Gedanken-Mix

#Buchpassion: Bücher verändern die Welt

Letztes Wochenende lief die Aktion #Buchpassion, die das Hobby Lesen wieder mehr in den Vordergrund rücken möchte und sagen will: Lesen ist nicht langweilig. Da dachte ich mir, ein Statement zu diesem Thema darf auch auf meinem Blog nicht fehlen. Und es geht vor allem um die Frage: Welches Buch hat mich am meisten beeinflusst. 


In dem Haus, wo ich aufgewachsen bin, waren Bücher überall. In Regalen, in Vitrinen, in meinem Zimmer, auf dem Couchtisch, und sie galten als etwas Besonderes, waren gleichzeitig aber auch etwas Selbstverständliches. So wie Gläser in einem Küchenschrank. Deshalb kann ich mich auch nicht daran erinnern, wie ich mein erstes Buch aufschlug. Es war mehr der Weg in die Bibliothek, der sich einprägte. Raus aus dem Auto, über die Straßen, die Stufen hoch, rein ins Gebäude und dort den Geruch von Papier einatmen. Trotzdem gibt es für mich dieses eine Buch, mit dem irgendwie alles angefangen hat.

Ich muss so etwa 13 Jahre alt gewesen sein, da hört ich von meiner Freundin aus der Schule etwas über einen merkwürdigen Autor namens: Stephen King. Ein Autor, den sie damals wohl als „total spannend“ bezeichnete. Nichts für schwache Nerven, aber richtig, richtig gut. Also dachte ich mir, versuchen wir es mal nicht in der Bibliothek (dazu hätte ich mich ja gedulden müssen) und durchforstete die Bücherregale unseres Hauses. Und tatsächlich: da war es. Hinten mit Lesefalten, an den Rändern abgeknickt und dick wie kein Buch, das ich je zuvor in den Händen gehalten hatte: „Das letzte Gefecht“. Ein Wälzer von gut 1000 Seiten. In dem Moment, als ich es in den Händen hielt, wusste ich: Dieses Buch wirst du besiegen. Aus heutiger Sicht klingt das dramatisch und ich stelle mir vor, wie ich mit Siegerpose im Zimmer stand und mich anfeuerte. In Wirklichkeit war das ein ganz gewöhnlicher Moment. Nicht besonders eindrücklich, emotional oder euphorisch. Aber, ich werde ihn niemals vergessen. Der Grund war das, was danach folgte.

Ich habe das Buch überall mit hingeschleppt und in jeder freien Sekunde gelesen. Ich redete mir ein, es sei das beste und großartigste Buch auf der Welt und niemand außer mir versteht es so gut wie ich. Dass es streckenweise langweilig war, interessierte mich dabei gar nicht. Ich mochte den harten und teils vulgären Ton genauso wie die düstere Stimmung, die durch jeden Satz zu spüren war. Es hat irgendwie gepasst. Dieses Schauermärchen von einer untergehenden Welt, in der sich Parteien formieren und einander bekämpfen. Es war Liebe auf den ersten Blick.

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Von „The Stand“ hatte ich eine ganz alte Version von Bastei Lübbe zu Hause. Es war ein Leihexemplar von jemandem und sah deshalb ungewöhnlich abgenutzt aus. Aber genau das verlieh ihm seinen eigenen Charme.

Und plötzlich wollte ich es auch, ein Buch schreiben. Natürlich hatte ich schon vorher den ein oder anderen Text verfasst (Final Fantasy Fanfictions waren das), aber es waren immer Kurzgeschichten oder Ideen, die ich nach einigen Seiten abbrach. Das wollte ich unbedingt ändern. Ich setzte mich hin und schrieb. Seite, um Seite, um Seite. Ich bin sogar extra früh am Morgen aufgestanden, nur um mein Soll zu erfüllen. Natürlich schrieb ich handschriftlich, weil das so „cool“ aussah. Bis ich 100 Seiten Text vor mir liegen hatte und das erste Mal ENDE unter ein Projekt schreiben konnte. Zu der Qualität dieses Textes äußere ich mich lieber nicht, er verstaubt in irgendeinem Ordner und will nicht mehr gelesen werden. Aber ich dachte: WOW, du wirst der nächste Stephen King, kaufst dir eine Villa und regierst die Welt. Na ja, so oder so ungefähr war das.

Kommen wir jedoch zurück zum Punkt. Stephen King hat mich jahrelang begleitet. Ob es „Stark the dark half“ war, „Friedhof der Kuscheltiere“ oder „Duddits Dreamcatcher“, das bis heute zu meinen Favoriten zählt, ich habe jedes seiner Bücher verschlungen. Seine Geschichten haben mich sehr stark beeinflusst und sind vermutlich der Grund dafür, weshalb ich bis heute keine romantische Liebesgeschichte schreiben/lesen kann, sondern eher auf Action stehe, wo auch mal Blut spritzt. Heute lese ich King nicht mehr. Er schreibt zu langatmig und nicht über die Themen, die mich interessieren. Trotzdem war er es, der mich und meine kleine Welt verändert hat. Ohne, dass ich es selbst gemerkt habe. Bücher können so toll sein! 😀


Und da wir beim Thema Lesen sind, die Lektorin Victoria Linnea hat eine Umfrage erstellt, mit der sie herausfinden möchte, warum wir bestimmte Bücher vorzeitig weglegen und andere nicht. Es wäre schön, wenn ihr euch zwei Minuten Zeit nehmt und eine Antwort abgebt. Sie wird die Umfrage demnächst auf ihrem Blog auswerten. Meine No-Gos sind ja ganz persönlich Klischees und eine passive Frauenrolle. Da sehe ich mich stets selbst im Buch stehen, als Opfer stigmatisiert und zu nichts weiter zu gebrauchen als zum … Na, ihr wisst schon. Geht gar nicht!
Hier der Link zur Umfrage: Die Fehler der anderen Autoren

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Bilder:

Beitragsbild: Kapri Zios

Das Bild „The Stand“ zeigt einen Ausschnitt des Covers der gleichnamigen Serie. Das Urheberrecht liegt bei den Machern.

 

 

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Serve the good: Zeichnen inspiriert

Zeichnen ist etwas, das mich seit Jahren begleitet. Vor einigen Jahren konnte ich stunden- und tagelang den Stift nicht aus der Hand legen. Gezeichnet habe ich vor allem Menschen im Mangastil. Heute habe ich kaum noch Geduld, eine Zeichnung überhaupt fertigzustellen. Meist bleibe ich bei einfachen Skizze, die ihr vereinzelt auch in den Beiträgen hier auf dem Blog sehen könnt. Vielleicht fragt ihr euch jetzt, was dieses Thema auf einem Schreibblog zu suchen hat. Ganz einfach: Derzeit stecke ich in einem Kreatief. Egal was ich tippe und wie lange ich es verändere, es gefällt mir nicht. Zeichnen sollte meinen Geist lockern.

Ursprünglich wollte ich deshalb etwas aus meinem Projekt auf Papier bringen. Das hätte mir vielleicht einen neuen Blickwinkel beschert, doch im Grunde gelingt mir das nur an richtig guten Tagen. Dann kam die Rettung. Meine Freundin Stella Delaney schrieb gerade an einer Kurzgeschichte für eine Anthologie. Ihr Protagonist hat eine Abneigung gegen weiße Flächen und das kam mir bekannt vor. Ich vor einem weißen Blatt Papier, auf das eigentlich Worte gehören. Ich hatte sofort ein Bild im Kopf, das mich nicht wieder losließ. Ihr kennt das sicher. So als ob man einen guten Film gesehen hat, den man einfach nicht vergessen kann. Oder wenn man einen Gedanken hat, der einen mehrere Tage verfolgt. Jedenfalls setzte ich mich hin und machte eine winzige Skizze:

Skizze
Aus der Leinwand sollte so etwas wie eine schwarze Wolke wachsen.

Obwohl ich nur fünf Minuten brauchte wurde mir schmerzlich bewusst, dass ich weder eine Ahnung hatte, wie eine Leinwand aussieht, noch wie die Proportionen des Menschen richtig waren. Meine Frustration steigerte isch ins Unermessliche und ich war kurz davor alles abzubrechen. Zum Glück hatte ich gute Unterstützung und rappelte mich auf. Ich entschied, meinem Mitbewohner abzuzeichnen und ein gutes Foto von einer Leinwand  als Vorlage zu nutzen. Und siehe da, es funktionierte. Bis halb zwei in der Nacht saß ich da, meinen Bleistift in der Hand und zeichnete, was das Zeug hält. Hier das Ergebnis:

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Ich zeichne meist nur mit Bleistift und ergänze einige wenige Akzente.

Eigentlich hätte ich an der Stelle zufrieden sein können, aber wie es so ist, gefiel mir der Scan überhaupt nicht. Am PC sehen Bleistiftzeichnungen immer so blass aus. Ich wollte also mehr Kontrast und tiefe Schatten, weshalb ich mich meiner Photoshopkenntnisse und eines Grafiktabletts bediente. Im Grunde zog ich dabei nur die Linien dunkel nach, fügte Schatten ein und ergänzte etwas Rot.

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Was das Bild bedeutet ist gar nicht so leicht zusammenzufassen. Beim Zeichnen selbst, mache ich mir natürlich immer irgendwelche Gedanken, die ich dann aber in Sekunden verwerfe. Ich habe mir Stellas Figur ausgeborgt und sie im Grunde in einen neuen Kontext gesetzt.  Ich stelle mir vor, wie Alan einen Brief bekommt, in dem er aufgefordert wird, ins Militär einzutreten (der echte Alan ist Soldat, soweit mir das richtig im Kopf geblieben ist). In dem Moment als er das Schreiben öffnet und begreift, worum es geht, taucht vor ihm diese Leinwand auf und ein Schatten legt sich über ihn. Einerseits will er den Unschuldigen und Guten dienen, andererseits weiß er, dass Soldaten oft unmenschlich handeln müssen. Die angedeutete Zeichnung auf der Leinwand ist eine also Illusion, die sich in einer Explosion löst. Pow, und dann kommt die Dunkelheit.

Lasst es euch gut gehen.
+Mika+


Ich bitte darum, die Bilder nicht ungefragt zu verwenden. Ihr könnt sie gern teilen und weiterverbreiten, aber gebt bitte stets diese Seite und meinen Namen als Quelle an. Ich danke euch!

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Wo wir Inspiration finden

Mein heutiger Blogeintrag möchte mit euch auf Entdeckungsreise gehen. Wir suchen gemeinsam Inspiration, denn dass diese tatsächlich vom Baum fällt wie auf meinem Beitragsbild ist in der Regel nicht der Fall. Damit wir von irgendetwas inspiriert werden können, müssen wir Neues wagen, suchen und unermüdlich Ausschau halten. Inspiration kann sich hinter jeder Ecke verstecken, ob in Form von Musik, Bildern, Romanen, dem Alltag oder einer erlebnisreichen Reise. Wenn man geübt genug ist, kann man selbst aus dem unsinnigsten Ding etwas machen, was später die Grundlage für etwas Großes ist. Da ich auf Tipps zum Finden von beflügelnden Momenten verzichten will, stelle ich euch heute drei Dinge vor, die mich in den letzten Wochen kreativ unterstützt haben. Mal sehen, ob ich euch mit meiner Auswahl überraschen kann.


Dokumentationen sind nicht immer was für Langweiler

Ich habe keinen Fernseher, da ich auf Familiendramen a lá RTL keine Lust mehr habe. Vielleicht geht es auch ähnlich. Aus dem Grund habe ich mir angewöhnt, Dokumentation auf Youtube zu schauen. Meine Vorliebe liegt bei Dokus über Straftäter wie Ted Bundy. Sie gehen oft auf psychologische Details des Täters ein und machen einem klar, dass jeder Mensch ein Mörder sein könnte. Verstörende Vorstellung, aber das ist ein anderes Thema. Während meiner Dokusession entdeckte ich dann den Titel „Kannibalen auf dem Medusafloß„. Genau das Richtige für mich. Im Zentrum der Dokumentation steht das Ölgemälde von Théodore Géricault „Das Floß der Medusa“, das Schiffsbrüchige auf einem Floß zeigt. Er hat es zwischen 1818 bis 1819 gemalt:

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Die künstlerische Überzeichnung der Szenerie täuscht darüber hinweg, dass es sich bei dem Bild um brutale Realität handelte. Denn das grauenhafte Bild ist vom Künstler nicht etwa frei erfunden worden, sondern zeigt einen Vorfall, der sich tatsächlich ereignet hat. Ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen, möchte ich kurz zusammenfassen, worum es ging: Die Fregatte La Méduse sticht 1816 in See. An Bord sind Edelmänner, Familien und Matrosen zugleich. Als das Schiff an der afrikanischen Küste auf eine Sandbank aufläuft, rettet sich ein Teil der Passagiere in Rettungsboote. Doch nicht alle finden Platz. Die entbehrliche Crew, 151 Mann, wird auf ein Floß verfrachtet, das behelfsmäßig zusammengezimmert worden ist. Obwohl es das Ziel ist, das Floß an Land zu ziehen, gelingt dies nicht und die Menschen darauf werden der See überlassen. Nach 14 Tagen auf dem offenen Meer, ist endlich Land in Sicht, doch von den 151 Personen leben nur noch 15. Von Kannibalismus ist die Rede, von Mord und menschenunwürdigen Bedingungen.

Die Dokumentation schildert jedoch nicht einfach nur den Vorfall. Es geht um Géricaults fanatische Sucht ein Meisterwerk zu schaffen. Darum, wie das Floß in der Realität hätte aussehen können und wieso es nicht verwunderlich war, dass am Ende der Reise nur noch eine Handvoll Männer übrig blieb. Der Vorfall wird aus der Sicht des Künstlers, des Forschers und der Männer genau dargestellt.

Ganz unweigerlich begann ich beim Konsum der Dokumentation mir zahlreiche Fragen zu stellen. Werden wir fähig im Angesicht des Todes über unsere menschlichen Grenzen zu gehen, weil Hunger uns besiegt? Treibt und Enge und Not in einen Sog aus Panik? Töten wir, damit wir selbst überleben können? Eine schaurig reale Geschichte, die für mich aus psychologischer Sicht genügend Stoff hergeben würde, um einen Roman zu schreiben. Kein Wunder, dass der Künstler beinahe besessen von seinem Gemälde war …


Kurze Animationsfilme: Alles nur Trickfilmquatsch, oder?

Eine meiner liebsten Inspirationsquellen sind seit jeher Animationsfilme. Bevor ich darauf jedoch näher eingehe, schaut euch einfach mal dieses Video an. Es gehört zu meinen Favoriten und spricht für sich. Zur Länge: Mehr als zehn Minuten sollte es nicht dauern.

Nun mein Kommentar: Ist euch etwas aufgefallen? Genau, es wird gar nicht gesprochen. Animationsfilme, wie die früheren Versionen von Mickey Mouse funktionieren ohne Gespräche. Sie leben allein von Bildern, Musik und der Gewalt dessen, was diese uns erzählen. Innerhalb von wenigen Minute reiht sich eine Szene an die nächste und wir verstehen sofort, worum es geht. Oder war euch nicht klar, dass das da im Video Tod und Leben oder Winter und Sommer sind? Dazu brauchtet ihr niemanden, der mit dem Finger drauf zeigen und sagt: „Ey, guck mal, die sieht aus wie Sommer.“ Es wird mit unserer Vorstellungskraft gespielt und eine Geschichte erzählt, die schockierend und anrührend zugleich ist. Tod und Leben halten sich die Hand, doch sie treffen sich nie. Für mich ist das ganz großes Kino und veranschaulicht, was ich mir unter „show, don’t tell“ vorstelle. Ein Satz, der in der Schriftstellerei gern mal einem Stoßgebet gleich von sich gegeben wird. Es ist nicht wichtig, zu sagen, was passieren wird oder hätte passieren können, wichtig ist, es zu zeigen.


Beeindruckende Persönlichkeiten: Noella Borie und Faceless Neil

Erst gestern bin ich auf die Künstlerin Noella Borie und ihren „Faceless Neil“ gestoßen (Faceless Neil und seinen Kumpel Manny seht ihr oben). Gestartet bin ich bei einen Kurzanimationsfilm, dessen Hauptperson sich als „Neil“ entpuppte. Da der Protagonist meines derzeitigen Romanprojekts ähnlich heißt (Neel) wurde ich neugierig. Einige Kurzfilme und etliche Internetbesuche später war ich dann schlauer. Noella Borie startete ihr Projekt „Faceless Neil“ 2009. Es war ursprünglich eine Hausaufgabe im College, die sie so lieb gewann, dass sie einen Film drehen wollte. Ganz im Stil von Stop-Motion-Animation wie bei Filmen von Tim Burton bekannt. Mit Hilfe einer Crowd-Funding Aktion sammelte sie genügend Geld, um sich ein kleines Stück vom Traum zu erfüllen. Die erste Szene ihres Films wurde 2014 umgesetzt.

Aber was ist das jetzt eigentlich für ein merkwürdiger Junge ohne Gesicht? Der arme Neil hat sich offensichtlich zwischen der Welt der Toten und Lebenden verirrt und dabei auch noch sein Gesicht verloren. Zurückgeblieben sind nur leere, schwarze Augen. Da er natürlich nicht so bleiben will, macht er sich auf die Suche nach einem neuen Gesicht. Im Gepäck einen gesprächigen Geist in Gestalt einer Schlange. Klingt verrückt? Natürlich klingt es das, aber schon allein deshalb ist es Inspiration genug. Und mal ehrlich, wer so verbissen an seinen Traum glaubt und selbst fünf Jahre nach der ersten Skizze seines Projekts nicht aufgegeben hat, der kann nur bewundert werden.

So und nach all dem Gerede über meine Quellen der Inspiration interessiert mich jetzt, was euch beflügelt hat? Gibt etwas, was euer Kopfkino in Gang setzt, sodass ihr einfach nicht mehr aufhören könnt, an einer Idee festzuhalten?

Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende

+Mika+

PS: Mein nächster Beitrag wird voraussichtlich Dienstag erscheinen. Darin geht es um die „Nacht der wilden Worte“ in Hamburg. Es ist eine Schreibnacht, die morgen ab 18 Uhr im Rahmen des NaNoWriMo veranstaltet wird. Ihr dürft also gespannt sein.


Quellen:

Beitragsbild von Flickr.com

Dokumentation „Kannibalen auf dem Medusafloß“

Faceless Neil Homepage

Noella Borie bei Kickstarter und Vimeo Channel