ursprüngen zurückzuführen und sie daher der Natur zu überlassen. Aus diesem Grund sind die alten Militärgebäude auf der Insel verlassen und die Insel ist unbewohnt. Ein Ausflug nach Sarushima ist damit ein Stück erlebte Geschichte. Wer des Namens wegen Äffchen erwartet, wird jedoch enttäuscht. Es gibt leider keine Affen auf Sarushima. Dafür gibt es umso mehr Vögel und Wassertiere (Informationen zur Insel gibt es hier).
Ruine auf der Insel. Ist das vielleicht ein Ausguck?

Ruine auf der Insel. Ist das vielleicht ein Ausguck?


Warum ist die Insel nun eigentlich interessant?

Ein längerer Aufenthalt in Japan kann frustrierend sein, denn die übervolle Metropole Tokyo nimmt einem die Luft zum Atmen und manchmal auch den Raum zum Denken. Zumindest im März kann Sarushima da eine gute Alternative bieten. Die Insel ist in der Zeit fast menschenleer. Stille beherrschte bei meinem Besuch die Umgebung und trotz Wind und Wetter war es angenehm warm. Von Großstadtstress keine Spur. Man ist mitten im Meer, mitten in der Natur und das unweit von Tokyo entfernt.

Etwas schräg, da auf der Fähre aufgenommen, sieht man hier die ganze Insel mitten im Meer.

Etwas schräg, da auf der Fähre aufgenommen,
sieht man hier die ganze Insel mitten im Meer.


Das Flair der Insel im März 2013

Versteckt zwischen Bäumen und viel Gestrüpp finden sich auf Sarushima militärische Bunker, die in die Berge eingelassen sind und der Insel ein düsteres Flair geben. Sie sind sehr gut erhalten, man muss also keine Angst haben, dass über dem Kopf etwas zusammenbricht. Überall gibt es Schilder, welche über die Geschichte von Sarushima berichten und man hat den Eindruck, zumindest für einen kurzen Augenblick in eine andere Welt geraten zu sein. Zudem gibt es Steinstrände, die ins Meer reichen. Wenn man vorsichtig ist, kann man so eine kühle Meeresbrise erhaschen und Meerestiere beobachten.
Ausblick von der Insel. Im Hintergrund ist das japanische Festland zu sehen.

Ausblick von der Insel. Im Hintergrund ist das japanische Festland zu sehen.

Das Wasser war so klar, dass ich sogar Meeresbewohner fotografieren konnte.

Das Wasser war so klar, dass ich sogar Meeresbewohner fotografieren konnte.

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Barbecue oder: Vögel haben Hunger!

Eine ganz andere Sache ist das Barbecue. Da Sarushima über einen recht großen Sandstrand verfügt, ist die Insel bei Japanern als Grillplatz beliebt. Auch bei meinem Besuch grillte eine Familie in der Märzsonne. Ganz ungestört waren sie dabei nicht. Sobald ein wenig Rauch in den Himmel gestiegen war, versammelte sich eine hungrige Schar Greifvögel über der Szenerie und … schnappte sich in einem unbeobachteten Moment im Sturzflug ein dickes Stück Fleisch. In kürzester Zeit war der Himmel voll mit Vögeln, ganz zum Leidwesen der grillenden Japaner, die mit den Armen rudernd ihr Essen beschützten.
Die Vögel kreisen über Sarushima.

Die Vögel kreisen über Sarushima.

Auf die Insel kommt man übrigens mit einer Fähre, die im Sommer täglich und im Winter am Wochenende fährt. Abends muss man zurück nach Kanagawa fahren, denn Zelten ist auf der Insel nicht gestattet.

Das war es von meiner Seite. Ich wünsche euch noch einen guten Sonntag.

+ Mika +

Ein Gedanke zu “Die Affeninsel: Ein Ausflug in Japan

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