Rezension: Schlechtes Blut …

… von Martina Bauer …

RezensionMartina Bauer_Rahmen


Handlung

In Annas Kindheit passiert etwas Furchtbares. Ihre Schwester wird brutal ermordet und der Mörder nie gefunden. Was sich hinter dem rituell anmutenden Mord verbirgt, erfahren wir in diesem aufreibenden Roman. Dabei bleibt stets die Vermutung, ob Anna nicht selbst etwas mit dem grausamen Ende ihrer Schwester zu tun hat. Oder kann es gar sein, dass es die Sumpfhexe, von der man sich schaurige Märchen erzählt, tatsächlich gibt und diese der Mörder ist?

Martina Bauers Roman hat einen lokalen Bezug und kriminalistische Züge. Ich muss zugeben, dass Klappentext und Cover meine Erwartungen etwas in die Irre geleitet haben. So hatte ich gedacht, es handele sich bei „Schlechtes Blut“ um die Geschichte einer brutalen Mörderin. Zum Glück war es am Ende nicht so einfach und die Auflösung bot Überraschungen. Idee und Handlung wurden sehr gut miteinander verflochten und bieten vielr Alternativen zum Mitdenken.


Die Figuren

Die Hauptfigur Anna, ihre Mutter, ihre Schwester und die zwei männlichen Protagonisten werden überzeugend dargestellt. Ich kann mich gut in sie hineinfühlen und habe sofort Sympathie für Anna, die naiv und trotzdem bestimmt ihren Weg geht. Besonders ist dieser Roman deshalb, weil die Hauptfiguren nicht den typischen Heldenklischees entsprechen. Sie sind in besonderer Weise „normal“, haben jedoch ihr eigenes Päckchen zu tragen und verlieren darum nicht an Tiefe.

Allerdings waren mir zu viele Personen im Roman unterwegs. Besonders Annas Klassenkameradin und Sophies ehemaliger Bekannter waren sehr farblos. Schade eigentlich, denn die Autorin kann es ja, das steht fest.


Insgesamt

Sprachlich ist dieser Roman klar, schnörkellos und gerade deshalb spannend. Er bedient sich nicht der gängigen Klischees, sondern will anders sein.
Dass der Klappentext irreführende Erwartungen schürt, kann schwierig sein, wenn man nicht bereit ist, sich auf diese Art einzulassen, denn die Geschichte lebt davon, dass sie zaghaft voranschreitet und mit wenigen Thriller-Elementen arbeitet. Darauf sollte man sich einlassen und schon hat man eine super Lektüre für Zwischendurch, denn „Schlechtes Blut“ ist kurz, knapp und mitreißend. Ein schönes Stück Literatur, das ich gerne weiterempfehle. Das Qindie-Siegel (Was ist Qindie: Klick hier!) hat sich das Werk verdient.


Fragt ihr euch, was der Rabe neben dem Buch zu suchen hat?

Ich vergebe auf meinem Blog keine Sterne, da ich überzeugt bin, dass meine Rezensionen auch ohne diese Bewertung deutlich machen, wie gut mir das Werk gefallen hat. (eine Diskussion dazu findet ihr HIER!) Deshalb habe ich mich entschieden, nur Empfehlungen auszusprechen. Alle Bücher mit Rabe werden direkt von mir weiterempfohlen, weil sie nicht nur strukturell, stilistisch und von der Rechtschreibung überzeugt haben, sondern weil sie mir schlichtweg gefallen und meinen persönlichen Geschmack getroffen haben.

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