Juli 2017: Bezirk Null und Camp

Guten Morgen ihr Lese- und Schreibbegeisterten,

na, wie seid ihr heute so aus dem Bett gekrochen? Seid ihr fit für den Tag und sprüht vor Energie oder hat sich eure Stimmung nach den Wasserfluten der letzten Tage eingeregnet? Ich muss sagen, dass ich Regentage unheimlich mag, sie haben für mich etwas Inspirierendes und Magisches (außerdem war es ja nicht mal kalt). Ähnlich wie Tage mit Hochnebel. Da kommt dann wohl meine dunkle Seele zum Vorschein. 😀
Mein Blick fiel nach einem guten Kaffee vorhin allerdings als erstes auf den Kalender. Es ist der 01. Juli! Sechs Monate sind im neuen Jahr schon vergangen. Also wow, es ist Halbzeit, Bergfest oder wie auch immer man das nennen möchte. Das heißt, ich habe noch ganze sechs Monate, also 184 Tage, um zu schaffen, was ich mir vorgenommen habe, nämlich mein Projekt „Bezirk Null“ in der ersten Überarbeitung fertigzustellen. Und dabei hilft mir in diesem Monat auch der Camp NaNoWriMo. Solltet ihr noch nicht wissen, was hinter dem merkwürdigen Kürzel (nein, keine Partei und auch kein Amt) verbirgt, hier kurz erklärt: Das Camp NaNo ist der Ableger dieses verrückten Schreibmonats im November, wo man versucht, 50.000 Wörter zu verfassen, einfach, um seinen eigenen Schweinehund und seine inneren Zweifel zu besiegen. Zum Camp legt man sein Ziel selbst, Seitenzahlen, Stunden, Wörter, Zeilen, alles möglich. Es geht also nicht allein darum, eine Masse an Text zu produzieren, sondern auch darum, ihn zu verbessern.
Im letzten Jahr war ich mehr oder weniger mit dabei, steckte tief in der Überarbeitungsphase von Totenläufer und hatte kaum die Möglichkeit, bewusst über mein Schaffen nachzudenken. Ich war einfach total beschäftigt. Dieses Jahr ist anders und ich möchte jeden einzelnen Tag nutzen, um mich wieder mehr mit meinem Projekt zu befassen. Inklusive Blog, inklusive Plotskizzen und vor allem, ja, vor allem einer Menge an Spaß! Also nichts da mit Zurückhaltung! Diesen Monat wird in die Tasten gehauen. YEAH!

Was ist mein Ziel?

Ich möchte täglich eine Seite schreiben oder überarbeiten. Das ist viel, aber machbar. Wenn alles gut läuft, bekomme ich Kapitel eins und zwei von Bezirk Null fertig und hätte eine gute Grundlage für die nächsten Monate. Zudem möchte ich noch eine Horrorkurzgeschichte für Qindie, in der Kaninchen eine Rolle spielen, zu Ende schreiben. Es wird mal etwas Anderes, beabsichtigt klischeelastig und skurril lustig, wenn mein Plan aufgeht.

Vorläufiges Projektcover zur Motivation für Bezirk Null, ohne Gewähr auf grafisch schöne oder korrekte Darstellung:

CoverVorläufigBezirkNull.jpg

Was liegt sonst an?

Morgen werde ich online lesen, mit neun Kollegen der Autorenruppe Tödlich. Bin schon sehr nervös, muss ich sagen. Wer also noch nichts vorhat, ist gern eingeladen, mal reinzuschauen. Ich selbst lese von 20:30 Uhr bis 21:00 Uhr meine Krimi Kurzgeschichte Rosenblut. Ein rachsüchtiger und überraschend kalter Text. Hier der Link zum Stream: KLICK MICH! und zur Veranstaltung mit allen Details.

KrimiGruppe_Lesung_Neu.jpg


Und was ist mit euch? Seid ihr beim Camp NaNo dabei oder macht ihr diesen Monat Urlaub und entspannt?

 

LBM 2017: Es wird anders

Nur noch eine Woche, dann geht in Leipzig wieder der Messewahnsinn los. Von Belletristik, Self-Publishing, Design und Mangas gibt es alles zu sehen und einen breiten Veranstaltungsplan. Für mich ist es DAS Ereignis des Jahres und dieses Mal wird es eine ganz neue Erfahrung, denn ich werde als Ausstellerin und Autorin hier und dort zu finden sein. Was ich genau mache? Das erfahrt ihr in hier im Beitrag.


Drachennacht

Habt ihr schon vom Drachenmondverlag gehört? Wenn nicht, ist euch da wirklich ein Hype entgangen. Lange Schlangen vor dem Messeständen zur Signierstunde sind keine Seltenheit, denn der Verlag hat ein gutes Konzept: schicke Designs und magische Fantasy. Letzteres ist nicht mein bevorzugtes Genre, aber es macht natürlich trotzdem Spaß sich unter das Fantasyvolk zu mischen. Am Messesamstag wird es abends eine Veranstaltung geben, die sich „1. Leipziger Drachennacht“ nennt und ein echter Geheimtipp ist. Ich hätte davon ja nichts mitbekommen, aber meine Freundin Stella Delaney hat zum Verkaufsstart der Tickets den Kampf gegen die überlasteten Server geschlagen und gewonnen, darum kann ich abends dabei sein. Ich freue mich riesig darauf!

Drachennacht


Papyrus Autor in Halle 5 D503: Da bin ich

Auf Facebook und an anderen Stellen habe ich kleine Hinweise gegeben und meine nächsten Bekannten und Freunde wissen es schon. Seit Dezember wohne ich in Berlin wohne und arbeite Seite an Seite mit dem Entwicklerteam von Papyrus Autor zusammen. Einer Software für Autoren, die aus Texten das Beste herausholt. Kein Wunder also, dass wir auch auf der Leipziger Buchmesse sind und ich mit aushelfe. Freitag, Samstag und Sonntag findet ihr mich also dort: In Halle 5 an Stand D503.

Und wenn ich nicht am Stand bin, bin ich mit Stella unterwegs, die extra aus der Schweiz angereist ist, trotz straffem Zeitplan! Wir werden am Donnerstag Leipzig unsicher machen. Leipzig, wir kommen! :3


Podiumsgespräch am Sonntag um 13:30Uhr, Stand D600

LBM_Podiumsgespräch

Ich werde in Leipzig als Autorin meinen ersten Auftritt vor Publikum haben. Anna Wagner von Epubli hat mich vor etwa zwei Monaten angesprochen, ob ich nicht an einem Podiumsgespräch teilnehmen möchte. Nun ist es soweit und ich bin wahnsinnig gespannt, wie das wird. Mit zwei anderen Autorenkollegen diskutiere ich über Strategien, wie man neben Beruf und Alltag eigentlich zum Schreiben kommt. Würde mich freuen, wenn der ein oder andere mal vorbeischaut.

Link zur Ankündigung: Veranstaltung


Taschenbuch Totenläufer und Sieben Raben

Last but not least, wer sich meine Büchlein als Taschenbuch anschauen möchte und mal das Gewicht testen möchte, der kann zum Qindie-Stand (Halle 5 C301) oder zum Epubli-Stand (Halle 5 D209) tingeln. Dort steht jeweils ein Büchlein von mir zum Anschauen, Prüfen, Reinlesen … dran riechen? Ich weiß, klingt verrückt, aber ich mag den Geruch von Papier einfach sehr. Weiß nicht, wie es euch geht.

Das war dann schon alles. Wir sehen uns auf der Messe. Ich freu mich.
Demnächst dann mal wieder einen ausführlichen Beitrag zum Schreiben hier auf dem Blog. Muss neben Umzug und allem anderen nur noch meine Routine wiederfinden.

+Mika+

Blogbeitrag_LBM_Foto.JPG

Bezirk Null

Guten Abend ihr Lese- und Schreibbegeisterten,

einige von euch verfolgen mein Blog ja nun schon seit über einem Jahr und haben miterlebt, wie mein Manuskript Totenläufer Stück für Stück gewachsen und zu einem vollständigen Buch geworden ist. Alles begann mit einer Liedzeile und endete mit einem 400-seitigen Taschenbuch. Obwohl „endete“ der falsche Ausdruck ist, denn die Geschichte ist noch längst nicht zu Ende erzählt. Immerhin habe ich Band I mit einem bösen Cliffhanger enden lassen! Verzeiht mir. Nun, da Viele das Buch gelesen haben, darf ich es ja offiziell aussprechen. Ich habe einen Cliffhanger benutzt! Und ja, es fühlt sich gut an. War echt schwierig, das über Monate geheim zu halten. Zurück zum eigentlichen Thema. 2017 steht im Zeichen von Band II …


Was wird euch im nächsten Buch erwarten?

Es wird einige unvorhersehbare Wendungen geben, irgendwer entpuppt sich wohl als Feind und irgendwas passiert mit den Protagonisten. Ich weiß, damit habe ich eigentlich nichts gesagt und das war auch das Ziel, noch behalte ich die Details für mich. Aber im Laufe der nächsten Monate werde ich hier ein wenig vom Inhalt preisgeben. So viel soll aber schon mal gesagt sein: Es wird mehr Action geben. Immerhin ist ein gewisser Soldat nun auf freiem Fuß und kann seine charakterlichen Widersprüche ohne Hemmungen zeigen.

Heute geht es aber erstmal um den Titel. Letztes Jahr fiel es mir ja unheimlich schwer, überhaupt zu entscheiden, wie mein Buch heißen wird. Erst zwei Monate vor der Veröffentlichung wusste ich eine Lösung und das war doch ein wenig zu spät. Nun steht der Titel fest, bevor überhaupt die Rohfassung fertig ist, aber das motiviert:

Bezirk Null.jpg

Stellt euch das Ganze in Silver Coin Schrift vor. Ich bin gerade mit Netbook unterwegs und mir fehlt da die Schriftart.

Band II wird also „Bezirk Null“ heißen. Nicht Teppichläufer, nicht Silbermünzenverkäufer und auch nicht 203er. Es ist schlicht „Bezirk Null“.  Die Bezeichnung für einen Ort, der gar nicht existieren dürfte, aber es dennoch tut. So wie die Null für das Nichts steht. Ein Bezirk, der im Grunde ein Paradoxon ist. Ob da nun Chaos und bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen, wie behauptet wird, wird sich zeigen. Fakt ist, es liegt viel Schnee …


Zitat und wie weit bin ich?

Ich kann zumindest sagen, dass die erste Szene so gut wie fertig ist und 53.000 weitere Wörter, mit mehr oder minder guter Qualität, warten auf eine Überarbeitung. Ich habe ansonsten die Struktur durchdacht, muss aber noch einige Plotlöcher stopfen, die sich wie Abgründe vor mir auftun. Wie immer heißt es da: Aufgeben zählt nicht. Und falls es euch beruhigt … auch in meinem Buch wurde zur Abwehr von Fremden eine Mauer gebaut. So komisch ist das in den USA also alles gar nicht … Hier nun ein kurzes Zitat aus Band II. Damit verabschiede ich mich dann auch von euch:

zitat_bezirknull

Bis dahin
+Mika+


Totenläufer gibt es als Ebook und Taschenbuch bei Thalia oder auf Amazon.

cropped-headerdunkelfeder_januar2017.jpg

Tschüss 2016, hallo 2017

Es ist soweit. Ein neues Jahr ist gekommen. Eine Tür schließt sich, eine andere öffnet sich und wir werfen einen Blick in einen Raum voller Möglichkeiten. Was wollen wir mit diesem neuen Jahr machen? Was soll es uns bringen? Dieses 2017 … das nicht einfach nur eine Zahl ist, sondern ein Bilderrahmen, in dem ein noch leeres Blatt Papier hängt. Was wir darauf malen wollen, ist uns überlassen, aber damit es etwas Gutes wird, ist wohl eine Skizze notwendig. 


Erinnert sich noch jemand an meinen Beitrag „Wann wir nicht im Vorsatzrausch untergehen“? Am 10. Januar 2016 habe ich euch und mir selbst erklärt, worin der Zauber des neuen Jahres liegt und weshalb wir zu dieser Zeit stets etwas ändern wollen. Ich kam zu dem Schluss, dass Vorsätze in Wirklichkeit realistisch abgesteckte Ziele sind und schrieb:

Warum wir jedes Jahr aufs Neue etwas ändern wollen, liegt nicht etwa daran, dass wir in die Zukunft blicken können, sondern, weil wir uns an die vergangenen Monate erinnern, unzufrieden sind und uns wünschen, alles wäre anders. Ziele sind Vorsätze und Vorsätze sind Ziele. Wer sich keine Ziele steckt, kann nichts erreichen.

Zugegeben, das ist eine drastische Meinung, von der ich jetzt ein Stück abrücken möchte. Es ist nämlich nicht so, dass jemand ohne Ziele nichts erreicht. Er ist eben nur etwas planloser, intuitiver und spontaner. Tatsächlich hat so gut wie jeder kleinere oder größere Ziele. „Ich werde eine Kurzgeschichte schreiben.“ „Ich lese das Buch von XYZ.“ „Ich schaffe meine Prüfungen.“ Meist sind diese Ziele losgelöst von dem, was wir bereits erlebt oder getan haben. Sie sind sogar ziemlich statisch und man bekommt dein Eindruck, ein Davor habe es gar nicht gegeben. Oder noch schlimmer, das davor sei nur ein langweiliges, leeres Blatt Papier gewesen. Es sollte klar sein, dass dem nicht so ist. Viel eher reden wir uns das stetig ein, dabei müssen wir nur mal die Augen öffnen und genau hinschauen. Ich bin mir sicher, dann wird aus dem Weiß ganz schnell etwas Schönes. Also, erstes Ziel für 2017:

Kurz durchatmen, zurückschauen und mir klar machen, was ich schon alles geschafft haben.

Okay ja, das klingt jetzt vermutlich alles irgendwie merkwürdig. Wo ist die Mika hin, die euphorisch in die Zukunft schaut und am besten alles auf einmal erreichen will? Die ist ja nicht weg, es ist nur so, dass mir im letzten Jahr klar geworden ist, wie selten wir mal stolz auf das sind, was wir tun. Das gilt nicht nur für mich. Der Wunsch, immer mehr und mehr erreichen zu wollen, kann einen ratlos zurücklassen. Denn im Grunde ist nichts mehr genug. Für mich fühlt es sich ständig so an, als ob ich auf der Stelle trete. Was ist schon eine Veröffentlichung? Was ist schon ein Stand auf einer Messe? Was ist schon …  Fühlt sich irgendwie nicht wirklich toll an. Deshalb denkt vielleicht auch einfach mal kurz daran, welche guten Sachen ihr in 2016 erlebt habt und knüpft an diese an. Als Buchblogger, Leser, Autor, Freund, Sohn, Tochter, was auch immer. Ich denke, da ist viel mehr Gutes passiert, als es wir uns eingestehen wollen oder es auf den ersten Blick den Anschein hat.


Was habe ich in 2016 erreicht? Meine Ziele vom Vorjahr

2016 war für mich ein gutes und erfolgreiches Jahr. Um bei dem Bildvergleich zu bleiben, es war eher abstrakt als real, aber es hätte sich ganz gut an der Wohnzimmerwand gemacht. Ich habe meine Erwartungen in allen Punkten übertroffen. Mein zweites Buch „Totenläufer“ ist veröffentlicht worden, ich bin so gut wie umgezogen, habe mein Blog regelmäßig aktualisiert, war auf der Leipziger Buchmesse als Autorin präsent und in einer offline Schreibcommunity aktiv. Und noch dazu habe ich meine Autorenfreundin Stella Delaney in der Schweiz besucht und Sarah Ricchizzi im Norden von Deutschland, was für mich die absoluten Highlights waren. Das Einzige, was ich nicht schaffen konnte, war Teil II von Silver Coin 203 zu beenden. Auch nicht schlimm, denn zumindest die Struktur ist durchdacht und ich arbeite fleißig daran, die Rohfassung fertigzustellen. Was ich außerdem schon verraten kann ist, dass der Titel bereits feststeht. Wie Band II heißen wird, erfahrt ihr am Donnerstag hier auf dem Blog.

painting-911804_960_720

Materialien, um ein gutes Bild zu malen. So 2017, wie wirst du aussehen?


Meine Ziele für das Jahr 2017

Damit dieses Jahr auch ein schönes Bild bekommt und kein leeres Blatt Papier bleibt, formuliere ich auch in diesem Jahr wieder meine Ziele. Wie immer pinne ich sie als Notiz auf meinem Handy an und kann sie zu Silvester abhaken:

  • Ein kurzes Zwischenprojekt veröffentlichen (Herbst)
  • Erste Fassung von Silver Coin 203 Band II fertig haben + Testlesern schicken
  • Ausstellerin auf der Buchberlin sein (Herbst)
  • Eine Gruppe für dystopische Literatur gründen
  • eine Verlagsbewerbung vorbereiten
  • aktiv meinen Blog weiterführen und mehr Inhalte über Red-Mon-Stadt veröffentlichen

 


Nun zu euch. Was ist euer Plan? Habt ihr überhaupt einen oder wollt ihr einfach ein bisschen Farbe auf das Papier werfen? Würde mich freuen, von euch zu hören.

+Mika+

Fotos von Pixabay

Winterpause

Ich wünsche euch einen wundervollen 4. Advent. Ich hoffe, ihr seid so langsam in Weihnachtsstimmung, denn nächste Woche ist es ja schon soweit. Ich habe inzwischen einige Lebkuchen gegessen, mich auf Weihnachtsmärkten getummelt und so ganz langsam habe ich das Gefühl, Heiligabend kann kommen. 🙂

Eigentlich wollte ich meine Blogpause erst nach dem 24. einläuten, aber ich komme nicht drumherum eine Woche früher zu starten, denn es fehlt mir die Zeit, noch in dieser Woche einen ansprechenden Blogbeitrag mit gutem Inhalt für euch zu schreiben. Daher diese Ankündigung: Ich pausiere hier auf dem Blog bis zum 22. Januar und starte dann mit neuer Energie in das Jahr 2017. Ich würde mich freuen, wenn ihr dann wieder mit dabei seid!
Ich hoffe, ihr habt eine besinnliche und möglichst stressfreie Zeit, die ihr gemeinsam mit den Menschen verbringen könnt, die ihr liebt. Lasst euch ins neue Jahr treiben und denkt immer daran, was ihr in 2016 erreicht habt. Manchmal sind es auch die kleinen Dinge, die großartig sind. Für mich war es ein ereignisreiches, turbulentes und auch etwas chaotisches Jahr, das ich wohl niemals vergessen werde.

Bis dahin

+Mika+

4-advent